Gute und weniger gute Neuigkeiten findet ihr im heutigen genderpolitischen Presse-Pott…
Gesetzgebungspanne
Bei einer Gesetzesreform 2016 wurde das Prinzip „Nein heißt Nein“ eingeführt. Dabei kam es – wohl unabsichtlich – zu einer Formulierungs-Panne, so dass die Vergewaltigung einer bewußtlosen Frau bereits nach fünf Jahren und nicht wie in anderen Fällen nach 20 Jahren verjährt. Das wurde jetzt durch Fälle in Hamburg bekannt und soll schnellstmöglich geändert werden.
House Bill 1232
Ein von Republikanischen Abgeordneten im Parlament von North Carolina (USA) eingebrachter Gesetzentwurf sieht vor, dass ein befruchtetes Ei noch vor der Einnistung in der Gebärmutter als menschliches Leben und Person mit vollen bürgerlichen Rechten angesehen werden soll: House Bill 1232. Wenn dieses Gesetz verabschiedet wird, würden Geburtenkontrolle, Invitrofertilisation, Kontrazeptiva kriminalisiert. Jeglicher Eingriff soll als Mord verfolgt werden und jede*r soll das Recht haben, Frauen zu ermorden (!), die Eingriffe vorhaben.
#EndEyeCheck
Collective Shout ist eine Plattform für Überlebende von „Schlafporn“ (ähnlich den Erlebnissen von Gisèle Pelicot), die auch dafür kämpft, die Webseiten zur Rechenschaft zu ziehen, die solche Bilder online stellen. Zusammen mit US Media Channel CNN haben sie die Enttarnung eines globalen Netzwerks vorangetrieben, das es (Ehe-) Männern und Partnern ermöglicht, ihre schlafenden oder betäubten Frauen, Freundinnen und Schwestern zu filmen und die Bilder ins Netz zu stellen. Zoe Watts und Amanda Stanhope, die mit CNN arbeiteten und ihre eigene Erlebnisse publik machten, starteten den Hashtag #EndEyeCheck – um alle Männer, die auf der Suche nach Pornos #EyeCheck eingeben, einen Denkzettel zu verpassen.
Brustkrebs: Es muss nicht immer Chemo sein
Ein neu entwickelter Genom-Test, der 50 verschiedene Gene innerhalb eines Brustkrebstumors untersucht, kann unterscheiden, welche Patientinnen auf eine Chemotherapie-Behandlung verzichten können. Der Prosigna-Test (von Veracyte) wurde nach den Ergebnissen der Optima-Versuchsreihe entwickelt, die am 30.5.2026 in Chicago vorgestellt wurden. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden jetzt Millionen von Frauen nach Brustkrebsoperationen keine darauffolgende Chemotherapie brauchen. Chemotherapie bringt meist sehr schwere langanhaltende Nebenwirkungen wie Haarverlust und Übelkeit mit sich.
Leben mit PMDS
Das ist die Abkürzung für die Prämenstruelle Dysphorische Störung, die die meisten von uns kennen, aber jetzt hat sie einen Namen und einen Platz im ICD-11 als gynäkologische Erkrankung mit dem Klassifizierungscode GA34. 41. Nora Kaiser von Pinkstinks schreibt über ihre eigene Erfahrungen damit und gibt Links und Information für Betroffene.
Ultraschallpflaster überwacht Schwangerschaften
Ein neues Ultraschallpflaster kann die kontinuierliche Überwachung von Risikoschwangerschaften übernehmen. Es funktionierte bei Tests an 62 schwangeren Frauen mindestens so gut wie Standard-Ultraschallgeräte, berichteten Forscher am 26. Mai in der Zeitschrift Nature Biotechnology.
