Über gesundes Essen oder: ein Beitrag zum körperpositiven Lebensgefühl

Pommes und Cheesburger

(c) Willhöft

„Oh ja, einen Nudelsalat mit viel Majo!“ – „Ich habe auch eine gesunde Variante!“, so war heute Morgen in der Redaktion das Gespräch zwischen Hannah und mir, als wir uns darüber austauschten, was wir denn zu essen machen könnten.

Kurz nachdem ich es aussprach, bereute ich meinen Hinweis auf die gesunde Variante schon wieder. Wieso muss heutzutage alles so gesund sein?, dachte ich mir selber.

Von Fast Food zum Gesundheitswahn

Ich selber hatte eine Jugend, in der es mit dazugehörte, sich nach der Schule Chips beim nächsten Supermarkt zu kaufen und sich danach eine Fertigpizza in den Ofen zu schieben. Heutzutage nehme ich das nicht mehr wahr. Alles soll nur noch gesund sein, überall.

Obstbecher in der Hand haltend

(c) Willhöft

Es fällt auf, die Fernsehwerbung bombardiert uns mit Spots über die neusten Diätprogramme oder Fitnessstudios und die Bäckerei von nebenan bietet jetzt auch ihre Brote mit Chiasamen an. Gesunde Ernährung und ein gesunder Lebensstil sind die gefühlten Trends.

Und, ich gebe es zu, auch von mir. Ich versuche, mich so gesund zu ernähren wie möglich und alle überflüssigen Kalorien wegzulassen, zumindestens meistens. Bei mir hat das nicht viel mit den angeblich zu vielen Kalorien zu tun, die sich auf meiner Hüfte breit machen könnten, sondern eher mit einem Körpergefühl. Ich fühle mich nach einer Packung Chips nun einfach nicht mehr richtig wohl und die Fertigpizza stimuliert meine Genussknospen auch nicht mehr.

Bei mir ist es vor allem die unreine Haut, die sich zuerst bemerkbar macht, wenn ich meine, einige Wochen nicht mehr auf meine Ernährung achten zu müssen.

Und dann kommt es und ich bin wieder in meinem Teufelskreis drin. Ich setze mich auf Entzug. Zuckerentzug. Alle Lebensmittel, die mir angeblich nicht gut tun, werden verbannt. Nun warte ich zwei Tage, fühle mich schlapp und schaffe nichts mehr.

Die Balance macht’s (und eine Einstellung, die körperpositiv ist)

Seit einiger Zeit händle ich es mit meiner Ernährung eigentlich ganz einfach. Ich höre auf meinen Körper und auf mein Gefühl. Wenn ich mich danach sehne, einen Döner zu essen oder abends vor dem Fernseher mein Lieblingseis zu genießen, tue ich das. Fühle ich mich wieder zu voll und nicht so wohl in meiner Haut, greife ich eben zu meinem Lieblingssalat oder koche mir gesunde Varianten von meinem Lieblingsessen.

Alternativen, die schmecken, wie Pizza selbstgemacht zum Beispiel, sind immer gut. Zu wissen welche Lebensmittel man seinem Körper zuführt, ist für mich persönlich ein wichtiger Punkt, wenn ich über gesundes Essverhalten nachdenke. Jede*r muss selber auf ihren/seinen Körper hören und versuchen herauszufinden, was für sich selbst am besten klappt – und wie sie oder er sich am besten fühlt.

Julia Willhöft

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