Tag des offenen Denkmals

Unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ findet am Sonntag den 8. September 2019 deutschlandweit der „Tag des offenen Denkmals“ statt. Und auch in Bremen, Bremerhaven und Bremen-Nord erwartet die Besucher*innen ein weit gefächertes Programm.

Was ist das überhaupt?

Bereits seit 26 Jahren gibt es ihn schon. Den Tag des offenen Denkmals. Dabei können Besucher*innen Denkmäler ihrer – und natürlich einer anderen – Stadt kostenlos besichtigen.

Für einige dieser Aktionen ist eine Voranmeldung erwünscht, da die Platzanzahl begrenzt ist. Die meisten Denkmäler können aber spontan am Sonntag unter die Lupe genommen werden. In Bremen werden an diesem Tag ungefähr 60 Veranstaltungen angeboten.

Die Organisierenden in Bremen sorgen dabei für Veranstaltungen, die Jung und Alt ansprechen. Von Kinderprogramm, Radtouren über Filmführungen für Menschen mit Gehbehinderungen wird alles Mögliche angeboten. Ein Programm so bunt wie Bremen selbst.

Das gibt es am „Tag des offenen Denkmals“ zu sehen

Ganz besonders beliebt: Das Rathaus.

Bremer Rathaus

© frauenseiten; Fischer

Dieses ist seit Beginn dabei und stellt beinahe jedes Jahr den Besucherrekord auf. Aber auch unbekanntere Denkmäler öffnen ihre Türen. So zum Beispiel das Aalto-Hochhaus (Berliner Freiheit 9, Neue Vahr). Der finnische Architekt Alvar Alto erbaute es 1959-1962 als damals höchstes Wohngebäude in Bremen.

Auch einige Museen öffnen ihre Türen. Das Überseemuseum, das Gerhard-Marcks-Haus und das Tischlerei-Museum im Viertel können kostenlos beschnuppert werden.

Unser persönlicher Tipp

In der Neustadt präsentiert der Bremer Lloyd Technologiepark Aktivitäten zur Bremer Technikgeschichte. Dabei werden nicht nur Autos, sondern auch Teile von Helikoptern und sogar Drohnen gezeigt. Ganz besonders spannend: Besucher*innen dürfen den historischen, stilisierten Flugsimulator Focke-Wulf FW 200 Condor austesten!

Und wo bleiben die Frauen?

Tatsächlich müssen wir zugeben: Kaum eines der Denkmäler wurde von oder zu Ehren einer Frau erbaut. Trotzdem finden wir das Projekt spannend. Denn jede*r kann an diesem Tag Einblick in die Bremer Geschichte gewinnen. Viele der Führungen werden auch von Frauen geleitet und wir hoffen natürlich, dass in den nächsten Jahren Bau- und Kunstwerke von Frauen mehr Präsenz erlangen.

Außerhalb dieses Sonntags gibt es bereits frauengeschichtliche Führungen zu Rathaus, Bürgerschaft, Dom und Gericht beispielsweise von Christine Holzner-Rabe. Vielleicht im nächsten Jahr ja auch am Tag des offenen Denkmals. Wir drücken die Daumen!

Unser Fazit

Unbedingt einmal ausprobieren. Über die Website können alle Veranstaltungen eingesehen werden.

Schild Landesamt für Denkmalpflege

©Jana Knösel

Auch jene, die es so spontan nicht mehr in den Flyer geschafft haben. Das Programm ist bunt und bietet eine wunderbare Möglichkeit Bremen von einer anderen Seite zu erkunden. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Sonntag!

 

Jana Knösel

 

 

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