Hallo – ist da wer?

tote Bienen auf Gitter

Sie haben es nicht geschafft

Viele tote Bienen vor dem Kasten und auf dem Bodengitter, das freut die Imkerin gar nicht. Zwar sterben Bienen das ganze Jahr hindurch, nur bekommen wir das in der aktiven Zeit des Bienenlebens gar nicht so mit. Dabei lebt eine „Sommerbiene“ nur circa 5 bis 6 Wochen, die „Winterbiene“ mehr als ein halbes Jahr. Und das ist nun inzwischen um, aber sie müssen auf jeden Fall durchhalten, bis sie die neuen Bienen im Frühjahr großgezogen haben. Also waren wir etwas beunruhigt, als wir ein paar hundert tote Bienen vorfanden. Vielleicht waren ja die Völker ganz gestorben? Weiterlesen

Ein letzter Blick…

Waben mit Bienen

es sieht gesund aus

Und der zeigt: Nun ist endgültig Ruhe im Karton, oder besser: im Kasten. Die Bienen sind in ihrer wohlverdienten Winterruhe, sitzen eng beieinander und fressen ihr Futter – wenn auch kaum Honig (den haben wir ja geklaut), aber immerhin Zuckersirup, der sie hoffentlich sicher über den Winter bringt. Das hängt von vielen Faktoren ab, in erster Linie davon, wie stark das Volk noch von der Varroa-Milbe befallen ist. Darum haben wir sie letzte Woche noch ein Mal mit Oxalsäure behandelt. Das ist für die Bienen nicht schön, aber für die Milben noch schlechter: sie sterben und fallen ab, so dass die Völker nach dem Winter kaum Milben haben, die ihre zukünftige Brut schädigen kann. Nach unseren Informationen haben schon im Spätherbst einige ImkerInnen in Bremen herbe Verluste ihrer Völker erlitten. Aber auch vom Wetter hängt ab, ob ein Volk überlebt oder nicht. Dabei ist es gar nicht so gut, wenn es mild und warm ist, denn die Bienen fangen bei rund 10 Grad an auszufliegen. Dann finden sie aber nichts an Blüten, verbrauchen viel Energie und schwächen sich und den ganzen Bienenstock. Wenn es hingegen knackig kalt ist, ziehen sie sich ganz eng zusammen und wärmen sich gegenseitig. Und dann ist eben: RUHE IM KARTON!

Biene mit einem Bein in der Luft

Bis bald!

Die Imkerin geht jetzt auch in die Winterferien, aber sie kann Wärme und Sonne jetzt gut gebrauchen…

Die Alwinen wünschen euch eine gemütliche vergnügliche und auf jeden Fall zufriedene Weihnachtszeit! Und im neuen Bienenjahr melden wir uns wieder.

Auch die Bienen haben ihre Kränzchen!

Brutwabe mit Futterkranz

Brut und Futterkranz in Sommertagen

Wir kennen ja Kränze aller Art: den Blumenkranz und den Friedhofskranz, demnächst den Adventskranz, auch das Kaffeekränzchen – aber was ein Futterkranz ist, wissen sicher die Wenigsten von euch. Aber es gibt ihn, und zwar im Bienenstock! Ein Bienenvolk baut sich gut durchdacht sein Nest auf. In der Mitte sitzen die Brut, die Eier, Larven und Puppen, also die künftige Bienengeneration samt Königin. Dieser Teil muss am sorgfältigsten geschützt, gewärmt und ernährt werden. Um die Versorgung ohne weite Wege sicherzustellen, werden drum herum der Nektar und die gesammelten Pollen gelagert – der Futterkranz. Denn mit diesen beiden Zutaten werden die Brut und die Königin gefüttert. Das Ganze stellt euch dreidimensional als Kugel vor, durchzogen von den Waben. Im Moment gibt es keine Brut mehr, das Winterfutter ist im ganzen  Bienenstock gelagert. Weiterlesen

Reiche Ernte im Hochsommer

Nach längerer Pause meldet sich die Imkerin endlich einmal wieder. Es gab aber auch viel zu tun: Zunächst einmal musste die zweite Ernte eingeholt werden – und die war überwältigend!

