Eine Ohrfeige für Alleinerziehende!

Bundesfinanzminister Schäuble setzt steuerliche Benachteiligung fort und löst Koalitionsvereinbarungen nicht ein: Alleinerziehende sollen mal wieder leer ausgehen. Verantwortlich für diesen Skandal ist Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble.

Während er das Kindergeld um etwa 4 Euro monatlich anhebt, ist von der vereinbarten steuerlichen Entlastung von Alleinerziehenden nicht mehr die Rede. Diese ist aber Bestandteil des Koalitionsvertrages!

Der Bundesfinanzminister übergeht damit die Bundesfamilienministerin, die sich für die Entlastung  Alleinerziehenden einsetzt. Denn sie hat verstanden, dass alleinerziehende Mütter und Väter im Alltag deutlich mehr zu leisten haben, als Familien mit zwei Elternteilen. Dazu tragen Alleinerziehende ein weitaus höheres Armutsrisiko mit dramatischen Konsequenzen für sich und ihre Kinder. Jede 5. Familie in Deutschland ist eine Einelternfamilie. Zu 90 Prozent sind es alleinerziehende Frauen. Etwa 1,5 Millionen Frauen ziehen ihre Kinder ohne Partner groß. Im Steuersystem werden sie zusätzlich noch benachteiligt und fast wie Singles besteuert.

Weiterhin Benachteilung von Alleinerziehenden gegenüber Verheirateten?!

Für sie ist die Ignoranz des Bundesfinanzministers ein Schlag in das Gesicht. Denn er will offenbar Alleinerziehende gegenüber Verheirateten auch weiterhin steuerlich benachteiligen. Ehepaare, auch ohne Kinder, haben durch das Ehegattensplitting bis zu 15.000 Euro jährlich mehr. Alleinerziehende schauen in die Röhre. Der staatliche Entlastungsbetrag stagniert seit mehr als zehn Jahren bei 1.308 Euro.

Die BAG (Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauenbüros und Gleichstellungsstellen) kritisiert diese Diskriminierung von Alleinerziehenden und unterstützt die Kampagne des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV):  „UmSTEUERN – keine Familie II. Klasse. Steuergerechtigkeit für Alleinerziehende“

In einem Brief hat sich die BAG an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble gewandt und fordert ihn dazu auf, der Realität Rechnung zu tragen und Alleinerziehende endlich als eine gleichberechtigte Lebensform sowohl rechtlich als auch finanziell anzuerkennen und wertzuschätzen.

Pressemitteilung

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