Zuhause für 150 Flüchtlinge

Bundeswehrhochhaus soll kurzfristig 150 Flüchtlinge aufnehmen – Senatorin Stahmann dankte dem Beirat Mitte für seine Unterstützung.

150 Flüchtlinge können in den kommenden Wochen im ehemaligen Bundeswehrhochhaus an der Falkenstraße vorübergehend aufgenommen werden. Diese Plätze sind als Notunterkunft fest vorgesehen, bis zu 40 Notplätze sollen darüber hinaus und nur bei unerwartetem Bedarf vorübergehend genutzt werden. Die entsprechende einstimmige Zustimmung des Beirats Mitte zu diesem Vorhaben der Sozialbehörde begrüßte Sozialsenatorin Anja Stahmann am Montagabend (16. März 2015) mit den Worten: „Der Bund kommt an diesem Standort seiner Verantwortung nach und stellt seine ungenutzten Immobilien für die zentrale gesellschaftspolitische Aufgabe unserer Zeit zur Verfügung. Wir sind dringend auf diese Immobilie angewiesen, wenn wir nicht Zelte und Turnhallen zur Unterbringung der Menschen nutzen wollen. Deshalb bin ich froh, dass auch der Beirat diese Entscheidung mitträgt.“

Der Bund vermietet Bremen das in den späten 60er Jahren als Bürohaus konzipierte Gebäude für diesen Zweck kostenfrei und verzichtet damit auf Mieteinahmen, die die Bundesanstalt für Immobilien auf rund 18.000 Euro im Monat taxiert. Den Umbau will die Gewoba nach dem Beiratsbeschluss unverzüglich in die Wege leiten, die Kosten trägt die Stadt Bremen. Unter anderem wird das Gebäude mit Sanitäranlagen ausgestattet, die Wasserversorgung der neuen Nutzung angepasst und der Brandschutz sichergestellt. Essensausgabe und Verwaltungsräume sollen sich im Erdgeschoss befinden, die Wohnräume werden sich auf die ersten sechs von insgesamt 14 Obergeschossen beschränken. Weitere Stockwerke lassen sich aus brandschutztechnischen Gründen nicht nutzen. Die Betreuung der Familien und allein geflohenen Erwachsenen übernimmt die AWO. Die Nutzung des Gebäudes ist für zwei bis drei Jahre vorgesehen.

In den Monaten Januar und Februar 2015 sind bundesweit mehr als dreimal so viele Flüchtlinge aufgenommen worden wie in den beiden ersten Monaten des Vorjahres. Für Bremen heißt das: 207 Zuweisungen im Januar und Februar 2014 und 661 in den beiden Wintermonaten dieses Jahres. Die Hälfte aller Flüchtlinge bundesweit kam im Februar aus den Balkanstaaten. Im Januar war noch Syrien das mit Abstand größte Herkunftsland (25 Prozent aller Flüchtlinge).

Senatspressestelle

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