So gruselig kann Werbung sein

Zeichnung eines Hinterns in Unterwäsche mit einer Bierflasche davor, zwei sabbernde Monster gaffen von links auf dieses Werbebild - Darüber steht "So gruslig kann Werbung sein" Bild für die Werbemelder*in

(c) Pinkstinks Germany e.V.

So gruselig kann Werbung sein: #metoo und sexistische Frauenbilder gehören zusammen!

Drei Wochen ist die Werbemelder*in (https://werbemelder.in) jetzt online, eine Webseite, auf der man sexistische Werbung melden kann. Das Projekt ist Teil des Monitorings sexistischer Werbung, für das die Protestorganisation Pinkstinks vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend beauftragt wurde. Inzwischen sind über 400 Werbemotive eingesendet und in „sexistisch“, „nicht-sexistisch“ oder „stereotyp“ eingeordnet worden. Rund 80% der Einreichungen sind klar „sexistisch“: Das ist gruselig.

„Die Webseite zeigt jetzt schon, dass wir nach wie vor ein Problem mit Sexismus in der Werbung haben“, sagt Dr. Stevie Meriel Schmiedel, Geschäftsführerin von Pinkstinks. „Ein abwertendes Frauenbild ist Basis einer Kultur, in der ‚Herrenwitze‘ noch salonfähig und sexualisierte Belästigung und Gewalt an der Tagesordnung sind. #metoo und Sexismus in Werbung und Medien gehören zusammen.“

Zu Halloween ruft die Protestorganisation Pinkstinks weiter in den Netzwerken dazu auf, gruselige Werbung zu fotografieren. Ab heute kann dies neben der Webseite auch direkt per iOS- und Android-App geschehen, aus der heraus fotografiert, hochgeladen und sich über Pinkstinks informiert werden kann.

Die App wurde von der Firma prototype.berlin produziert, die sonst für große Firmen wie Universal Music oder Amorelie produzieren. „prototype.berlin steht für eine moderne Gesellschaft, in der alle Menschen frei von Diskriminierung leben können. Deshalb haben wir uns für das Projekt begeistert und es war uns eine große Freude, Pinkstinks und ihre Sache zu unterstützen.“, sagt Ruben Gänsler, Geschäftsführer von prototype.berlin.

Wie Ruben Gänsler unterstützen immer mehr Männer den Kampf gegen Sexismus in den Medien: Auch bei Pinkstinks schreiben Männer gegen Sexismus an und unterstützen #metoo, damit sabbernde Monster hoffentlich wirklich irgendwann nur noch ein Halloween-Schreck sind. 

Die App könnt ihr euch bei iTunes oder bei Google Play herunterladen.

Pinkstinks erreicht ihr außerdem bei per Mail, auf ihrer Homepage, bei Facebook, Twitter oder Instagram.

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