Plastikbox mit Honigwabe

Vorbereitung für den Transport

Schon im Frühjahr waren wir ganz happy, aber nun hat uns eine regelrechte Honigschwemme überrascht: rund 50 kg haben wir von unseren beiden Völkern geerntet! Damit hatten wir wirklich nicht gerechnet, zumal viele ImkerInnen um uns herum und auch bundesweit eher über spärliche Erträge klagen. Immerhin hatten wir uns im Baumarkt schon große Plastikboxen besorgt und ein Cambio-Auto, denn es war schon abzusehen, dass wir es diesmal nicht schaffen würden, die ganzen Waben mit dem Fahrradanhänger zu unserem Imkerfreund zu bringen, der eine große Schleuder hat und uns hilft. Also haben wir stundenlang Waben entdeckelt, geschleudert und volle Eimer geschleppt.

Aber für eine solche süße Fracht nehmen wir gern manche Anstrengung in Kauf!

Gefüllte Honiggläser im Regal

Eine Hälfte

gefüllte Honiggläser in verschiedenen Größen

Die zweite Hälfte

 

 

 

 

 

Meine Freundin Romina ist Designerin und hat mir ein wunderschönes Logo entworfen. Da wir keine genormten offiziellen Gläser verwenden, musste sie sowohl für die Deckel als auch für das Glas alle möglichen Größen produzieren und noch ein passendes Aufkleber-Papier finden.

So sieht es aus.

So sieht es aus.

Wir haben uns für das gute alte „Schlecki“ entschieden, das klebt prima. Viele von euch kennen ja sicher die kleinen blau-weißen Aufkleber „Parke nicht auf unseren Wegen“ , das ich des Öfteren auf den Autos hinterlasse, die mal wieder dick und fett auf den Bürgersteig geparkt haben, die kleben wunderbar….. Jedenfalls ziert das neue Logo nun meine Honiggläser, und auf dem Bild seht ihr, wie mein Honig heißt – ist ja keine Überraschung, oder?!

Und noch einmal der Hinweis: Wer gern ein Glas hätte oder mal probieren will: meldet euch.

Nach der Ernte ging sofort die Winterfütterung los, denn die Bienen müssen den Zuckersirup ja noch aufnehmen, einlagern und verdeckeln, damit sie den ganzen Winter satt werden. Und dann mussten wir auch die Varroa-Behandlungen durchführen. Vorläufig fliegen die Bienen noch, um hier und da etwas zu finden. Zum Beispiel am blühenden Efeu. Bald werden sie in die Winterruhe gehen, sobald die Temperaturen unter 10 Grad fallen.

Ein letzter Blütenrausch…

Blaue Kugelblüte mit Bienen

Jedes Sternchen eine Blüte

… und dann wars das mit dem Schwelgen im Nektar. Wenn für uns Menschen die Zeit des Erntens gekommen ist, ist sie für die Bienen fast vorbei, allmählich fängt für sie die Nahrungsknappheit an, denn es gibt  nicht mehr so ein reichliches Blütenangebot.  Die Lindenblüte war letzte große Gelegenheit zum Sammeln. Weiterlesen

Endlich: Der neue Honig ist da!

Honiggläser werden gefüllt

Süß, klebrig, und macht Spaß!

Golden schimmert es verheißungsvoll in den beiden Eimern, die unsere erste Ernte in diesem Sommer erbracht hat: rund 20 kg! Das ist ungefähr doppelt so viel wie letztes Jahr. Und alles nur von unserem ersten Volk. Nun blüht die Linde und das ist für die Bienen immer ein Festschmaus – und für die ImkerInnen später dann ebenfalls, denn danach wird noch einmal geschleudert. Nun gehts ans Abfüllen, die klebrigste Angelegenheit des Jahres. Aber auch die schönste.

