Das Außerhalb in Bremen sucht ein Zuhause

Das Außerhalb ist ein temporärer Ort für Musik, Kunst und Kultur unter freiem Himmel. Ein Treffpunkt für die Vagabunden, Überlebenskünstlerinnen und Träumer Bremens.“ Das neue Zuhause für den Sommer fehlt allerdings noch. Die Veranstalter*innen haben jetzt eine Crowdfunding-Aktion gestartet, um das Außerhalb 2.0 zu realisieren.

Vereinzelte Gruppen von Personen sitzen auf Matten und Sesseln und Sofas auf einer Wiese, sie sind von hinten fotografiert und schauen auf eine Bühne die auf Paletten steht. Darauf ist eine Band zu sehen. Daneben steht ein schwarzes Schild auf dem steht: Passe Par Tout. Drumherum stehen viele Bäume.

(c) Kristina Kaysen und Felix Grashoff

Was ist das Außerhalb?

Seit 2012 gibt es das Außerhalb-Kollektiv. Angefangen hat alles mit kleinen, illegalen Outdoor-Partys, die von einer Gruppe befreundeter Bremer*innen organisiert wurden. Drei Jahre später riefen sie dann das Unterhalb ins Leben, ein Ort zum Chillen, Tanzen und Musik, für Kunst, Bier, Brettspielabende und mehr. Doch auch das Unterhalb war nur temporär und nahm trotz begeisterter Besucher*innen ein frühes Ende. Im Sommer 2016 zog das Kollektiv dann nach draußen – es entstand das Außerhalb. Der Sommer ging zu Ende, und das Außerhalb auch. Seitdem führt das Außerhalb-Kollektiv wieder ein Vagabunden-Leben, sie ziehen umher, und machen hier und da Veranstaltungen. Das soll sich im kommenden Sommer ändern. Ein Zuhause soll her!

Zwei Erwachsene bemalen ein Pappkarton Haus mit bunten Farben. In der Mitte steht ein blondes Kind und malt auch.

(c) Kristina Kaysen und Felix Grashoff

Und das ist der Plan:

Im Sommer 2017 soll das Außerhalb 2.0 entstehen. Und damit ein unkommerzieller Ort und kreative (Frei-)Räume. Es sollen Ausstellungen, Konzerte, Workshops, Partys und Veranstaltungen für die ganze Familie stattfinden. Und das ist erst ein Bruchteil dessen, was sich das Kollektiv vornimmt. Die Kernidee ist, einen Ort in Bremen zu schaffen, der Ideen zulässt, ein Wohlfühlort für alle, unabhängig von Herkunft oder Alter. Nur Sexist*innen und Rassist*innen sind unerwünscht, denn das Außerhalb spricht sich gegen jede Art von Diskriminierung aus und für ein Miteinander statt Gegeneinander. Das alles zu schaffen, geht nicht ohne Hilfe. Es fehlt natürlich am schnöden Geld. Deshalb startet das Kollektiv jetzt eine Crowdfunding-Aktion. Das Kampagnenziel sind 8.000 Euro, aber 2.500 brauchen die Bremer*innen erst mal, um überhaupt anzufangen. Ab 5 Euro gibt es dann auch ein Dankeschön wie zum Beispiel Postkarten oder ein Gästelistenplätze.

Kultur mitbestimmen

In ther unteren Hälfte des Bildes sitzen Personen auf Sesseln im freien und schauen auf eine große Leinwand in der Mitte des Bildes. In der oberen Hälfte des Bildes sieht man ein Dach aus Lichtern und bunten Tüchern. Durch das Dach sieht man die Umrisse von Bäumen und einen dunkelblauen Nachthimmel.

(c) Kristina Kaysen und Felix Grashoff

Der Spendenaufruf des Kollektivs soll vor allem auch zeigen: Wir sind viele! Wir Bremer*innen wollen diesen Ort und helfen, die Kultur in Bremen mitzubestimmen. Da es gar nicht mal so leicht ist, diesen Ort zu finden – heißt, eine geeignete Fläche – ist es besonders wichtig, genau das zu zeigen!

Das Crowdfunding geht noch bis zum 14. Mai, wer das Außerhalb-Kollektiv finanziell unterstützen möchte, kann das hier machen: Außerhalb unterstützen.

Katja Hoffmann

  1 comment for “Das Außerhalb in Bremen sucht ein Zuhause

  1. redaktion
    24. April 2017 at 10:37

    Liebe Leser*innen,

    der Artikel enthält ein paar Änderungen, da es ein kleines Missverständnis gab. Das Außerhalb sucht erst mal nur eine Fläche für den kommenden Sommer. Das Außerhalb 2.0 wird also auch ein befristetes Projekt sein.

    Viele Grüße aus der Redaktion!

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