Unsere Männer der Woche: Hank und John Green

Im Rahmen unserer wöchentlichen „Frau der Woche“-Kategorie möchten wir euch hin und wieder natürlich auch Männer vorstellen, die uns bewegt haben und deren Engagement ihnen einen Platz auf unserer Seite sichert. Heute sind dies zwei Brüder, Hank und John Green, die über Youtube und ihre Projekte ihren Beitrag zu einer besseren Zukunft leisten.

John Green, ein junger braunhaariger mann mit Brille, steht vor einer blaugepunkteten Leiwnand mit einem Mikrofon in der einen und einer Kamera in der anderen Hand. er trägt ein graues Jackett und ein weißes Hemd.

By John Smith (Own work) CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Vlogbrothers: Spaß, Aufklärung und Bildung

Am bekanntesten dürften die beiden für ihren Youtubekanal „Vlogbrothers“ sein. Vor zehn Jahren starteten die beiden einen gemeinsamen Kanal. Hank und John kommunizieren über diesen Kanal, anfangs nur sporadisch, jetzt aber mit einem geregelten Zeitplan, Hank dienstags, John freitags. In diesen zehn Jahren hat sich das Konzept der Vlogs aber weiterentwickelt. Aus witzigen Top 10s, gegenseitigen Herausforderungen und witzigen Konzepten wurden gesellschaftskritische und politische Kommentare. Es geht oft um aktuelle politische Ereignisse, sei es die Ukraine-Krise, die US-Wahl für Donald Trump oder gar die Flüchtlingskrise. Quellen werden immer angegeben, die Argumentation von beiden Seiten gezeigt und vor allem klar und simpel erklärt. Dies sichert ein Forum für Aufklärung und einen offenen Dialog, gerade unter jungen Zuschauern. Das Interesse der beiden an Bildung und Politik zeigt sich wiederum auch in ihren zahllosen Kanälen der CrashCourse-Reihe: Literatur, Politik, Soziologie, Geschichte, Physik – alles fundierte, gut recherchierte Beiträge zu sämtlichen Themen.

Kreative Projekte

Sowohl Hank als auch John sind aber auch in anderen, eigenen Projekten unterwegs. John Green ist ein mittlerweile weltbekannter Autor, dessen Romane auch schon verfilmt wurden: The Fault in Our Stars (dt. Das Schicksal ist ein mieser Verräter) oder Paper Towns (dt. Margos Spuren), um nur zwei zu nennen. Viele seiner Romane drehen sich um Selbstfindung, Teenager-Erfahrung und das Erwachsen werden. Dies macht sie besonders wichtig für Jugendliche, die sich in Greens Romanen oft wiedererkennen oder Trost finden. Hank wiederum ist seit Jahren als Musiker tätigt. Er teilt seinen Touralltag auf seinem Youtube-Kanal und gründete außerdem eine eigene Plattenfirma.

Junger blonder Mann mit schwarzer Brille namens Hank Green sitzt vor einem schwarzen, übervollen Bücherregal. Er lächelt in die Kamera und trägt ein graues Hemdn über einem schwarzen Shirt. Seine Hand mit ausgestrecktem Zeigefinger ist erhoben.

By User of the Vlogbrothers YouTube channel (https://www.youtube.com/user/vlogbrothers/) CC BY 3.0 via Wikimedia Commons

Project for Awesome

Eines der größten Projekte der Brüder für wohltätige Zwecke ist das Project for Awesome. Project for Awesome ist eine zweitägige Aktion auf Youtube. Das Ziel dieser Aktion ist ganz salopp und einfach: „to decrease world suck“ – um die Welt weniger schei*e zu machen. Für diese zwei Tage sollen auf der Videoplattform möglichst viele Videos hochgeladen werden, die für eine bestimmte Organisation werben. Zusätzlich dazu läuft für 48 Stunden ein Livestream mit Hank und John Green. Sowohl die Community als auch die Macher*innen wählen aus den hochgeladenen Videos Organisationen aus, die besonders unterstützenswert sind. Daraufhin kann an diese Organisationen gespendet werden. Dieses Jahr wird das Project for Awesome vom 15.-17. Dezember stattfinden. In den letzten beiden Jahren wurden so über 1.000.000 US-Dollar für wohltätige Zwecke gesammelt. Dies überschreitet das gesetzte Ziel von 250.000 US-Dollar deutlich und zeigt den Erfolg der Aktion.

In einer Zeit, in der man auf Youtube und im Allgemeinen online oft nur oberflächliche Videos und Fake News findet, sind Influencer*innen wie Hank und John Green wichtig. Denn Menschen wie sie können einer webbasierten Generation die wichtigen Themen der Welt näher bringen und dabei vielleicht auch noch die Welt etwas besser machen.

Kim Hofschröer

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