Im Presse-Pott heute: viel Sport und natürlich Frauenrechte, über Angriffe auf und Verteidigung derselben…
Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse
Vielleicht ist es euch schon aufgefallen: Seit die neue Bundesregierung im Amt ist, haben wir euch hier praktisch keine Pressemitteilungen aus dem BMBFSFJ (Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend) mehr melden können. Der Grund: es wurde einfach nichts gemeldet über Frauen*. Das war bei der Vorgängerregierung unter der ehemaligen Ministerin Lisa Paus (Bündnis 90/Die Grünen) anders. Nun gibt es aber doch endlich etwas zu berichten: „Laut dem Statistischen Bundesamt hat sich die Anerkennung ausländischer Abschlüsse im Bereich der Bundesberufe 2024 erneut positiv entwickelt, besonders hoch ist der Zuwachs bei Gesundheitsberufen.“ Also in Berufen, die vor allem von Frauen ausgeübt werden. Davon aber kein Wort von der Frauenministerin. Im Gegenteil: „Besonders erfreulich ist die anhaltend große Nachfrage in den Gesundheitsberufen sowie bei Erziehern und Lehrern“, heißt es in der Presseerklärung. Soso…, in den Schulen und Kitas arbeiten nur Männer???
Neue Ausbildung Pflegefachassistenz in Aussicht
Voraussetzung ist grundsätzlich ein Hauptschulabschluss. Aber auch dieser ist bei einer positiven Prognose der Pflegeschule nicht zwingend nötig. Die Ausbildung dauert 18 Monate (in Teilzeit bis zu 36 Monate), es soll gleichzeitig umfassende Verkürzungsmöglichkeiten insbesondere bei beruflicher Vorerfahrung geben (zum Beispiel auf 12 Monate oder weniger). Es besteht ein Anspruch auf eine angemessene Ausbildungsvergütung. Bisher erhielten nur rund die Hälfte der Auszubildenden eine Vergütung. Die erste Lesung war am 11. September 2025; Start der Ausbildung: Ab 1. Januar 2027.
57.762
… lautet der neue Zuschauer*innenrekord bei einem Bundesligaspiel – der Fußballerinnen. Das führt aber nicht dazu, dass die Frauen nun immer in den großen Stadien spielen „dürfen“. Warum, das könnt ihr hier lesen.
Mädchen, Sport und Erfolg
Mädchen, die außerhalb der Schule sportlich aktiv sind haben in Großbritannien eine 50 Prozent höhere Aussicht auf Erfolg und Wohlstand im späteren Leben. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Public First – im Auftrag von Sky Sports. Obwohl Sky die Studie mit einem Auge auf Steuerminderungen im Frauensportsektor bestellte, springen zwei Ergebnisse ins Auge: Einmal ein potentiell großer Zuwachs an Produktivität und Gesundheit im Allgemeinen, und zweitens, dass Mädchen immer noch große Hindernisse überwinden müssen, um Zugang und Zuspruch bei vielen Sportarten zu finden.
Sushila Karki
übernimmt in Nepal das Amt der Premierministerin. Sie ist seit ihrer Zeit als oberste Richterin beliebt und bekannt als Vorkämpferin gegen Korruption und ist in beiden Ämtern jeweils die erste Frau. Die „Gen Z“-Bewegung Nepals, die tagelang gegen Korruption und autoritäres Handeln der Regierung – einschließlich Sperrungen der Social-Media-Kanäle – protestiert hatte, traf sich mit dem Präsidenten und Militärchefs, und nannte Karki als ihre Wunschkandidatin. Nach schweren Unruhen oder politischen Umbrüchen eine Frau als Regierungschefin zu wählen hat Tradition, zum Beispiel die Regierung Jóhanna Sigurðardóttir nach dem Bankrott Islands bei der Finanzkrise 2008.
Kostenfrei…
…werden Abtreibungen sind ab 2027 in der Schweiz. Die Krankenkassen übernehmen dann alle Kosten für legale Schwangerschaftsabbrüche. Das Parlament hat das im Rahmen des Kostendämpfungspakets 2 beschlossen: Während andere Länder ihre Regeln für Abtreibungen verschärfen oder diese sogar ganz verbieten, geht die Schweiz einen anderen Weg: Ab 2027 sind straffreie Schwangerschaftsabbrüche für Frauen erstmals gratis.
