Honigfabrik „Alwine“ eröffnet weitere Filiale

Nach dem hässlichen Aprilwetter sind unsere Bienen nun nicht mehr zu halten. Da schwirrt und summt es, dass es eine helle Freude ist.

Die Hütte ist rappelvoll

Aber aufgepasst, liebe Imkerin: vom fleißig Honig sammelnden und sich vermehrenden Volk ist nur ein kleiner Schritt zum wilden Schwärmen! Der natürliche Schwarmtrieb setzt ein, wenn ein Bienenvolk wenig Platz und viel Personal hat. Dann wird alles darauf vorbereitet, dass die alte Königin mit der Hälfte der Bienen auszieht. Der Rest wird „weisellos“, wie die Imker sagen – das klingt auch schon wie Waisenkinder…
Aber statt traurig den Verlust der Mutter zu beklagen, zieht sich das Volk schnell eine neue Königin heran. Denn ohne sie gibt es keinen Nachwuchs und das Volk würde innerhalb weniger Wochen sterben. Also verlieren sie keine Zeit, wählen einige Zellen mit junger Brut aus und ernähren sie „königlich“, mit dem sogenannten Gelee royal (gibt es auch für teures Geld zu kaufen. Ich glaube aber nicht, dass man dadurch zur Königin wird). Nach dem Schlüpfen muss „die Neue“ noch ihre Konkurrentinnen aus dem Feld räumen und zur Begattung ausfliegen. Das alles in drei Wochen. Danach kehrt für sie der harte Alltag ein: Eier legen von früh bis spät – sie wird nie mehr das Licht des Tages sehen, außer wenn die ImkerInnen den Bienenstock öffnen.

Bienenwabe mit Weiselzellen am Rahmen

Untrügliches Zeichen: Weiselzellen!

Aber zurück zu unseren Bienen. Die haben tatsächlich wenig Platz und viel Personal und hatten auch schon vorausschauend angefangen, Königinnenzellen anzulegen, als wir vor ein paar Tagen gemeinsam mit unserem Paten Friedrich die Völker kontrolliert haben. Also höchste Zeit zu handeln, bevor ein Schwarm abfliegt und meist auf nimmerwiedersehen verschwindet bzw. ihn ein anderer Imker einfängt.

Da hilft nur eins:

Ablegerkasten mit Waben

Das provisorische Zuhause

Eine Filiale gründen! Zwei Waben mit viel junger Brut und zwei Futterwaben kamen in einen kleinen „Ablegerkasten“ und der wurde bei einer netten Familie im Kleingartengebiet am Henschenbusch einquartiert. Aufregend alles! Nun heißt es abwarten, ob es so funktioniert wie geplant – von uns Menschen. Ob die Bienen das genauso sehen, werden wir sehen. In zwei Wochen soll ich mal vorsichtig nachgucken, ob alles gut aussieht. und in drei Wochen müssten dann Eier von der neuen Königin zu finden sein. Ich werde euch berichten!

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