Ganze Stadtteile Berlins ohne Strom, Bremen und der halbe Norden eingeschneit – wir haben trotzdem die genderpolitischen Nachrichten für euch gesammelt…
Junk Science
Inzwischen sollte es allen halbwegs informierten Kreisen bekannt sein: Ein „parental alienation syndrome“ gibt es nicht, sondern es wird vor allem von Väterrechtlern vorgeschoben, die ihren Ex-Partnerinnen bei Sorgerechtsstreitigkeiten die gemeinsamen Kinder entziehen wollen. Und das funktioniert häufig sogar vor Gericht, selbst wenn die Frauen oder die Kinder vom Partner und Vater Gewalt oder Mißbrauch erfahren haben. Unter dem Pseudonym Thea Talbusch wollte der Hamburger Rowohlt-Verlag ein Sachbuch mit dem Titel „Werde ich meine Kinder je wiedersehen? Die zerstörerische Macht der Eltern-Kind-Entfremdung nach einer Trennung“ veröffentlichen. Die Journalistin Stephanie Schmidt bezeichnete das PAS in einem Schreiben an den Verlag als „Junk Science„. Der hat die Veröffentlichung nun erst mal verschoben.
Madres protectoras
… nennt sich eine Gruppe spanischer Mütter, die von der spanischen Justiz als kriminelle Vereinigung angesehen wird. Ihr „Vergehen“: Ihre Ex-Partner haben vom Gericht das alleinige Sorgerecht ihrer gemeinsamen Kinder zugesprochen bekommen, obwohl sie die Männer zum Teil wegen häuslicher Gewalt oder wegen Mißbrauchs angezeigt hatten und vor allem die Kinder nicht bei ihnen bleiben wollten. Also sind die Madres Protectoras zum Schutz ihrer Kinder mit ihnen geflohen und untergetaucht. Näheres hier.
Wettbewerb „Frau-Handwerk-Nachfolge 2026″
Bereits im Dezember 2025 startete der Wettbewerb „Frau-Handwerk-Nachfolge 2026″, der noch bis zum 20. Februar 2026 läuft. Organisiert von der Bundesweiten Gründerinnenagentur findet er schon zum dritten Mal statt und steht unter dem Motto „Mit innovativen Praxisansätzen zum Erfolg“. Die erste Online-Infoveranstaltung ist am 15. Januar 2026, 14 bis 15 Uhr.
Lückenbüßerinnen
Laut einer Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (Kofa) sind immer mehr gut qualifizierte Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das ist erfreulich. Interessant ist weiterhin: Nichtdeutsche Frauen tragen überproportional stark zum Beschäftigungswachstum bei. Bundesweit geht fast die Hälfte des gesamten Beschäftigungszuwachses bei Frauen auf nichtdeutsche Frauen zurück. In Ostdeutschland stellen sie fast das gesamte Wachstum, weil es bei deutschen Frauen zum Teil bereits einen Beschäftigungsrückgang gibt.
Menstruations„urlaub“ – Pro und Contra
Die Idee wird immer mal wieder diskutiert: für Frauen mit starken Menstruationsbeschwerden das Recht auf einen „Menstruationsurlaub“ beziehungsweise extra Krankentage einzuführen. Was dafür sprechen könnte und was dagegen, dazu Näheres hier.
„Vollendung“ der Mütterrente
Das Rentenpaket 2025 – konkret das „Gesetz zur Stabilisierung des Rentenniveaus und zur vollständigen Gleichstellung der Kindererziehungszeiten“ – ist zum 1. Januar 2026 in Kraft getreten. Zur Mütterrente: Die sogenannte Mütterrente III schließt eine Gerechtigkeitslücke: Für vor 1992 geborene Kinder werden auch drei Jahre Kindererziehungszeit angerechnet – wie es bereits für später geborene Kinder üblich ist.
Bikinification – Nudification
Zunächst sollte Grok Imagine ein „Spaßwerkzeug“ werden, um Freunde in ein Halloween-Kostüm zu stecken oder die Schwiegermutter im Bikini online zu stellen. Schon eine – gefühlte – Viertelstunde später wurde Elon Musks AI-Tool dazu benutzt, Frauen und Kinder online nackt darzustellen, pornografische Videos von ihnen herzustellen und im Dark Web den übelsten sexuellen Missbrauch zu verkaufen. Nach einem internationalen Aufschrei und Anklagedrohungen gegen Musk geruhte er, das Tool nur seiner zahlenden Kundschaft zur Verfügung zu stellen, was die britische Regierung als „die reinste Beleidigung“ wertete. In einem interessanten Interview erzählte die – selbst betroffene – Mutter eines von Musks zahlreichen Kindern, dass sie jetzt mit anderen zusammen vor Gericht zieht, denn er habe ihr gesagt: „Niemals in der Menschheitsgeschichte hat es eine erfolgreiche Armee gegeben, die vorwiegend aus Frauen bestand“. Verehrte Damen, liebe Frauen, wir befürchten: Diese Armee müssen wir selber werden.
