Presse-Pott am 11.01.2021

Ein Frohes Neues wünschen wir Euch! Obwohl es manchmal so aussah, war nicht alles schlecht an 2020 – Die neun schönsten Siege für Gender Equality, die letztes Jahr erreicht wurden, hat Leah Rodriguez für Euch zusammen gestellt – und wir sind auch wieder für euch da mit den gewohnten feministischen Nachrichten am Montag.

Schwangerschaftsabbruch jetzt legal…. in Argentinien!

Die Argentinierinnen habe es mit jahrelangem Protest geschafft: Ende Dezember 2020 stimmte der Senat des Landes für eine Liberalisierung des Abtreibungsrechts. Nach dem neuen Gesetz ist künftig ein sicherer, kostenloser Abbruch bis zur 14. Schwangerschaftswoche legal. Nun hoffen auch die Aktivistinnen in anderen lateinamerikanischen Ländern auf Fortschritte.

Muss die (Früh-)Geschichte neu geschrieben werden?

Immer mehr Archäolog*innen hinterfragen die bisher herrschende Darstellung von Männern als Jägern und Frauen als Sammlerinnen in der Ur- und Frühgeschichte. Auch das angenommene Familienmodell von der Kernfamilie, die sich um die Feuerstelle versammelt, wird zunehmend der Kritik unterzogen. Wie es dazu kommt und wie unsere Vorfahr*innen vielleicht ganz anders gelebt haben könnten, lest ihr hier.

Endlich: der Duden gendert

Der Duden macht in seiner Online-Version Schluss mit dem generischen Maskulinum. Wer bisher nach der „Lehrerin“ suchte, wurde auf den Eintrag „Lehrer“ verwiesen. Das soll nun ein Ende haben, und sämtliche Berufs- und Personenbezeichungen sollen sowohl in der weiblichen wie der männlichen Form auffindbar sein.

Bundesfrauenministerium finanziert Antifeministen

Der Vereinsname „Forum Soziale Inklusion“ hört sich gut an. Dahinter stecken jedoch Männerrechtler, die behaupten, dass in unserer Gesellschaft die Männer das strukturell diskriminierte Geschlecht seien. Diesem Verein gelang es nun, vom Bundesfrauenministerium 400.000 Euro an Fördergeldern bewilligt zu bekommen. Näheres könnt ihr hier und hier lesen.

Der Gender Pay Gap sinkt erstmals unter 20 Prozent

Aber werden wir im pandemie-bedingten Wirtschaftsrückgang die Stellung halten können? Einen ersten Überblick gibt Tina Groll .

Endlich Frauenquote in Vorständen

Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf beschlossen, wonach in börsennotierten Vorständen mit mehr als drei Mitgliedern mindestens eine Frau sitzen muss. Eine ist keine – könnte frau argumentieren. Warum es trotzdem ein wichtiger Schritt ist, steht hier.

Wieviel Einfluss hat eine weibliche nationale Führung auf die Auswirkungen der Pandemie?

Oft hören wir von einer vermeintlich positiven Wirkung durch weibliche Staatsoberhäupter. Nun haben zwei Wissenschaftlerinnen des Zentrums für wirtschaftspolitische Forschung (CEPR) und des World Economic Forum (WEF) diese These systematisch untersucht. Mehr lesen.

Das ist die „Journalistin des Jahres“ 2020: Mai Thi Nguyen-Kim!

 

1. Leitlinie für vaginale Geburten entstand mit Beteiligung von Eltern

Bonn, 08. Januar 2021. Erstmalig können sich Schwangere nun in einer S3-Leitlinie über empfohlene Behandlungen bei der Geburtsbegleitung informieren. Die Leitlinie “Vaginale Geburt am Termin” entstand federführend durch die Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaft (DGHWi) und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG). Mother Hood war als Patient*innenvertretung gemeinsam mit 16 weiteren Organisationen beteiligt. Konkret bedeutet die Leitlinie, dass Frauen während der Geburt auf der Grundlage von wissenschaftlich begründeten Empfehlungen begleitet werden sollen. Mehr dazu.

Lesbische Paare bei der Adoption von Stiefkindern nun doch nicht benachteiligt

Lesbische Paare, die in einer Ehe oder einer festen Lebensgemeinschaft ein Kind bekommen, sollen gemeinsam als Eltern des Kindes anerkannt werden können, ohne dass sie eine verpflichtende Beratung der Adoptionsvermittlungsstelle in Anspruch nehmen müssen. Einen entsprechenden Kompromiss im Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag zum Adoptionsrecht hat Sozialsenatorin Anja Stahmann am Freitag, 11. Dezember 2020 ausdrücklich begrüßt: „Während jeder x-beliebige Mann sich standesrechtlich als Vater eines Kindes eintragen lassen kann, ohne dass eine biologische oder soziale Beziehung zur Mutter oder zum Kind besteht, hätten zwei miteinander verheiratete Frauen die gemeinsame Elternschaft erst nach einer verpflichtenden Beratung annehmen dürfen“, sagte sie. „Diese absurde Situation ist zum Glück abgewendet.“ Mehr lesen 

Bremen News

Mütter im Parlament

Abgeordnete der Bremer Bürgerschaft, die Eltern – insbesondere von sehr jungen Kindern – sind, haben es nicht leicht. So gibt es zum Beispiel für sie kein Recht auf Elternzeit. Immer mehr junge Abgeordnete werden aber Mütter und die Bürgerschaft muss darauf reagieren. Hier könnt ihr Näheres lesen und sehen.

Der BFA (Bremer Frauenausschuss – Landesfrauenrat Bremen) sucht die Bremer Frau des Jahres 2021

Frauen* aus Bremen und Bremerhaven, die sich während der Corona-Pandemie in den Sorgeberufen, z.B. in der Pflege, der Kinderbetreuung, im Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesen, in Verkauf und Reinigung, bei der Polizei oder als Hebamme in herausragender Weise für die von ihnen versorgten Kinder, Alten, Kranken, Hilfebedürftigen und Mitmenschen eingesetzt haben.
Gern kann sich ihr Einsatz auch auf die Verbesserung des Einkommens und der Arbeitssituation in den Sorgeberufen erstrecken.
Vorschläge bitte an:
Bremer Frauenausschuss – Landesfrauenrat Bremen
Wilhelm-Kaisen-Brücke 4, 28199 Bremen
Telefon/Fax 0421 6200645
E-Mail: info@landesfrauenrat-bremen.de
https://bremer-frauenausschuss.de

Glenys, Irene

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