Archiv der Kategorie: Bienenleben

Die Angst vorm Bienenstich

P1010014_bearbDas erste, was manche Leute sagen, wenn ich vom Imkern erzähle, ist: Und wenn mich die Bienen stechen?! Klar, so ein Stich tut weh. Aber schlimm ist er wirklich nicht. Jedenfalls weniger schmerzhaft als ein Wespenstich. Und der erste Schmerz geht schnell vorbei. Gefährlich ist es nur, wenn jemand allergisch reagiert: dann kann es zu heftigen Schwellungen oder sogar Schockreaktionen kommen. Das ist allerdings höchst selten der Fall. Imker behaupten sogar, das Bienengift wäre gesund. Na gut, deshalb würde ich mich trotzdem nicht freiwillig stechen lassen…

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Die Königin ist tot – es lebe die Königin!

Königin auf Wabe

Nur ein geübtes Auge erkennt sie ohne Punkt

Hurra, „die Neue“ ist in Amt und Würden! Tatsächlich haben wir heute gemeinsam mit unserem erfahrenen Imker in unser Bienenvolk geguckt und siehe da: Es war alles da, was zu dieser Jahreszeit das Imkerherz erfreut: frisch gelegte Eier, kleine und größere Brut, verdeckelte Zellen, in denen sich die Bienen entwickeln – und natürlich die Königin. Das alte Volk akzeptiert sie hoffentlich weiterhin, und sie wird vorläufig noch von ihrem Begleitvolk beschützt. Auf dem Bild seht ihr sie mit dem gelben Fleck auf dem Rücken. Der stört sie nicht besonders, erleichtert uns aber das Auffinden in all dem Gewusel. Auch schön zu sehen, dass zwei Bienen sich um sie kümmern – sie wird nie allein gelassen, sondern ständig gefüttert und gepflegt. Sie ist nun mal die Wichtigste im ganzen Haus: Ohne sie kein Nachwuchs und damit das sichere Ende des Volkes. Sie verlässt nur EINMAL im Leben den Bienenstock, als jung geschlüpfte Königin, fliegt zu den Plätzen, an denen sich die Drohnen sammeln, hat deftigen Sex (im Flug! Mit mehreren Jungs  nacheinander! Die sterben dabei!), kommt dann zurück und legt ab da pausenlos Eier, bis zu 2.000 am Tag!

Jedenfalls: Wir waren sooo erleichtert! Offenbar waren wir zu nervös und ungeduldig beim letzten Mal und haben nicht richtig aufgepasst.

Dann kam aber noch ein großes Stück Arbeit auf uns zu…. Weiterlesen

Geduldsprobe

Leider wissen wir immer noch nicht, ob die neue Königin das Regiment übernommen hat – erst war es zu nass und zu kalt, dann kriegten wir keinen gemeinsamen Termin mit unserem erfahrenen Imker hin, den wir bei heiklen Sachen gern dazu bitten – also müssen wir noch etwas Geduld haben. zeitungsschnipselImmerhin bin ich doch heute zur Parzelle gefahren und um den Bienenstock herumgeschlichen, habe den Gitterboden herausgezogen und da lagen die Schnipsel der Zeitung, durch die sich die Bienen gebissen haben, um zueinander zu kommen.  Weiterlesen

Katastrophenalarm!

Eigentlich wollten wir heute in unser Völkchen reingucken um zu sehen, dass alles prima läuft. Also das wäre: Viele Bienen, die über die Waben laufen, eine Königin mittendrin und frisch gelegte Eier oder schon kleine Brut, aus der sich dann bald die jungen Bienen entwickeln würden.

Blick in eine Wabe mit Bienen

Weiselnäpfchen

Wabe mit Weiselzellen

Wabe mit Weiselzellen

 

 

 

 

 

 

Aber stattdessen: ein ganz nervöses Brummen empfing uns beim Öffnen des Bienenstocks, keine frische Brut und zusätzlich einige große Zellen, die die Bienen dann anlegen, wenn sie sich eine neue Königin heranziehen wollen oder müssen. Auf den Fotos seht ihr diese runden dicken „Weiselzellen“, wenn ihr genau guckt – ist wie ein Suchbild!
Aus diesen Zeichen gab es für uns nur eine Botschaft: es ist keine Königin mehr da! Weiterlesen