Gewerkschaft senkt Gender Pay Gap
Auf jeden Fall in Norwegen. Je höher der Anteil der Betriebsangehörigen (Männer wie Frauen), die gewerkschaftlich organisiert sind, desto kleiner fällt dort der Gender Pay Gap aus. Untersuchungen haben schon vorher bewiesen, dass Gewerkschaften auf Lohnunterschiede innerhalb eines Betriebes – und innerhalb eines ganzen Wirtschaftsraumes – ausgleichend wirken. „Deshalb wollten wir herausfinden, ob sie auch Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen ausgleichen können; denn die genauen Gründe hierfür sind noch nicht wissenschaftlich erforscht.“ So Professor Fredrik Bakkemo Kostøl, der zusammen mit Elin Svarstad die Untersuchung durchgeführt hat.
Transfrauen stören nicht
Trotz medial wirksamer Behauptungen von rechtsgerichteten Parteien und Gruppen, dass Transfrauen auf Damen-WCs, -Saunas oder in geschützten Frauenräumen eine Bedrohung darstellen, stellt sich nun heraus, dass sich kaum jemand daran stört. Eine Studie von TransLucent, die sechs Untersuchungen zusammenführte, zeigte, dass es bei Millionen von Interaktionen in Ämtern, Krankenhäusern, Schwimmbädern, Frauenhäusern und anderen lediglich zu vier Beschwerden kam.
Binta Bah im Interview
Binta Bah wurde im März 2026 als Bremer Frau des Jahres geehrt. Sie ist Vorsitzende und Mitgründerin des Bremer Vereins Lundu e.V. und engagiert sich seit vielen Jahren für die Rechte und die Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen. Insbesondere setzt sie sich für die Aufklärung über weibliche Genitalverstümmelung (FGM/C) ein und betreut und begleitet Betroffene. Im wochentaz-Interview spricht sie über ihre Beweggründe und ihre Arbeit.
Ehrengrab für Hatun Sürücü
Vor über 20 Jahren wurde Hatun Sürücü von ihrem Bruder getötet, weil sie zum Missfallen ihrer Familie ein selbstbestimmtes Leben führen wollte. Das Nutzungsrecht für ihr Grab auf einem Berliner Friedhof lief im vergangenen Jahr aus und es wurde befürchtet, dass die Gedenkstätte verschwinden würde. Nun hat der Bezirk Spandau ihre Grabstätte zum Ehrengrab ernannt, so dass es dauerhaft erhalten bleiben kann. Näheres hier.
Jugendliche Vergewaltiger kommen davon
Verschiedene britische Teenager, die im letzten Jahr wegen schwerer Vergewaltigung verurteilt wurden, bekamen zum Teil lediglich Rehabilitationsbeschlüsse statt Strafen und in einem Fall einen Gerichtskostenbescheid über £ 26. Das schlug in der Öffentlichkeit so hohe Wellen, dass die oberste Staatsanwaltschaft nun Berufungen angewiesen hat. Die ebenso jungen Opfer der Verbrechen hatten durch die „Urteile“ das Gefühl, aufs Neue angegriffen worden zu sein.
Bremen News
Landeswochen für Vielfalt und Teilhabe. Der neue Name steht für den Wunsch, unsere Gesellschaft offener, vielfältiger und gerechter zu machen: Aus den „Integrationswochen“ sind die „Landeswochen für Vielfalt und Teilhabe“ geworden. Vom 27. Mai bis zum 10. Juni 2026 finden in Bremen und Bremerhaven rund 100 Veranstaltungen zu unterschiedlichen Aspekten und für unterschiedliche Zielgruppen statt. „Teilhabe muss für alle Menschen möglich sein, unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht, Hautfarbe, sexueller Orientierung, Identität oder sozialem Hintergrund“, sagte Dr. Claudia Schilling, Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration beim offiziellen Auftakt im Festsaal der Bremischen Bürgerschaft. Alle Veranstaltungen der Landeswochen für Vielfalt und Teilhabe sind kostenlos. Für einige Veranstaltungen ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Das gesamte Programm ist online abrufbar: www.welcometobremen.de/vielfaltundteilhabe.
