Die politische Lage in Deutschland spitzt sich seit Jahren immer mehr zu und Rechte gewinnen zunehmend an Anhänger*innen. Die SPIEGEL-Redaktion beleuchtet in ihrem neuen Beitrag die Rolle der Frau und ihre Vorbildfunktion als Identifikationsfigur in der rechten Szene.

Das Aushängeschild eines Rechten: weiß, männlich, deutsch und radikal. Männer haben ihren Platz in der rechten Szene schon lange gefunden. Sie verbreiten Hetze, Hass und Angst. Ihr Wunsch: ein nach nationalsozialistischen Idealen geprägtes, ausländerfreies Deutschland.
Doch seit Längerem wird deutlich, dass nicht nur junge Männer die Ideologie des Nationalsozialismus in Deutschland unterstützen. Auch immer mehr Frauen schließen sich den rechten Parteien und Gruppierungen an. Sie dienen als Vorbild für ein klassisches Rollenbild und sollen Mädchen und junge Frauen auf ihre Seite ziehen.
„Hübsche Fassade für das braune Gedankengut“ (Spiegel TV)
Social Media-Seiten wie TikTok und Instagram sind dafür bekannt, von rechten Influencer*innen genutzt zu werden, um auf diesem Wege besonders junge Leute für sich zu begeistern. Durch kurze und provokante Videos überliefern sie ihre Überzeugungen und gewinnen immer mehr Anhänger*innen.
Im neuen Beitrag vom SPIEGEL „Rechte Frauenfront: Weiblich, jung, rechtsextrem“ stehen Annie Hunecke und Lilly Baginski im Vordergrund. In ihren Videos sprechen sie mit der vermeintlich harmlosen Bezeichnung „Remigration“ über die systematische Abschiebung aus Deutschland und dem Ideal der deutschen Frau. Ihr hübsches Aussehen dient dabei als Aushängeschild für die junge rechte Szene. Sie sollen jungen Mädchen und Frauen ein Vorbild sein und mit guten Werten vorangehen. In dem Beitrag selbst kommen sie nicht zu Wort und werden von ihren männlichen Mitmenschen übertönt und wirken fast harmlos. Klar wird in der Reportage aber: Unterschätzen sollte man sie nicht.
Lana C.



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