Vor einem Jahr haben wir mit der ehrenamtlichen Torfkahnführerin Silke Behnen gesprochen. Genau zum internationalen Tag der Frauen in der Seefahrt am 18. Mai. Damals war der Wunsch, auch hauptberuflich auf einem Schiff zu arbeiten, schon da. Wie ist es ihr seitdem ergangen?

Liebe Bremer Frauen, im letzten Jahr habt ihr von mir gehört, weil ich eine der wenigen Frauen bin, die Torfkahnschipperin ist. Diesem wunderschönen Hobby gehe ich weiterhin nach. Aber auch beruflich habe ich den Schritt in die Schifffahrt geschafft. Mein Dank geht an die Weserfähre GmbH in Bremerhaven, die mir als Decksfrau auf ihren Fähren den Quereinstieg ermöglicht hat. Nun werde ich über das Sammeln von Fahrtagen (Tage, die man auf dem Schiff fährt) meine Ausbildung von der Decksfrau bis zur Kapitänin angehen. Es ist noch ein weiter Weg. Der nächste Schritt ist die Matrosenprüfung im Winter.
Seit Februar diesen Jahres arbeite ich auf einem Bunkerboot der Firma Hoyer. Das heißt, wir sind sozusagen eine mobile Tankstelle auf der Weser.

Wir fahren von Schiff zu Schiff und über dicke Schläuche gelangt der Treibstoff auf das andere Boot. Vielleicht hat mich auch schon einmal jemand gesehen in der Stadt, wenn wir mit unserem Boot Bunkerservice 4 die Ausflugsschiffe bunkern.
Es sind so viele neue Eindrücke und Aufgaben, dass ich sehr dankbar bin, dass mich so viele Menschen unterstützen, sei es in der Betreuung meines Hundes oder aber sämtliche Belange an und auf einem Schiff. Die Arbeit macht Spaß und ich hoffe, euch nächstes Jahr zum Tag der Frau in der Schifffahrt als Matrosin begrüßen zu dürfen. Eure Silke.
Gastbeitrag Silke Behnen



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