Begegnungen im Friedenstunnel

Bunt beleuchteteFriedenstunnel, Tunnel mit vielen Menschen

(c) Hannah Lena Puschnig

Am 14. August lud der Verein „Bremen setzt ein Zeichen e.V.“ zu den Tunnel-Begegnungen 2016 ein. Das Fest im Rembertitunnel stand dieses Mal unter dem Motto „Vielfalt, Toleranz und Verständigung“. Nachbarn, Interessierte und vor allem Geflüchtete waren eingeladen, bei kostenlosem Kaffee und Kuchen unterschiedlichen Musikeinlagen zu lauschen.

Ein Zeichen für den Frieden: Der Friedenstunnel

Friedenstunnel, Schriftzug auf farsi: Frieden

(c) Hannah Lena Puschnig

Seit 2015 ist der Rembertitunnel ein Friedenstunnel. Die Idee für das Projekt entstand 2001 nach den Anschlägen des 11. Septembers. Der Tunnel präsentiert Religion als Mittel zum Erreichen eines interkulturellen Friedens. Auf Tafeln stehen Zitate aus unterschiedlichen Kulturen und Glaubensrichtungen, die sich mit dem Thema Frieden befassen. Auf einem Mosaik darüber steht das Wort „Frieden“ in unterschiedlichen Sprachen geschrieben. Der Tunnel soll ein Ort der Bildung sein. Schon jetzt wird er von Schulklassen besucht.

Friedenstunnel Symbol mit Taube und Schlüssel

(c) Hannah Lena Puschnig

Begrüßt wurden die Gäste von der Initiatorin des Projekts, der Bremer Künstlerin Regina Heygster. Gut gelaunt stellte sie das Programm vor. Noch bevor Bürgermeister Carsten Sieling ein paar Worte an die Gäste richtete, sang Babette Handke auf besonderen Wunsch von Heygster „Imagine“ von John Lennon. Dieses Lied des verstorbenen ehemaligen Mitglieds der Beatles wird oft als Hymne für Frieden und eine bessere Welt genutzt – passend also für die Veranstaltung.

Neubremerinnen und Neubremer willkommen heißen

Friedenstunnel, zwei Personen mit Mikrofon

(c) Hannah Lena Puschnig

Herr Sieling hielt seine Ansprache kurz und knapp. Er erinnerte daran, dass alle Religionen sowohl eine aggressive, als auch eine friedliche Seite hätten. Daran müsse man sich erinnern. Sich mit dem Glauben anderer auseinander zu setzen, sei wichtig, um die „Neubremerinnen und Neubremer“ willkommen heißen zu können. Neben dem Bürgermeister, der sich mit den Gästen fotografieren ließ, kamen auch andere Abgeordnete und Altbürgermeister Henning Scherf. Er ging von Tisch zu Tisch und schüttelte Hände.

Frau mit Geige auf der Bühne

(c) Hannah Lena Puschnig

Die Musikauftritte waren abwechslungsreich: Es gab Geigenklänge, „Friedensjodeln“ und ein Ständchen der Ukulele-Freunde. Für die, die so eine Veranstaltung auch gerne besucht hätten, es aber nicht geschafft haben, besteht kein Grund zur Sorge: Musik gibt es im Tunnel jeden Sonntag ab 12 Uhr. Welche Musiker an welchen Tagen auftreten, steht auf der Webseite des Vereins.

Hannah Lena Puschnig

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