…wird Kinderbetreuung ab 1. November im US-Staat New-Mexico. Mit der Ausweitung dieses Programms auf alle Bürger*innen des Staates will Gouverneurin Michelle Lujan Grisham die Verringerung der Armut im Staat weiter vorantreiben.
Strategien gegen Frauenrechte
Während Schwangerschaftsabbrüche in der Schweiz legal sind und in Frankreich das Recht darauf sogar Verfassungsrang hat, müssen wir in Deutschland immer noch für die Legalisierung kämpfen. Obwohl 80 Prozent der Bevölkerung für ein Recht auf Selbstbestimmung sind, wird es von einer kleinen, international gut vernetzten, zum Teil aus den USA finanzierten Bewegung bekämpft. Näheres über deren Stregien und Kampagnen hier. Was also tun? Annika Kreitlow, Assistenzärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in Berlin: „Das Wichtigste ist jetzt, das Thema in der Diskussion zu halten und weiter Druck auszuüben. Denn wenn wir aufhören, gewinnen sie. Und wenn wir nichts tun, wird sich alles noch weiter verschlechtern. Deshalb müssen wir lauter werden und stärker sein.“ – Die Initiative für ein Grundrecht auf Abtreibung fordert einen fairen und einfachen Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen in Deutschland – für alle. Und zwar jetzt!
Outing als Signal gegen Rechtsruck
Die Politikerin Anna Lührmann (Bündnis 90/Die Grünen) hat sich entschieden, sich öffentlich als lesbisch zu outen. Im Interview begründet sie ihre Entscheidung: „Ich möchte mit meinem Outing auch ein klares Zeichen gegen den Rechtsruck setzen.“
Lipödem
Die chronische Fettverteilungsstörung ist eine Krankheit, die fast nur Frauen betrifft. Jetzt gibt es eine gute Nachricht: Ab 2026 sollen mehr Betroffene Zugang zu Therapie erhalten.
Bremen News
Dritter Gesundheitspunkt im Bremer Süden eröffnet: Seit Anfang September 2025 gibt es einen dritten Gesundheitspunkt in Bremen. Im Quartierszentrum am Sonnenplatz in Kattenturm ergänzt der Gesundheitspunkt die bereits bestehenden Gesundheitsberatungsangebote vor Ort und bietet eine niedrigschwellige und mehrsprachige Anlaufstelle. Fachkräfte unterstützen Bürgerinnen und Bürger unter anderem dabei, passende Ärztinnen und Ärzte sowie Arzttermine zu finden, behördliche Formulare auszufüllen und Arztbriefe zu verstehen. Sie stehen aber auch bei allgemeinen Fragen zur gesunden Lebensweise, zu Krankheiten oder Angeboten in der Umgebung zur Verfügung.
Meantime-Programm der Sommerunis: Informatica Feminale und Ingenieurinnen-Sommeruni sind nun vorbei – aber dazwischen ( „in the meantime“) gibt es einige kostenlose Online-Kurse. Die Teilnahme an den Online-Kursen des Meantime-Programms ist kostenlos. Als erstes wird angeboten: Agile Teamwork – Agile teamwork as the basis of agile project management. Um aktuelle Informationen zu neuen Kursen zu erhalten, könnt ihr euch auf der Mailing-Liste [MeantimeIFIS] eintragen: https://mailman.zfn.uni-bremen.de/cgi-bin/mailman/listinfo/meantimeifis.
Ausschreibung 49. Bremer Förderpreis für Bildende Kunst 2025: Teilnehmen können alle Künstler*innen bis 40 Jahre mit abgeschlossenem Studium, die ihren Wohnsitz im Lande Bremen oder seinem näheren Einzugsbereich haben. Künstler*innen, die die Altersgrenze von 40 Jahren schon überschritten haben, können sich bewerben, wenn ihr Hochschulabschluss nicht mehr als drei Jahre zurückliegt. Künstler*innen, die keinen Abschluss einer Kunstakademie oder einer vergleichbaren Einrichtung vorweisen können, müssen eine dreijährige Ausstellungstätigkeit mit Fachkritik in öffentlichen Medien belegen.
Werder Trainerin Fritzy Kromp im Interview. Über Chancengleichheit im Fußball, ihren Karriereweg und die Arbeit bei Werder spricht die Trainerin bei butenunbinnen.
Glenys & Irene



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