Unsere beiden Völker sind gesund und munter und ich hatte schon immer Angst, sie könnten schwärmen. Das tun die Bienen, wenn es ihnen in ihrem Kasten zu voll ist, wenn viel Honig und Jungbienen vorhanden sind und die Königin aktiv beim Eierlegen ist. Dann müssen wir die Zeichen früh genug erkennen: Die Vorbereitung fürs Schwärmen sind neue „Weiselnäpfchen“ für den Königinnen-Nachwuchs, denn der Schwarm nimmt die alte Königin mit und das restliche Volk muss sich eine neue heranziehen. Also verstärkt auf diese Zellen achten, sie sehen tatsächlich wie kleine Näpfchen aus und hängen unten an den Rahmen. Wenn außerdem der Bienenstock rappelvoll ist, müssen wir entweder einen Ableger bilden, also Bienenwaben herausnehmen oder mehr „Wohnraum“ schaffen. Ein Schwarm, der „abhaut“ ist immer ein Verlust – oft ist er blitzschnell verschwunden und wird zum Beispiel von Kleingärtnern gefunden, die meist die Feuerwehr anrufen. Die wiederum benachrichtigt „Schwarmfänger“, erfahrene ImkerInnen, die den Schwarm einfangen.

Dieses Jahr ist aber bei uns alles gutgegangen, und ab dieser Jahreszeit ist der Schwarmtrieb schon wieder abgeflaut. Und ob ihr es glaubt oder nicht: Ende Juli/Anfang August ist für die Bienen die Saison schon wieder vorbei! Dann ist Reifezeit und es blüht nur noch hier und da, das wäre für einen Schwarm zu wenig, um Wintervorräte anzulegen.

Also, ich möchte zwar keinen Schwarm verlieren, aber beim Einfangen mal dabei zu sein, würde mich wahnsinnig interessieren! Vielleicht klappt es ja nächstes Jahr mal. Damit ihr in Ermangelung eigener Fotos – einen Eindruck von einem Schwarm bekommt, hier ein Link mit tollen Fotos bei  www.fotocommunity.de

volle Honiggläser

die ganze Ernte auf einen Blick

Noch mal zurück zum Honig:

Wer welchen will, kann bei uns zwar keinen kaufen, aber gegen eine Spende für unsere Flüchtlingsarbeit welchen bekommen. Ihr müsst ihn nur abholen und kriegt dann auch eine  Kostprobe. Mein erster Selbstversuch heute in Form eines Honigbrots hat ergeben: Er schmeckt prima.

Hochbetrieb bei den Alwinen

Bienen mit Pollen am Flugloch

Trotz des Betriebs kommen alle rein und raus

Endlich!! Nachdem wir wochenlang besorgt geguckt haben, ob unsere Bienen genug Futter haben, um die kalten, nassen und windigen Durststrecken durchzustehen, ist es plötzlich Sommer. Die Königinnen in beiden Völkern hatten schon fleißig Eier gelegt und die mussten natürlich aufgezogen, ernährt und gewärmt werden. Und zu oft wollten wir auch nicht durch dauerndes Nachschauen unnötig Aufruhr erzeugen und Kälte in die Kästen bringen. Jetzt ist aberist alles gut und am Flugloch Hochbetrieb und die Bienen knubbeln sich mit dicken knallgelben Pollenklümpchen und sicher auch schwer von Nektar am Eingang. So liebt es das Imkerherz! Wir haben dann diese Woche bei den ersten warmen Tagen alles für die Honigproduktion vorbereitet:

Zwei Männer am Tisch mit Bienenrahmen

Gemütliches Arbeiten in der Sonne mit Unterstützung

P1020364_ausschnitt_blogNeue Waben mit Wachsplatten mussten fertig gemacht werden. Nun haben wir bei unserem alten Volk die dritte Etage aufgesetzt, in der sie dann ausschließlich Nektar ablagern und Honig daraus machen.

Wabe mit Mittelwand

Viel Platz für Honig

Die lange „Bienentruhe“ hat nach hinten noch jede Menge  Platz zum ausbauen.

Upps!

