Presse-Pott 04/04

Unsere Pressezusammenfassung der vierten Aprilwoche

Zukunftstag im Bremer Rathaus (Senatspressestelle)

Hausfront mit  Fenstern

Jedes Jahr am letzten Donnerstag im April schwärmen Kinder und Jugendliche in Unternehmen und Betriebe aus und erhalten Einblicke in die verschiedenen Arbeitswelten. Dabei steht im Fokus, dass auch die für das eigene Geschlecht nicht typischen Berufe kennengelernt werden. Im Bremer Rathaus gingen heute (26. April 2018) Mädchen und Jungen den Fragen nach: Was macht die Regierungszentrale in Bremen? Wie wird eine Senatssitzung vorbereitet? Und welche Aufgaben hat die Pressestelle des Senats?

Bürgermeister Carsten Sieling begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Beginn des Tages im Festsaal des Rathauses. Die anschließende Stunde nutzten die Jugendlichen, um mehr über den Bürgermeister und seine Arbeit zu erfahren. Besonders interessierte die Schülerinnen und Schüler, was aus seiner Sicht besonders wichtig ist für das Amt des Präsidenten des Senats. „Ein Bremer Bürgermeister sollte gute Ideen für die Zukunft des Landes haben. Mir persönlich ist wichtig, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der alle die gleichen Chancen haben“, antwortete Carsten Sieling.

Auch die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten, die über das Aus- und Fortbildungszentrum im Rathaus angeboten werden, wurden vorgestellt. So zeigten u.a. die Auszubildenden des Banketts den jugendlichen Gästen, wie Servietten gefaltet werden und berichteten aus ihrem Arbeitsalltag. Sie erlernen in der Senatskanzlei den Beruf des Restaurantfachmannes bzw. der Restaurantfachfrau – eine Ausbildung, die noch überwiegend von Mädchen gewählt wird. Nach einem Blick in das Goldene Buch der Stadt und der Chance einmal am Kabinettstisch im Senatssaal gesessen zu haben, wurden die Mädchen und Jungen in ihren „Feierabend“ entlassen.


Breites Bündnis fordert die Aufhebung von § 219a StGB (BAG)

Aus dem Logo der Bundearbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros

© Website der BAG

In einem offenen Brief an die Bundesregierung und die Fraktionsvorsitzenden von CDU/CSU und SPD fordern das Zukunftsforum Familie (ZFF) und der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) gemeinsam mit einem breiten Bündnis von 26 Verbänden und Organisationen den §219a StGB aufzuheben. Die unterzeichnenden Organisationen fordern die umfassende Informationsfreiheit über Schwangerschaftsabbrüche und Rechtssicherheit für Ärztinnen und Ärzte. […]

Folgende Verbände haben den Offenen Brief unterzeichnet:

  • Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. (AKF)
  • AWO Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V.
  • Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF)
  • Bundesarbeitsgemeinschaft Frauenpolitik Bündnis 90/DIE GRÜNEN (BAG Frauenpolitik)
  • BAG – Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros
  • Bundesjugendwerk der AWO e.V.
  • BFF Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe, Frauen gegen Gewalt e.V.
  • Bundesverband der Frauengesundheitszentren e.V.
  • Bundesverband der Mütterzentren e.V.
  • Bundesverband Liberale Frauen e.V.
  • Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung
  • DGB Frauen
  • Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe e.V. (DGPFG)
  • Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung (DGfS)
  • Deutscher Juristinnenbund e.V. (djb)
  • Evangelische Frauen in Deutschland e.V. (EFiD)
  • Feministische Offensive der LINKEN.
  • Humanistischer Verband Deutschlands (HVD)
  • Landesverband Mütter- und Familienzentren in Bayern e.V.
  • Netzwerk Frauengesundheit Berlin
  • pro familia Bundesverband e.V.
  • Schwangerschaftsberatungsstelle BALANCE
  • SelbstHilfeInitiative Alleinerziehender (SHIA) e.V. Bundesverband
  • Sozialverband Deutschland e.V. SoVD
  • Verband alleinerziehender Mütter und Väter, Bundesverband e.V. (VAMV)
  • Zukunftsforum Familie e.V.

Komm ins Team – Kräfte für Kitas gesucht

Werbekampagne flankiert Maßnahmen zur Fachkräftegewinnung

Kinder spielen am Bauernhaus

(c) K. Ammermann

Der Ausbau von Krippen- und Kitaplätzen schreitet voran. Im laufenden Kita-Jahr wurden und werden rund 2.000 Plätze geschaffen, im Kita-Jahr 2018/19 kommen etwa 1.600 dazu – das größte Ausbauprogramm Bremens seit Jahrzehnten. Für diese Plätze und zur Entlastung bestehender Kitas werden Erzieherinnen und Erzieher sowie weiteres Personal dringend gebraucht.

