In unserem Video zum Wochenende „F*tzig, bold, brat: Ist das der bessere Feminismus?“ geht es um die heutige Auslegung des Feminismus. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob Feminismus laut und provokant sein muss, um überhaupt gehört zu werden. Oder ob diese Art des modernen Feminismus Männer zu schnell verurteilt und anderen Lebensweisen, wie die einer Tradwife, keinen Platz bietet. Dabei stellt die Rubrik „13 Fragen“ von ZDFunbubble, 13 Fragen an sechs unterschiedliche Frauen. Was sie verbindet? Die Frage nach dem Feminismus und eine eigene Meinung aus ihren unterschiedlichen Erfahrungen.
Das Konzept von 13 Fragen ist simpel: Sechs Personen, die eine Verbindung zum aktuellen Thema haben, diskutieren über die Pro- und Kontra-Argumente, ihre persönlichen Erlebnisse und Ansichten. Ziel des Gespräches ist es, einen gemeinsamen Kompromiss zu finden.
Teilnehmerinnen sind die Content Creatorin Maria Ludovica, Soziologin und Professorin Jutta Allmedinger, Jennifer Reaves, die für ihre Gründung des Frauennetzwerkes „BitchFest“ bekannt ist, die Ex-Profifußballerin und Sportmoderatorin Valentina Maceri, Autorin Sophia Fritz („Toxische Weiblichkeit“) und Carolina Tolstik, die sich auf ihren Social Media Kanälen selber als Tradwife betitelt.

„Fotzen-Feminismus“
Die erste Frage dreht sich, wie aktuell bei einigen Diskussionen um feministische Inhalte, um die Rapperin Ikkimel. Ikkimel ist bekannt für ihren provokanten und auffälligen Rap, den sie selbst als „Fotzen-Rap“ bezeichnet. Sie dreht Klischees um und macht das, was Männer im Genre des Raps eigentlich schon seit Jahren machen.
„Ich finde es total gut, dass es eine Sprache und Ausdrucksform gibt, für weibliche Wut und weibliche Scham und weibliche Trauer und jede Form von Verletzung, die stattgefunden hat, das sie geäußert werden kann und auch künstlerisch verarbeitet werde kann.“ (Sophia Fritz)
Ikkimel wird vor allem in den sozialen Medien als das Symbol bezeichnet, was den heutigen Feminismus ausmacht: Das Aufbrechen von Geschlechterrollen, die laute und provokante Kritik am Patriarchat sowie das Hinterfragen einer in der Gesellschaft verankerten Doppelmoral. Trotzdem stößt sie bei vielen auf Kritik. Auch die Teilnehmerinnen bei 13 Fragen diskutieren Ikkimels Selbstdarstellung. Besonders die Tatsache, dass Ikkimel bei ihren Live-Shows mit Männern in Käfigen auftritt, sorgt für Diskussion.
Tradwife und lauter Feminismus
Ebenfalls wird die Thematik der auf Social Media kursierenden „Tradwife“ diskutiert. Eine Tradwife definiert sich dadurch, eine traditionelle Hausfrau zu sein, die freiwillig zu Hause bleibt, um sich um Kinder und Haushalt zu kümmern. Sie zelebriert damit typische Geschlechterrollen und verzichtet auf eine eigene Karriere. Im Video zum Wochenende stehen die Darstellung der Tradwife auf Social Media, die eigentliche Bedeutung – was macht eine Tradwife aus – und welchen kritischen Einfluss diese Bewegung auf den Feminismus und die Rolle der Frau hat, im Mittelpunkt.
Der Begriff Feminismus wird dabei immer wieder aufgegriffen. Wie wird Feminismus heute dargestellt? Muss Feminismus laut sein und wie kann man dabei trotzdem Werte vermitteln? Müssen Frauen immer feministisch sein?
„Feminismus kann nicht laut genug sein, sonst hört ihn ja auch keiner.“ (Jennifer Reaves)
Wenn ihr neugierig geworden seid und euch mit der neuen Definition des „Fotzen-Feminismus“ auseinandersetzen möchtet, guckt gerne bei unserem Video zum Wochenende vorbei.
Das gesamte Video findet ihr auf YouTube.
Lana Corzelius



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