Abgerichtet wie Hunde

Die Kinderschönheitsindustrie – Der Wahnsinn von falschen Zähnen, Bräunungsduschen und aufreizenden Kostümen.

Geldscheine gehen von einer Hand in die Andere

Quelle: frauenseiten.bremen
Fotograf: Robers

Die eine schreit, der anderen kullern ein paar Tränen die Wange hinunter. Es ist ein bizarres Bild, das sich beim gucken der Erfolgsserie „Toddlers and Tiaras“ aus den USA ergibt.

Die Kinder-Schönheitsindustrie boomt in Amerika

Bei Schönheitswettbewerben und Misswahlen in Miniformat ist alles erlaubt. Die Kleinen werden gebräunt, gewachst, geschminkt und ausstaffiert bis sie wie lebendige Puppen aussehen. Und wozu?! Damit sich Mami und Papi die Zeit vertreiben, Kohle machen und unerfüllte Träume an ihren Kindern ausleben können. Mit einem enorm hohen Maß an Ehrgeiz drängen die meist übergewichtigen Erziehungsberechtigten ihre Kinder zu unangenehmen Prozeduren damit diese danach im Rampenlicht künstlich aufgetakelt auf und ab marschieren und sexy Posen einnehmen. Hat es dann einmal nicht gereicht ist die Trauer groß, doch: „The show must go on!“. Mit Süßigkeiten belohnt und mit Sätzen wie „Tja, hättest du mal weniger Schokolade gegessen“ bestraft werden die Kinder von ihren Eltern gedrillt.

10 Stunden Tage non-stop sind für die meisten der Mini-Schönheitsköniginnen im Alter von 1 bis 13 Jahren normal. Wenn kein Wettbewerb ansteht, geht’s zum Training um noch „perfekter“ zu werden. Selten geht eine in die Schule oder Kindergarten, kann Freundschaften schließen, toben, einfach nur Kind sein. Stattdessen heißt es Heimunterricht bekommen, Konkurrentinnen ausstechen, Preise absahnen, die „Schönste“ sein. Wie sollen da gesunde soziale Kompetenzen erlernt, wie eigene, neue und auch Lebensnahe Erfahrungen gemacht werden? Aber für das Geld und den Ruhm der Veranstalter und den Eltern müssen Opfer gebracht werden, Menschlichkeit und Natürlichkeit sind da fehl am Platz.

So krass wie in Amerika ist es hierzulande zum Glück nicht

Kinderhand, Gewalt

Quelle: frauenseiten
Fotograf: Barckhausen

Natürlich können auch hier Kinder für Zeitschriften und andere Medien modeln, sie werden aber normalerweise nicht wie lebende Puppen mit falschen Zähnen, Brüsten und Haaren dargestellt. Dafür immer häufiger sexualisiert, in knappen und figurbetonten Klamotten, besonders für Designermarken, die bekannt für ihre provokanten Kampagnen sind. Dass auch hier egoistische Eltern dahinter stecken können, die ihre Kinder zu Castings schleppen anstelle von Geburtstagen und Ponyhof, ist keine Frage und genauso verwerflich. Besonders, da Kindermodels die Aufmerksamkeit von Pädophilen auf sich ziehen können.

Hier findet ihr einige Clips von Toddlers and Tiaras Externes Angebot
Und eine wunderbar witzige Parodie mit Tom Hanks könnt ihr euch hier noch anschauen:

Clara Baumert

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