Viele Maßnahmen zur Fachkräftegewinnung werden bereits umgesetzt. Flankiert werden diese mit einer Werbekampagne. Eine Kombination aus Plakat-Werbung, City-Light Postern, Suchmaschinen- und Social-Media-Marketing sowie einer Webseite soll auf die Vorteile und Möglichkeiten, die das Berufsfeld Kindertagesbetreuung bietet, aufmerksam machen. „Die Werbekampagne ist ein weiterer Baustein für unsere Fachkräftegewinnung. Die hohe Anzahl an Bewerberinnen und Bewerbern für die praxisintegrierte Ausbildung und die guten Zahlen für die vollzeitschulischen Bildungsgänge haben gezeigt, dass sich viele Menschen für den Beruf interessieren. Aber auch bereits ausgebildete, ältere Erzieherinnen und Erzieher sowie mögliche Quereinsteiger werden angesprochen. Ich freue mich, dass wir mit Kita Bremen und Unterstützung der WFB Wirtschaftsförderung Bremen diesen Weg gehen, letztlich profitieren aber alle Träger“, sagt Dr. Claudia Bogedan, Senatorin für Kinder und Bildung.

In dieser Woche beginnt die Kampagne mit einer Welle von 150 City-Light-Postern. Anfang Mai werden Großplakate geklebt. Zwei weitere Wellen werden im Herbst 2018 und Frühjahr 2019 folgen. Hinzu kommen Suchmaschinen-Marketing und Werbung über Social Media Kanäle, die ebenso wie die Plakate auf die neue Webseite www.bremen.de/team-kita mit Informationen beispielsweise zu verschiedenen Wegen in die Ausbildung und Möglichkeiten für Quereinstiege hinweisen.

Die Werbekampagne ist ein Teil des Maßnahmen-Pakets zur Fachkräftegewinnung in Kindertageseinrichtungen der Stadt Bremen; dazu gehören:

  • Die Einführung der Praxisintegrierten Ausbildung (PIA) für Erzieherinnen und Erzieher mit 50 Plätzen ab 1. August 2018.
  • Die Aufstockung der Teilzeitausbildung für Erzieherinnen und Erzieher in Bremen und Bremerhaven.
  • Die Aufstockung der berufsbegleitenden Ausbildung für einschlägig vorgebildete Menschen sowie Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger.
  • Die Aufstockung der Vorbereitungskurse zur Externen-Prüfung.
  • Die Kapazitätserhöhung von Fachkräften im Anerkennungsjahr.
  • Anpassungsqualifizierungen für Menschen mit im Ausland erworbenen Abschlüssen, die eine Gleichstellung zur Erzieherin/ zum Erzieher anstreben.
  • Die Qualifizierung von Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern (Fortbildungsmodule werden derzeit konzipiert, und ab dem kommenden Schuljahr genutzt) für folgende Berufsgruppen:
    – Elementar-/Kindheitspädagog_innen
    – Erziehungswissenschaftler_innen
    – Heilerziehungspfleger_innen
    – Heilpädagog_innen
    – Pädagog_innen
    – Sozialarbeiter_innen
    – Musikpädagog_innen
    – Ergo-, Logo- & Motopäd_innen
    – Kinderkrankenpfleger_innen (Familien) Hebammen & Entbindungspfleger_innen
    – Lehramt (Primar)
    – Theater-, Kunst-, Musik- & Sportpädagog_innen & -therapeut_innen
  • Die Rekrutierung von Erzieherinnen und Erzieher im Ruhestand.

Zudem wird der Einsatz von „Entlastungskräften“ in besonders belasteten Kitas von Kita Bremen ermöglicht. In einer Kreativwerkstatt ist mit Vertreterinnen und Vertretern der Eltern, des Personalrats, Kita Bremen und des Ressorts für Kinder und Bildung vereinbart worden, sehr kurzfristig den Einsatz von Entlastungskräften über den bestehenden Personalschlüssel bzw. die bestehende Personalplanung hinaus zu ermöglichen. Zielgruppe sind geeignete Menschen mit verwandten/pädagogischen Qualifikationen oder mit Erfahrungen in der pädagogischen Arbeit. Eltern, deren Kinder eine Einrichtung besuchen, werden nicht in derselben Kita eingesetzt. Der Einsatz von Entlastungskräften kann nur erfolgen, wenn Stellen unbesetzt sind, ein hoher Krankenstand in den Einrichtungen gegeben ist oder sonstige besondere Überlastungssituationen bestehen. Die Ansprache, Gewinnung und Prüfung der Eignung interessierter Menschen erfolgt grundsätzlich durch die jeweilige Einrichtungsleitung, die Einstellung durch den Träger. Die Maßnahme gilt ab sofort und ist zunächst bis zum 31. Juli 2019 begrenzt.

Zum Beginn des Kitajahres 2018/19 werden nach aktuellen Daten gut 600 pädagogische Fachkräfte im Land Bremen mit staatlicher Anerkennung „auf den Arbeitsmarkt kommen“; davon 365 Erzieherinnen und Erzieher, rund 220 sozialpädagogische Assistentinnen und Assistenten sowie 18 Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger. Für den weiteren Kita-Ausbau bis 2020 werden voraussichtlich noch zwischen 600 und 750 zusätzliche Erzieherinnen und Erzieher oder andere pädagogische Fachkräfte gebraucht. Dies sind Prognosen, der tatsächliche Bedarf hängt von der Anmeldesituation ab. Die Schulplätze für die Ausbildungen, die zum anerkannten Einsatz in der Kindertagesbetreuung führen, werden insgesamt von 723 im Schuljahr 2017/18 auf 955 im Schuljahr 2018/19 weiter aufgestockt.

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