Vegan gefrühstückt, feministisch diskutiert

feministisches Frühstück, Drei frauen nehmen sich Speisen bei einem Frühstücksbuffet. Im Hintergrund sind weitere Frauen, die sich Unterhalten. Eine Wand im Hintergrund ist mit Plakaten behangen.

(c) Laura Müller-Hennig

Am 21. Januar trafen sich Feminist*innen und Interessierte aus Bremen und dem Umland das erste Mal zum feministischen Frühstück unter dem Motto „We eat gender norms for breakfast!“. Das Format stammt aus Hannover, wo es von der Kampagne „Wer braucht Feminismus?“  veranstaltet wird. Durch die frauenseiten und die Speakerin Fränzy wurde das Format am vergangenen Sonntag erstmals nach Bremen geholt. Und es zeigte sich auch in Bremen großes Interesse an der Veranstaltung. Die Gästeliste war rasch gefüllt und insgesamt erschienen fünfunddreißig Personen zum Frühstück im Kulturzentrum Lagerhaus in der Schildstraße.

Privilegien gemeinsam hinterfragen

Es trafen sich die Feminist*innen, um zusammen vegan zu schmausen, zu diskutieren und sich zu vernetzen. Dabei gab Fränzy den Input-Vortrag „Let’s Talk Privilege“ über das Thema Intersektionalität und die Wichtigkeit dieser für den Feminismus. Intersektionalität sagt aus, dass sich verschiedene Formen von Diskriminierung überschneiden. Im Vortrag zeigte Fränzy auf, wie die verschiedenen Formen, wie race, class und gender untereinander und mit anderen Formen der Unterdrückung verknüpft sind – ohne dabei den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Denn Fränzy machte deutlich, dass es im Feminismus immer etwas Neues zu lernen gibt und immer wieder neue Privilegien aufgedeckt und hinterfragt werden müssen. Wichtig dabei: Den Menschen, die zum Beispiel durch Rassismus, Antisemitismus, oder Heterosexismus unterdrückt werden, wirklich zuzuhören. Obwohl die Inhalte des Vortrags sehr breit gefächert waren, war dieser für einige sicherlich eine gute Einführung in das theoretische Konzept der Intersektionalität. Dies hatte auch den Vorteil, alle Gäste auf den gleichen Nenner zu bringen.

feministisches Frühstück, Ein bestrichenes Brötchen mit Brotaufstrich und einem Buttermesser auf einem Grünen Teller. Davor liegen Flyer von den Frauenseiten. Dahinter steht ein Schildchen mit der Aufschrift "Was ist Intersektionalität?"

(c) Laura Müller-Hennig

Der Vortrag führte zu einer regen Diskussion, in der sich Feminist*innen älterer Generationen mit Jüngeren austauschen konnten und dabei ihre Meinungen und Erfahrungen zu Diskriminierung und Privilegien teilten. Dabei kamen verschiedene Ansichten zu Wort. Trotz der heißen Diskussion blieb die Atmosphäre entspannt. Nicht zuletzt, weil Fränzy im Vortrag deutlich machte, dass sich Meinungen weiterentwickeln dürfen. Nach dem Vortrag setzten sich die Feminist*innen zusammen, um untereinander weiter zu plaudern oder zu debattieren.

Wenn ihr Interesse habt am nächsten feministischen Frühstück selber teilzunehmen, dann schreibt eine Mail an frauenseiten@bremen.de, um in unsere Mailingliste aufgenommen zu werden! Sobald ein neues feministisches Frühstück geplant wird, werdet ihr sofort informiert.

 

Kathy Hemken

 

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