Auch die Bienen haben ihre Kränzchen!

Brutwabe mit Futterkranz

Brut und Futterkranz in Sommertagen

Wir kennen ja Kränze aller Art: den Blumenkranz und den Friedhofskranz, demnächst den Adventskranz, auch das Kaffeekränzchen – aber was ein Futterkranz ist, wissen sicher die Wenigsten von euch. Aber es gibt ihn, und zwar im Bienenstock! Ein Bienenvolk baut sich gut durchdacht sein Nest auf. In der Mitte sitzen die Brut, die Eier, Larven und Puppen, also die künftige Bienengeneration samt Königin. Dieser Teil muss am sorgfältigsten geschützt, gewärmt und ernährt werden. Um die Versorgung ohne weite Wege sicherzustellen, werden drum herum der Nektar und die gesammelten Pollen gelagert – der Futterkranz. Denn mit diesen beiden Zutaten werden die Brut und die Königin gefüttert. Das Ganze stellt euch dreidimensional als Kugel vor, durchzogen von den Waben. Im Moment gibt es keine Brut mehr, das Winterfutter ist im ganzen  Bienenstock gelagert.

Wabe und Probeentnahme mit Löffel

Ein Löffel voll für die Probe

Um zu prüfen, ob in dem eingelagerten Futter, in dieser Zeit also im Zuckersirup und noch gesammelten Honig, Spuren von Krankheiten wie Faulbrut, Viren oder Keimen vorhanden sind, geben die umsichtigen Imker einmal im Jahr eine Probe ab, die über unseren Imkerverein an ein Laborinstitut geschickt und untersucht wird. Das ist notwendig, wenn z.B. im Frühjahr ein Ableger gebildet werden soll, der soll ja gesund starten! Besonders wichtig ist es, die sog. Amerikanische Faulbrut zu erkennen, eine hochansteckende Seuche, die anzeigepflichtig ist und streng bekämpft werden muss. Sie ist für Menschen völlig ungefährlich, vernichtet aber ganze Bienenvölker und breitet sich schnell aus, wenn nicht sofort die betroffenen Völker behandelt und Sperrbezirke eingerichtet werden.

Beutel mit Wabenprobe

Ab ins Labor

Also haben wir vor einigen Tagen Proben gezogen, wie ihr auf den Bildern sehen könnt. Die Löcher, die der Löffel gemeinerweise in die Wabe gräbt, werden schnell repariert sein – irgendwas müssen die Bienen ja noch zu tun haben… Und nun hoffen wir natürlich, dass unsere Völker gesund in den Winter gehen!

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