Presse-Pott 06/01

Unsere Pressezusammenfassung für die erste Juniwoche

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Berlin, 29.05.2018 – TERRE DES FEMMES fordert die Abtreibung in Deutschland endlich zu entkriminalisieren. Darauf hat sich die Frauenrechtsorganisation auf ihrer jährlichen Hauptversammlung mit großer Mehrheit am vergangenen Wochenende verständigt. Außerdem plädiert die Frauenrechtsorganisation dafür, dass Religion in Zukunft kein „ordentliches Lehrfach“, das heißt kein Pflichtfach mehr an Schulen ist, sondern ein freiwilliges Zusatzfach. Stattdessen sollte Ethikunterricht verpflichtend eingeführt werden. 

„Wir wollen mit diesen Forderungen die Selbstbestimmung und die Freiheit der Frauen stärken,“ erklärt Prof. Dr. Godula Kosack, Vorstandsvorsitzende von TERRE DES FEMMES. „Es geht darum, die gesellschaftlichen Veränderungen anzuerkennen und die Politik zu drängen, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen die Durchsetzung der Gleichberechtigung und die Bekämpfung der Diskriminierung von Frauen hohe Priorität hat“. 

„Die aktuelle Gesetzeslage zu Abtreibung führt dazu, dass in Deutschland Frauen mit dem Wunsch nach dem Abbruch einer Schwangerschaft schlecht beraten und behandelt sind“, sagt Kosack.  „In einer demokratischen Gesellschaft muss Frauen diese Option auf einem hohen Niveau zur Verfügung stehen.“  Aus diesem Grund muss der Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen in Deutschland durch ein ausreichendes Angebot an medizinischer Versorgung mit freier Methodenwahl und in Wohnortnähe gewährleistet werden. Außerdem soll neben einer offenen und transparenten Forschung auch der aktuelle Stand der medizinischen Entwicklung berücksichtigt sowie Patientinnen durch ausreichend geschulte ÄrztInnen adäquat und respektvoll beraten werden. Um dies zu erreichen, müssen die Paragraphen 218 und 219 aus dem Strafgesetzbuch und Paragraph 12 aus dem Schwangerschaftskonfliktgesetz ersatzlos gestrichen werden. Gleichzeitig steht es außer Frage, dass ÄrztInnen ihrem hippokratischen Eid nachkommen. 

Weiterhin sieht die Frauenrechtsorganisation durch die wachsende multikulturelle und multireligiöse Vielfalt, einen gesellschaftlichen Wandel, der im Schulunterricht berücksichtigt werden muss. Deshalb fordert TERRE DES FEMMES Ethikunterricht als integratives und wertevermittelndes Fach an allen öffentlichen Schulen als Pflichtveranstaltung anstelle eines konfessionell gebundenen Religionsunterrichts einzuführen. Dafür muss Artikel 7 Abs. 3 GG, der Religion als verpflichtendes Schulfach garantiert, geändert werden. Somit soll zukünftig eine Religionspolitik gewährleistet werden, die Artikel 3 Abs. 2 GG, das heißt die Gleichberechtigung von Frauen und Männern höher bewertet als Artikel 4 Abs. 2 GG, sprich die ungestörte Religionsausübung. Ein möglichst frühzeitig von allen SchülerInnen gemeinsam besuchter, wissenschaftlich fundierter Ethikunterricht trägt dazu bei, eigene und andere Wertvorstellungen kritisch zu hinterfragen und den Dialog mit Andersdenkenden zu üben.

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Berlin, 29.05.2018

Interessengemeinschaft Sozialrecht e.V. bietet einen neuen umfangreichen Ratgeber “Kostenübernahme für Verhütungsmittel: Können Hartz-4-Empfänger Kosten absetzen?”

  • Hartz 4: Werden Verhütungsmittel vom Jobcenter gezahlt?
  • Gibt es eine andere Möglichkeit, Kosten erstattet zu bekommen?
  • Informationen zu der Pille sowie der Dreimonatsspritze uvm.

Hier geht es zum Ratgeber: Hartz4hilftHartz4

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Bremen, 29.05.2018

Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport

Bremer Ferienkompass bietet Überblick zur Ferienbetreuung – familiennetz bremen erleichtert Eltern die Suche nach passenden Ferienangeboten

Schulkinder freuen sich: Am 28. Juni beginnen in Bremen die Sommerferien! Doch für viele Eltern stellen sich in der langen Ferienzeit die Fragen: Wie lasse ich mein Kind gut und verlässlich betreuen, wenn ich arbeiten muss? Welche Angebote sind passend und was muss ich bezahlen? Das familiennetz bremen bietet mit dem Bremer Ferienkompass die Möglichkeit zur gezielten Suche nach dem passenden Angebot für Eltern und Kinder.

Seit 15 Jahren ist das familiennetz bremen ein wichtiger Wegweiser in Sachen Familie. Die Servicestelle macht nun mit dem neuen Bremer Ferienkompass Ferienangebote in und außerhalb Bremens sichtbar. Unter www.bremer-ferienkompass.de können Eltern schulpflichtiger Kinder auf einen Blick individuelle Ferienangebote für ihre Kinder entdecken. Für jedes Ferienangebot gibt das familiennetz bremen die Angaben der Anbieter wie Kosten, Ort, Informationen zur Anmeldung und Kontaktdaten an – damit Eltern einen guten Überblick haben.

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Die Redaktion

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