Skins – Hautnah ist eine britische Fernsehserie, die von Januar 2007 bis August 2013 auf dem Sender E4 lief und es in sieben Staffeln auf insgesamt 61 Episoden brachte. Erschaffen von Bryan Elsley und Jamie Brittain, folgt die Serie verschiedenen Gruppen von Teenager in Bristol, England und das ohne Beschönigung.
Die erste Episode setzt den Ton
Bereits die erste Folge macht klar, womit man es hier zu tun hat. Tony Stonem, charismatisch und manipulativ, schmiedet einen Plan: Sein bester Freund Sid soll endlich seine Unschuld verlieren mit der Hilfe eines „bekifften“ Mädchens. Als der ursprüngliche Plan, Tonys eigene Freundin Michelle einzuspannen, scheitert, fällt die Wahl der Gruppe auf Cassie, die gerade erst aus der Klinik entlassen wurde. Ihre Begründung ist zynisch: Sie sei das einzige Mädchen, das „dumm genug“ wäre, sich auf Sid einzulassen.
Tony verabreicht Cassie letztendlich keine Drogen, doch das ändert nichts am Ausgang des Abends. Auf der Party verbringt Cassie freiwillig Zeit mit Sid, verliert jedoch das Bewusstsein, weil sie zuvor heimlich eine Überdosis ihrer Schlaftabletten eingenommen hatte. Was als lockerer Abend geplant war, endet damit, dass die Clique ein Auto stehlen muss, um Cassie so schnell wie möglich ins Krankenhaus zu bringen.

Cassie – mehr als nur ein trauriges Mädchen
Eine der eindrucksvollsten Figuren der Serie ist Cassie Ainsworth. Sie leidet an einer Essstörung, wird von ihren Eltern kaum wahrgenommen und war lange Zeit in stationärer Behandlung. Doch Cassie ist alles andere als eine passive Figur: Sie manipuliert ihr Umfeld geschickt, täuscht etwa Gewichtszunahmen durch versteckte Gewichte vor, um zu verbergen, dass sie kaum isst.
Nach außen hin wirkt sie fröhlich, doch hinter ihrem Lächeln steckt jemand, der versucht, seine inneren Konflikte mit Medikamenten zu lösen. Wie viele Charaktere der Serie kämpft sie außerdem mit Drogen- und Alkoholabhängigkeit.
Dazu kommt eine unausgesprochene Zuneigung zu Sid Jenkins, einer weiteren Hauptfigur, die sich dadurch verkompliziert, dass Sid seinerseits Gefühle für Michelle hegt. Eine klassische Dreiecksgeschichte, aber eben so, wie Skins sie erzählt: roh und ohne einfache Auflösung.
Fazit
Skins zeigt von Anfang an: hinter jedem Lächeln steckt eine Geschichte. Die Figuren sind komplex, ihre Geschichten unbequem und genau das macht die Serie bis heute so besonders.
Die Serie, die Teenagerleben ungefiltert zeigt. Man könnte sagen: Skins ist das Euphoria der frühen 2000er.
Rumeysa



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