Pink Power Ranger
Die als Pink Power Ranger gekleidete Martha Root hackte sich beim Hamburger Chaos Communication Congress in mehrere rechtsextreme Websites und hat sie live vor Publikum abgeschaltet. Zuvor infiltrierte sie alle User-Informationen und Profile, enttarnte den Site-Administrator und veröffentlichte sämtliche Daten. Mehr davon!
Pink Gulabi Gang
Die Gulabi Gang ist ein Zusammenschluss indischer Frauen im nördlichen Bundesstaat Uttar Pradesh, der sich für Frauenrechte und gegen soziale Ungerechtigkeit einsetzt. Das Hindi-Wort gulabi (गुलाबी) bedeutet „rosa“. Die Gang wurde vor 20 Jahren durch Sampat Pal Devi gegründet. Sie sah zufällig, wie ein Mann seine Frau schwer verprügelte, griff dabei ein und wurde selber verprügelt. Am nächsten Tag kam sie zurück mit fünf anderen Frauen und einem großen Stock. Die Gulabi Gang zählt inzwischen 150.000 Frauen, die pinkfarbene Saris und Polizei-Schlagstöcke tragen.
Das Müttertelefon
Das Müttertelefon bietet anonym und kostenfrei Gesprächsangebote für Mutter, die in belastenden Situationen Unterstützung suchen. Täglich von 20 bis 22 Uhr bietet das Müttertelefon unter der Telefonnummer 0800-333 2 111 ein offenes Ohr: Die ehrenamtlichen, qualifizierten Beraterinnen hören einfühlsam zu, ermutigen und helfen, gemeinsam Lösungswege zu finden. Der Leitgedanke lautet: „Zuhören. Mutmachen. Wege suchen.“ – ohne Vorwürfe, ohne Druck.
Weitere Informationen gibt es auf http://www.muettertelefon.de
Eine Plattform für die Care-Community
Save the date: Am 1. März 2026 öffnet das Equal Care Day-Festival seine Türen für alle, die sich mit Gleichgesinnten austauschen, vernetzen und ins Handeln kommen wollen! Das Festival ist ein hybrides Event mit Veranstaltungen, die alle über die virtuelle Care-Landschaft besucht werden können. Wer Ideen und Vorschläge hat kann an der Ideenschmiede am 24. Januar 2026 von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr teilnehmen.
Crowdfunding-Erfolg
Nachdem die Frauenklinik in Lippstadt mit einem katholischen Haus zusammengelegt wurde, durfte Chefarzt Prof. Dr. Joachim Volz von einem Tag auf den anderen keine Abtreibungen mehr – auch medizinisch notwendige – vornehmen. Er klagte gegen den Träger und wandte sich an die Öffentlichkeit mit einer Petition und Bitte um Crowdfunding. Jetzt redet er in der ersten innn.it-Cast-Folge über die große Solidarität, die er erfahren hat.
Bremen News
Du wolltest schon immer einmal wissen, wie unsere Redaktion aussieht? Du hast Lust, uns kennenzulernen? Du hast Spaß am Schreiben oder Designen? Dann komm vorbei zu unserem offenen Treffen am 15.01.2026 / 18 Uhr bei uns in der frauenseiten-Redaktion! Wir freuen uns auf dich! Für kleine Snacks und Getränke wird gesorgt 💜
Väter stärken! Das Bremer Arbeitnehmer*innen-Magazin (BAM) für Januar/Februar 2026 ist mit folgendem Schwerpunktthema erschienen: Vorbild Führungskraft – wie Arbeitgeber Elternzeit für Väter stärken können. Außerdem eine Infografik: Was Bremer Beschäftigte verdienen – Frauen erhalten monatlich fast 550 Euro weniger als Männer…
Neue Stipendiatin im Künstler:innenhaus Bremen. Das Bremer Atelierstipendium 2026 geht an Jiawen Uffline. Aus insgesamt 34 Bewerbungen wählte eine Fachjury die Medienkünstlerin als Stipendiatin für 2026 aus. Zur Begründung heißt es: „Die Medienkünstlerin Jiawen Uffline befasst sich mit internetbasierten Technologien, die heutzutage einen festen Bestandteil unseres Alltags darstellen. Die Jury beeindruckte sie mit ihren Video-Essays und Publikationen, in denen sie auf intelligente Art und Weise die inhärenten Machtstrukturen der mittlerweile allgegenwärtigen technologischen Infrastrukturen reflektiert.“
Bis zum 31.1.2026 können Bremer Eltern und Erziehungsberechtigte, die ab Sommer eine Tagesmutter/einen Tagesvater oder einen Krippen- oder Kita-Platz für ihr Kind (oder ihre Kinder) benötigen, das Kita-Portal der Stadt Bremen für die Anmeldung nutzen.
Bis zum 22.1.2026 18:00 Uhr können interessierte Kulturschaffende ihre Anträge für Projektmittel „Junge Szene und Subkultur 1. Tranche 2026″ digital einreichen.
Save the date: Das Programm des Black Story Month Bremen ist jetzt online. Zum Beispiel mit 4 Lesungen von schwarzen Autorinnen in der Kwanzaa-Buchhandlung. Den Auftakt zum BSM bildet am 6.2.2026 der Black Story Month Konzert mit Aka Kelzz support by Keshia und Afterparty DJ-Set by Jana & .UMI.
Glenys & Irene



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