Kernaufgaben der Kampagne für Saubere Kleidung vor dem Aus

Finanzierung nächstes Jahr ungeklärt. Unterstützung dringend benötigt!
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Kampagne für Saubere Kleidung! Löhne werden nicht ausgezahlt, GewerkschafterInnen werden misshandelt, ArbeiterInnen sterben bei „Fabrikunfällen“ – trauriger Alltag in den zahlreichen Nähfabriken weltweit. In vielen dieser Fälle wird die Kampagne für Saubere Kleidung von den betroffenen Beschäftigten um Unterstützung gebeten. Wenn deutsche Firmen ihre Ware nachweislich aus den entsprechenden Fabriken beziehen, kann die Kampagne für Saubere Kleidung eine so genannte „Eilaktion“ initiieren. Mit ihr wird Druck auf die hiesigen Unternehmen ausgeübt, damit diese Arbeits- und Menschenrechte in ihrer Lieferkette einhalten.

Für das Jahr 2015 ist die Finanzierung der Eilaktionen jedoch in akuter Gefahr. Nach bisherigem Stand muss die Arbeit an den Eilaktionen im kommenden Jahr eingestellt werden.

Die Eilaktionskoordination nimmt Kontakt zu den entsprechenden Unternehmen auf, leistet umfangreiche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, pflegt Kontakt zu staatlichen Stellen, kommuniziert mit den lokalen und hiesigen Gewerkschaften. Fällt diese Arbeit weg, fehlt für die Vertretungen der ArbeiterInnen in den Produktionsstätten die Ansprechpartnerin bei schweren Arbeitsrechtsverletzungen, für die deutsche Unternehmen mitverantwortlich sind.

„Durch die mangelnde Umsetzung der Arbeitsgesetze in Pakistan ist internationale Solidarität sehr wichtig für unsere Arbeit. Dank des Systems der Eilaktionen der Kampagne für Saubere Kleidung haben wir zum Beispiel endlich die Chance, einen jahrelangen Kampf für die gewerkschaftliche Vereinigungsfreiheit in einer großen Jeansfabrik in Pakistan zu gewinnen.“ Khalid Mahmood, Labour Education Foundation, Lahore, Pakistan.

Bisher wurde die Eilaktionskoordinatorin über Mittel der Europäischen Union finanziert, diese sind für 2015 und folgende Jahre nicht wieder genehmigt worden. Auch Finanzbemühungen bei anderen Geldgebern waren bisher nicht erfolgreich.

In allen drei verheerenden so genannten „Unfällen“ der globalen Bekleidungsindustrie in der letzten Zeit waren deutsche bzw. in Deutschland sehr präsente Firmen zentral beteiligt: KiK, C&A, Karl Rieker, Adler Modemärkte,NKD. Ebenfalls involviert: der deutsche TÜV). Aber auch in viele andere, weniger bekannte Fälle von Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen sind deutsche Unternehmen verstrickt.

Ohne die Arbeit der Eilaktionskoordination verliert die Kampagne für Saubere Kleidung ein wichtiges Mittel, um ihre PartnerInnen in den Produktionsländern bei ihrem Kampf für Ihre Rechte zu unterstützen. Dies hat auch zur Folge, dass der öffentliche Druck auf die hiesigen Unternehmen abnimmt. Um dies zu verhindern, brauchen wir dringend Ihre Unterstützung. Bitte spenden Sie und sichern Sie diese wichtige Arbeit.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Für das Jahr 2015 benötigen wir mindestens 24.000 Euro, um die Lohnkosten der Eilaktionskoordination decken zu können (bisher 24 h/ Woche).
Das Spendenkonto der Kampagne für Saubere Kleidung wird geführt vom INKOTA-netzwerk e.V; KD-Bank; IBAN: DE75350601901555000029, BIC: GENODED1DKD, Stichwort: CCC/Eilaktionen. Ihre Spende ist steuerlich absetzbar. Wenn Sie die Adresse bei der Überweisung mit angeben, erhalten Sie eine Spendenquittung.

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