Gesundheits- und Frauensenatorin Bernhard zum Internationalen Tag der Frauengesundheit. Am 28. Mai wurde der Internationale Tag der Frauengesundheit begangen. Seit 1987 steht an diesem Tag die physische sowie die psychische Gesundheit von Frauen im Fokus. Senatorin Claudia Bernhard machte anlässlich des Tags auf noch immer bestehende gesundheitliche Bedrohungen für Frauen und auf die gefährlichen Ungleichheiten bei der Betrachtung gesundheitlicher Probleme aufmerksam. Mit einem Beschluss der Konferenz der Gesundheitsministerinnen und -minister und -senatorinnen und -senatoren (GMK) im Juni 2025 hatte Bernhard gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen aller Länder das Bundesgesundheitsministerium aufgefordert, den Fokus stärker auf gendersensible Medizin zu legen und entsprechend auch die Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten sowie medizinischen Fachberufen zu reformieren. Auf der anstehenden GMK am 10. und 11. Juni 2026 in Hannover wird Frauengesundheit Thema sein. Dabei geht es explizit um Prävention und Versorgung von Herz-Kreislauf-Gesundheit von Frauen. Als Mitantragssteller unterstützt Bremen die Position, dass Handlungsbedarf besteht und verstärkt über die unterschiedlichen Symptome und Verläufe von Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufgeklärt werden muss.
Menschen in Bremen fühlen sich weiterhin sicher. Die Sicherheitsbefragung 2025 ergab gute Ergebnisse für die Arbeit der Polizei in Bremen und Bremerhaven. Fast 12.000 Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren haben mitgemacht. Tagsüber fühlen sich 93 Prozent sicher, nachts fast 70 Prozent. Mehr als acht von zehn sind mit ihrer Wohngegend zufrieden. Wer 2024 persönlich Kontakt mit der Polizei hatte, war zu drei Vierteln zufrieden. Auch die Zahl der Opfer von Straftaten ist gegenüber 2022 zurückgegangen – besonders deutlich bei Betrugsfällen. Allerdings: An einigen Orten und zu bestimmten Zeiten fühlen sich mehr Menschen unwohl als noch vor drei Jahren. Sieben von zehn Befragten nennen Orte, an denen ihnen nicht wohl ist. In Bremen werden vor allem der Hauptbahnhof, das Viertel, die Innenstadt und Gröpelingen genannt, in Bremerhaven die Hafenstraße, Lehe, die Rickmersstraße sowie Bahnhof und Innenstadt.
Young Carer Treff in Obervieland: Am 3. Juni 2026 sowie danach an jedem ersten Mittwoch im Monat gibt es das Treffen im Bürgerhaus Gemeinschaftszentrum Obervieland e.V., Alfred – Faust – Str. 4, 28279 Bremen. Das Young Carer Treffen bietet einen Safe Space und Austauschmöglichkeit für junge Pflegende. Darüber hinaus ermöglicht es ihnen, andere junge Menschen kennenzulernen und offen Frage stellen zu können. Fragen gern per Email an: bussclaudia710@gmail.com
Aktionstag gegen den Schmerz – kostenlose Hotline 02.06.2026, 09:00 – 18:00 Uhr für Betroffene und Angehörige: Der Schmerz ist hierzulande eine Volkskrankheit. Betroffene erleben oft massive Einschränkungen im Beruf und im Privatleben. Statistiken zeigen, dass schon jetzt ein großer Teil der Schmerzpatient*innen hierzulande lange im Dschungel des Gesundheitswesens umherirrt, um Zugang zu einer guten Therapie zu erhalten. Zu oft wird wertvolle Zeit verschenkt, in der Schmerzen noch gut behandelbar wären.
Bremen braucht nicht nur Pflegekräfte, sondern auch gut qualifizierte Fachkräfte in der Stahlindustrie. Deswegen unterstützt Bremen gemeinsam mit dem Bund, Niedersachsen, den Sozialpartnern und führenden Unternehmen der Branche die Entwicklung eines neuen, bundesweit anerkannten Fortbildungssystems für die Stahlindustrie.
Eine der Ersten. In der Reihe „Zeitreise“ wiederholt buten&binnen eine Sendung von 1971 und porträtiert eine der ersten Straßenbahnfahrerinnen in Bremen. Sie und ihre neun Kolleginnen waren damals die einzigen Frauen unter 800 Kollegen.
Glenys & Irene



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