Tag der Frauengesundheit und 40 Jahre clio

dampfende Teetasse

(c)seniorenlotse ; Schnatmeyer

Heute ist internationaler Tag der Frauengesundheit. Für uns ein Anlass, gerade an diesem Tag dem Feministischen FrauenGesundheitsZentrum e. V. in Berlin einen herzlichen Glückwunsch und unsere Anerkennung auszusprechen für 40 Jahre clio!

Über die neue clio schreibt das Berliner Zentrum Folgendes:

clio – die Zeitschrift für Frauengesundheit präsentiert in ihrer neuen Ausgabe, Heft 82

„Krebsfrüherkennung auf dem Prüfstand“

In der Medizin bahnt sich ein kritischerer Umgang mit Krebsfrüherkennungsmaßnahmen an, den sogenannten Screenings an Gesunden. Das langjährige Postulat, Früherkennung sei immer gut und notwendig und ein frühentdeckter Krebs besser heilbar, weicht dem Wissen, dass Früherkennung an Gesunden schaden, der Schaden den Nutzen überwiegen und es zu falsch-positiven Ergebnissen kommen kann, die durch weitere (unnötige) Eingriffe abgeklärt werden müssen. Doch es mangelt weiterhin an – unabhängigen – Informationen, um Maßnahmen realistisch einschätzen zu können. Stattdessen werden häufig interessengeleitete Informationen gegeben und mit Angst gearbeitet. Diese Lücke will diese Ausgabe der clio für Frauen schließen, indem sie die häufigsten Früherkennungsmaßnahmen vorstellt, die aktuellen Trends beleuchtet und eine kritische Einschätzung gibt. Aufgegriffen wird die aktuelle Diskussion um die Früherkennung am Gebärmutterhals, in der es neben Diagnostik und Ursachen, schulmedizinischer Therapie und ganzheitlichen Maßnahmen auch um die Debatte „Pap-Abstrich versus HPV-Test“ geht. Zunehmend werden Frauen Früherkennungsmaßnahmen als IGeL-Leistung angeboten, die sie selbst zahlen müssen und deren Evidenz wissenschaftlich umstritten ist, wie die Dünnschichtzytologie als Alternative zum herkömmlichen Pap-Abstrich, oder gar negativ beurteilt wird, wie der vaginale Ultraschall zur Früherkennung von Eierstockkrebs. Zudem wird der vaginale Ultraschall zur Abklärung der Dicke der Gebärmutterschleimhaut unter die Lupe genommen, eine Maßnahme, die zunehmend Frauen ab den Wechseljahren angeboten wird. Damit soll das Risiko eines Gebärmutterkörperkrebses abgeschätzt werden. Die Früherkennung von Darmkrebs wird breit beworben, viele Prominente machen sich dafür stark, im Artikel werden die Methoden vorgestellt und eine Einschätzung gegeben. Und last but not least stellen wir das neue Präventionsgesetz vor, unter genderspezifischem Blick.

Cover der clio

(c) ffgz

Und mit dieser clio feiern wir 40 Jahre clio!

clio steht für die Verknüpfung von Wissen und Erfahrungen sowie das politische Engagement aus vier Jahrzehnten Arbeit des Frauengesundheitszentrums e.V. Berlin. Neben den FFGZ-Mitarbeiterinnen stell(t)en viele Fachfrauen aus Wissenschaft, Praxis, Gesundheitsberatung und -selbsthilfe, Medizin und Naturheilkunde ihre Expertise zur Verfügung. Ihnen allen an dieser Stelle ein großer Dank für ihr Engagement! Und ebenso an die Leserinnen, die clio in all den Jahren die Treue gehalten, sie schätzen gelernt haben oder neu entdecken und feststellen, dass diese Zeitschrift einzigartig ist in dem, was und wie sie es vermittelt.

Die CLIO 82 erscheint mit fotografischen Arbeiten der Künstlerin Helga Lehner.

„clio – die Zeitschrift für Frauengesundheit“ Heft 82/2016 ist zu beziehen für 4,50 Euro über den Buchhandel mit der ISSN-Nummer: 0933-0747 oder direkt über das Bestellformular

Pressemitteilung clio; Cornelia Burgert

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