Friedensnobelpreis für Malala

TERRE DES FEMMES, die Menschenrechtsorganisation für Mädchen und Frauen, gratuliert Malala Yousafzai zum Friedensnobelpreis 2014

Die Auszeichnung Malalas mit dem Friedensnobelpreis ist ein wichtiges Zeichen für die Bedeutung von Mädchenbildung und die Stärkung von Mädchenrechten weltweit. „Seit Jahren kämpft TERRE DES FEMMES dafür, dass Mädchen weltweit Zugang zu Bildung erhalten. Denn Bildung ist der Schlüssel für ein selbstbestimmtes Leben. TERRE DES FEMMES unterstützt deshalb neun Partnerorganisationen auf vier Kontinenten und ermöglicht dort Mädchen einen Zugang zu Bildung“, erläutert Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES. In vielen Regionen der Welt gilt das Recht auf Bildung für Mädchen nur auf dem Papier: Von den 774 Millionen AnalphabetInnen weltweit sind fast zwei Drittel Mädchen und Frauen. Ihre Rechte werden zudem immer wieder von radikalen Gruppen wie der Terrorgruppe Boko Haram in Nigeria bedroht.

Portrait Malala Yousafzai

Malala Yousafzai at Girl Summit 2014 (c) Russell Watkins/Department for International Development, https://www.flickr.com/photos/dfid/14714344864/

Im November diesen Jahres reiste Malala nach Nigeria, um sich über die aktuelle Situation von Mädchen und Frauen sowie die Terrormiliz Boko Haram zu informieren. Boko Haram geht mit aller Brutalität dagegen vor, dass Mädchen zur Schule gehen, überfällt gezielt Bildungseinrichtungen in der Region und entführt Schulmädchen. „TERRE DES FEMMES ist sehr besorgt um die Sicherheit von Schülerinnen in Nigeria und den Grenzregionen. Auch die Schülerinnen unserer Partnerorganisationen in Nordkamerun sind in Gefahr. Zurzeit werden 62 Mädchen im Alter zwischen 14 und 24 Jahren unterrichtet“, so Stolle. „Sicherheitsvorkehrungen für die Schülerinnen der gesamten Region müssen getroffen werden! Hier sind die Regierungen Nigerias und Kameruns in der Pflicht. Zudem fordern wir die deutsche Bundesregierung auf, sie dabei umfassend zu unterstützen,“ fordert Stolle.

Die Schrecken der Terrormiliz Boko Haram führen dazu, dass immer mehr Familien in der Region aus Angst ihre Töchter vor Überfällen nicht zur Schule schicken“, so Stolle. TERRE DES FEMMES förderte den Bau einer Mädchenschule in Nordkamerun mit eigenen finanziellen Mitteln und erhielt außerdem Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Am 13. März 2014 konnte das neue Gebäude der Mädchenschule in Nordkamerun eingeweiht werden.

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