Presse-Pott 04/01

Unsere Pressezusammenfassung der ersten Aprilwoche:

Bremer Volkshochschule erweitert ihre Weiterbildungsangebote mit der vhs.cloud

Zwei Logos in bunten Farben

(c) VHS Bremen

Der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) und die Volkshochschulen haben jetzt mit der vhs.cloud die bundesweit erste Lern- und Arbeitsumgebung für die Weiterbildung im digitalen Zeitalter an den Start gebracht. Als eine der ersten Volkshochschulen in Deutschland erweitert die Bremer VHS ihre Weiterbildungsangebote mit der vhs.cloud.

Die Direktorin der Bremer Volkshochschule, Dr. Sabina Schoefer, hat sich für digitales Lernen und Lehren besonders engagiert. „Die vhs.cloud vernetzt über 900 organisatorisch selbstständige Volkshochschulen digital zu einer unglaublichen Weiterbildungs- und Wissenslandschaft. Eine solche bundesweite Vernetzungsplattform ist in der deutschen Bildungslandschaft absolut einmalig. Die vhs.cloud hat das Potenzial, eine Quelle hochwertiger und personalisierter OER-Materialien (Open Educational Resources) von und für VHS-Dozentinnen und -Dozenten zu werden und damit aktiv die Qualitätssicherung zu fördern. Das ist ein gewaltiger Schritt, damit Menschen der Digitalisierung lernend folgen können“, sagt Dr. Sabina Schoefer.

Matthias Höper, der an der Bremer VHS den Fachbereich Computer & IT leitet, skizziert die ersten Erfahrungen in der vhs.cloud: „Wir nutzen die vhs.cloud, um in einer sicheren Umgebung laufend in Kontakt mit unseren Dozentinnen und Dozenten zu sein und neue Ideen zur Kursgestaltung zu entwickeln. Auch erste Kurse finden in dieser digitalen Umgebung statt. Die bisherige Lernplattform zur Fortbildung von Dozentinnen und Dozenten wird in Kürze ganz in die vhs.cloud umziehen.“

In Bremen arbeiten Dozentinnen und Dozenten bereits mit der vhs.cloud, um online selbst gestaltete Lernbausteine zur Verfügung zu stellen, zum Beispiel zum Thema „Bloggen“. Nach dem Kursus tauschen sich die Teilnehmenden zusätzlich in einem geschlossenen Forum aus. Die Dozentinnen und Dozenten haben hier noch die Möglichkeit, zu moderieren oder Feedback zu geben. Im Bereich Deutsch als Fremdsprache gibt es online interaktive Zusatzaufgaben, Lesetipps oder Linklisten. In einem Kurs zum Thema Musikproduktion werden Audio-Samples in der vhs.cloud gesammelt. „Bisher ist es üblich gewesen, dass Dozentinnen und Dozenten für die digitalen Anteile ihrer Kurse auf ihre privaten Nutzerkonten bei Social-Media-Diensten und anderen Tools zurückgegriffen haben, was in Sachen Datenschutz und Datensicherheit problematisch ist“, sagt Matthias Höper. Die Tools der vhs.cloud sind weitgehend selbsterklärend und ihr Einsatz steigert die Motivation – bei allen Beteiligten im Kurs, hat die Pilotphase gezeigt.

Große Potenziale sehen Dr. Sabina Schoefer und Matthias Höper bei der überregionalen Vernetzung. Aktuell werden bundesweit neue digitale Lernformate von zahlreichen Volkshochschulen in mehr als 30 regionalen Verbünden, so genannten DigiCircles, entwickelt. Durch den Zugang per Webbrowser oder App liefert die vhs.cloud alle Voraussetzungen für eine medien- und ortsunabhängige Nutzung. Kurse, die an einer einzelnen VHS wenige Buchungen zu verzeichnen haben, finden künftig statt, weil sich Volkshochschulen in verschiedenen Regionen digital zusammentun und Angebote im virtuellen Klassenraum entwickeln. Alle Lernangebote in der vhs.cloud lassen sich individuell zusammenstellen – je nach Wissenstand der Kursteilnehmenden. In einer geschützten Umgebung können sich auch diejenigen bedenkenlos bewegen, die sich noch nicht so gut auf digitalen Plattformen auskennen.

Die vhs.cloud ist das Herzstück einer zeitgemäßen Infrastruktur für digitales Lernen in der Weiterbildung. Volkshochschulen wollen damit einer digitalen Spaltung der Gesellschaft entgegenwirken und digitale Teilhabe für alle ermöglichen, insbesondere für jene, die keine Digital Natives sind, also Ältere, aber auch Berufsrückkehrer, Erwerbslose und Menschen mit Grundbildungsbedarf.


Norddeutscher Wissenschaftspreis 2018 ausgeschrieben

Norddeutsche Kooperationen im Bereich Lebenswissenschaften

Der Norden forscht – gemeinsam und erfolgreich. Diese Erfolge sollen noch besser sichtbar gemacht werden, auch über die Ländergrenzen hinaus. Die Norddeutsche Wissenschaftsministerkonferenz fordert daher dazu auf, sich für den länderübergreifenden Wissenschaftspreis zu bewerben. Der Einsendeschluss ist der 15. August 2018.

Der Wettbewerb wird in diesem Jahr für norddeutsche Kooperationen im Themengebiet „Lebenswissenschaften“ ausgeschrieben. Hier erbringt die norddeutsche Forschung hervorragende, national und international konkurrenzfähige Leistungen in hochaktuellen Themengebieten. Die Wettbewerbsbeiträge können Kooperationen aus allen Gebieten der Lebenswissenschaften umfassen, zum Beispiel Biologie, Ernährungswissenschaften, Medizin, Pharmazie und Pharmakologie, Umwelt- oder Agrarwissenschaften. Es werden Projekte von der grundlagen- und anwendungsorientierten Forschung bis hin zur klinischen Forschung berücksichtigt.

Der Norddeutsche Wissenschaftspreis wird seit 2012 verliehen. Ab 2018 wird er in zweijährigem Turnus gemeinsam von den Wissenschaftsministerien der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, der Freien Hansestadt Bremen und der Freien Hansestadt Hamburg verliehen. Die Ausschreibung findet jeweils in den folgenden, wechselnden Kategorien statt: Natur- und Technikwissenschaften, Lebenswissenschaften sowie Sozial- und Geisteswissenschaften.

Die Federführung für die Vergabe des Preises hat in diesem Jahr die Hansestadt Bremen. Der mit 250.000 Euro dotierte Preis wird Ende November 2018 in einem feierlichen Akt in Bremen verliehen.

Weitere Informationen:
Bewerbungen für den zweiten Norddeutschen Wissenschaftspreis sind noch bis zum 15. August unter folgender Adresse möglich:

Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen (WKN)
Geschäftsstelle
– Norddeutscher Wissenschaftspreis 2013 –
Schiffgraben 19
30159 Hannover

Bei Fragen zu Antragstellung:
Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen (WKN)
Dr. Birgit Albowitz
Tel.: 0511 / 120 8856
Birgit.Albowitz@wk.niedersachsen.de

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage unter:
www.norddeutscher-wissenschaftspreis.de

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