Auch wenn wir nun schon im dritten Imkerjahr sind, machen wir immer noch einiges falsch. So haben wir neulich die Drohnenbrut, also die ganzen Jungs, gekillt! Die Bienen hatten schon den speziellen „Drohnenrahmen“ mit größeren Zellen ausgebaut und es waren weit entwickelte Larven darin. Wir hatten gelernt, dass diese Drohnenrahmen ans Ende des Bienenkastens gehören, dabei aber nicht an die Kälte und die leeren Waben gedacht, die noch dazwischen hingen. So sind sie alle erfroren und als hässliche Masse übriggeblieben… Allerdings werden wir demnächst das Massaker selbst wiederholten: um die Varroa-Milbe im Bienenvolk zu reduzieren, werden die Drohenzellen rausgeschnitten, aber erst, wenn sie verdeckelt und kurz vor dem Schlüpfen sind. Denn die Milben siedeln sich besonders gern bei den Drohnenlarven an.

Aber erst mal blüht jetzt alles um die Wette – Schlaraffenland für die Bienen! (Philosophische Frage an euch alle: Sind sie eigentlich nun glücklich? Oder ist es nur Mühen und Plagen….?)

Sie fliegen wieder!

Endlich ist der Frühling da und lässt sich nicht mehr aufhalten…

Rosa blühender Kirschbaum

Frühling lässt sein rosa Band…

In meiner Nachbarschaft steht ein wilder Kirschbaum, der das ganze Jahr eigentlich nur nervt: die Zweige hängen bis über die Straße, das Laub fliegt herum… ABER! Einmal im Jahr hat er seinen großen Auftritt, und zwar gerade jetzt. Er sieht dann aus wie eine große rosa Wolke. Und als ich gestern unter dem Baum stehen geblieben bin, hörte ich ein solches Brausen, Brummen und Summen, dass es eine wahre Freude für mein Imkerinnenherz war. Denn neben allerlei fliegendem Getier eilten auch viele Honigbienen von Blüte zu Blüte und haben sich dem Nektarrausch hingegeben. Es sei ihnen nach dem langen Winter gegönnt, und irgendwann haben wir dann ja auch was davon.

Bienen mit Pollen am Flugloch

Hochbetrieb

Unsere beiden Bienenvölker  sind gut durch den Winter gekommen und auch schon wieder emsig bei der Arbeit. Seit einigen Wochen war an den Fluglöchern  etwas Betrieb, aber immer wieder von Kälte und Regen unterbrochen. Nun aber ist kein Halten mehr: Dutzende Bienen strömen ein und aus, und viele bringen prall gefüllte „Pollenhöschen“ mit – sie werden tatsächlich so genannt, weil die Bienen die Pollenkörnchen in kleine Taschen an ihren Hinterbeinen stopfen. Beim Besuch einer Blüte werden meist ja die ganzen Bienen mir ihrem pelzigen Körper „eingepudert“, dann bürsten sie sich den Pollenstaub in diese Körbchen und drücken sie zu Kügelchen zusammen. Den Pollen benötigen die Bienen als >Futter für sich und  vor allem für den Nachwuchs: er enthält Eiweiß und Fett, das an die Larven verfüttert wird.

Also wissen wir, wenn wir auf der Bank vor unserem Bienenstock sitzen und viele heimkehrende Bienen mit Pollensäckchen beobachten, dass drinnen gebrütet wird! Sie zu fotografieren, ist aber für eine Normalkamera wie meine gar nicht so leicht – sie haben es so eilig und sind einfach zu schnell!

 

Und was machen die Imker im Winter?!

runde Wachsplatte

Das Ergebnis ist frisches Bienenwachs

Es gibt immer was zu tun, sagen die Erfahrenen unter uns, vor allem diejenigen, die viele Völker zu betreuen haben. Im Dezember wird kurz vor Weihnachten meist noch eine Anti-Milben-Behandlung notwendig; vielleicht soll eine neue Bienenbehausung gebaut werden; auch für Netzwerken unter den ImkerInnen ist dann mal Zeit. Vor allem aber muss geputzt werden! Alte Waben müssen aussortiert und gereinigt werden, und das ist bei Bienens nicht unbedingt appetitlich… Aber am Ende sieht es doch gut aus! Weiterlesen