Junge Talente bei den Bremer Grundschultheatertagen

In der Woche vom 30. Juni bis 02. Juli, haben Schülerinnen und Schüler der Bremer Grundschulen ihr schauspielerisches Können unter Beweis gestellt. Im Rahmen der 21. Grundschultheatertage präsentierte das MOKS Theater Bremen elf eingeübte Stücke. Dieses Jahr wirkten über 200 theaterbegeisterte Kinder und Lehrende bei dem Projekt mit.

„Unsere Zuschauer verwandeln sich heute auch selbst in Schauspieler“ sagt Petra Höflinger der Kinderschule Bremen. Zusammen mit Susann Keiper von der Schaulust organisiert sie schon seit mehreren Jahren zusammen mit dem MOKS dieses Projekt und leitet die Zuschauer*Innen durch das Programm. Am Freitag präsentierten vier Klassen verschiedener Bremer Grundschulen ihre vorbereiteten Stücke. Von gespenstisch, heldenhaft bis nachdenklich war jedes Genre vertreten.

Schüler_innen stehen mit Pfeil und Bogen Geste in einer Gruppe

Schülerinnen und Schüler aus der Kinderschule Bremen mit ihrem Stück Robin Hood
(c) privat

Auftakt sowie Abschluss der Veranstaltung bildete das Theaterstück Robin Hood. 38 Schüler und Schülerinnen der Kinderschule Bremen entführten das Publikum nach Sherwood Forrest. Beteiligte aus den Klassen eins bis vier setzten sich hierbei zuerst mit dem Buch „Herr der Diebe“ auseinander, bevor sie ihre ganz eigene Version der Robin Hood Geschichte auf die Bühne brachten. Die Ideen der Kinder waren dabei prägend für das Theaterstück. Belohnt für ihr hart erarbeitetes Werk und die unzähligen Proben wurden sie mit einem andauernden Applaus des Publikums.

Die Grundschule an der Nordstraße setzte sich hingegen mit aktuellen Themen auseinander, die die Kinder in der Grundschule beschäftigen. Neben der Schnelllebigkeit im Alltag, der enormen Präsenz des sozialen Mediennetzwerkes Facebook und dem Marken- und Selbstdarstellungswahn unserer Gesellschaft, ging es auch viel um wahre Freundschaften und Mobbing in der Schule. Das teilweise selbst konzipierte Theaterstück mit dem Titel „Ich Bin’s“ fordert die Kinder dazu auf, Held ihrer eigenen Träume zu werden und sich nicht vom Gruppenzwang oder einer virtuellen Welt steuern zu lassen. Auf über acht verschiedenen Sprachen würde gesungen, gemeinsam getanzt und gelacht.

Ein weiteres ernstes Thema präsentierte die Schule am Pulverberg. Sie hat das Publikum mit „Auf der Flucht“ in die Lage eines Flüchtlingskindes versetzt und damit eine aktuelle Problematik angesprochen.

Organisiert werden die Theatertage vom Fachverband Theater in der Schule (FaTS). Wer auch einmal im Rahmen dieses Projektes auf einer Theaterbühne stehen will, kann sich im nächsten Jahr wieder bewerben.

Laura Frey

Zugeordnete Einrichtungen:

  • "Ella-Ehlers-Haus", Sozialzentrum Bremer Westen

  • "Zweite Einrichtung

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