Frauen bei EADS ASTRIUM GERMANY

Flügel eines Flugzeugs in der Luft

© privat ; Luca Gozzi-Barckhausen

Anlässliche einer Ausstellung des Arbeitskreises Bremer Archive diskutierten acht Frauen über ihre Erfahrungen. Anhand ihres Lebensweges machten einige Frauen deutlich, dass dieser Arbeitsbereich für die wenigsten ein Traumberuf war: Erika Goldmann wollte zum Beispiel eigentlich Erzieherin werden. Als sie mit der Ausbildung fertig war, gab es auf dem Arbeitsmarkt ein Überangebot an Erzieher*innen. Da ihr schon in der Schule Mathe und Physik Spaß brachte, machte sie eine neue Ausbildung zur physikalisch–technischen Assistentin. Kaum war die Ausbildung zuende, fand sie keinen Arbeitsplatz und so wurde sie Elektronenschweißerin. Sie schweißt in einem Vakuum die Bauteile der Raumfähre mit einem Elektronenstrahl zusammen.

Frauen noch immer unterrepräsentiert

Anders der Berufsweg von Elke Siedenhans: Sie wuchs in einer Ingenieursfamilie auf und wurde selbst Ingenieurin. Anna Schubert hingegen hatte schon als Kind Interesse an Astronomie, dann entwickelte sich der Traum, Astronautin zu werden. Sie bewarb sich sogar einmal dafür, wurde aber abgelehnt. Heute arbeitet sie als Thermal-Ingenieurin im Configurationsmanagement für die Ariane 5. Da im Bereich der Raumfahrt die Repräsentanz von Frauen immer noch gering ist, engagiert sie sich in dem weltweit agierenden Verein „Women in Aerospace“, der sich für gleiche Chancen für Frauen stark macht. Sie konfrontierte bei der internationalen Luftfahrtschau in Berlin den EADS-Vorstandschef Louis Gallois mit der Tatsache, dass es mit der Frauenquote im EADS-Konzern nicht gerade gut aussieht.

Edith Laudowicz

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