Ghetto-Tech, Partystimmung und knappe Outfits sind in der deutschen Techno-Szene schon seit einer Weile auf einem neuen Hoch. Mit ihrem neuen Song „Glamour Snobby“ heizt Miss Bashful in Kollaboration mit GDA erneut die Techno/Elektro an. Miss Bashful gilt europaweit als eine der ikonischsten Künstler*innen des Slut-Techno Genres und steht damit für ein selbstbestimmtes und kompromissloses Frauenbild in der Club-Szene.
Doch trotz der Beliebtheit und erneuten Aufmerksamkeit auf das Musik-Genre ist das Feld seit seit Beginn sehr männlich dominiert. Ob Producer, Sänger oder DJs und selbst Lyrics, im Allgemeinen ist die Techno-Szene insgesamt immer noch ein männlich konnotierter Raum. Seit einigen Jahren jedoch gewinnt der Slut-Pop/Slut-Tech immer mehr Aufmerksamkeit und zieht Flinta* und queere Personen auf die Tanzflächen der Techno-Clubs.
Miss Bashful gehört zu einer der berühmtesten Künstler*innen der neuen Slut-Tech Welle und begeistert ihre Fans mit ihrem Charme und ihrer Sex-positiven Einstellung und Selbstdarstellung.

Miss Bashful als “Gründer-Mutter” der neuen Slut-Tech Welle
Miss Bashful ist in Mexico City aufgewachsen und im Kindesalter dann nach Houston, Texas gezogen. Mit 19 ist sie dann alleine nach Berlin gezogen und in die Berliner Musik- und Techno-Szene eingestiegen. Die mittlerweile 25-Jährige hat vor ihrem Erfolg unter anderem zweieinhalb Jahre als Stripperin gearbeitet bis sie sich schließlich vollständig der Musikszene widmete. Durch ihre Kollaborationen mit DJs/Producern wie DBBD und MC-RT hat sie 2022 mit “Mini skirts on men” (mit DBBD) ihren Durchbruch deutschlandweit erlangt.
In einer Arte Reportage über sie und eine weitere Slut-Tech Produzentin und Künstlerin, Dj Fuckoff, erzählen die beiden Musikerinnen über ihren Werdegang und ihre Motivationen, den Slut-Tech in einer verspielten und unseriösen Art in die Clubs und Festivals Europas zu bringen. Miss Bashful berichtet über ihre musikalischen Einflüsse wie Dj Assault und Dj Slugo, und beschreibt den Slut-Tech als eine Art „Tochter“ des Ghetto-Techs. Im Rahmen ihrer Musik möchte Miss Bashful nicht nur Slut-Shaming reclaimen, um für sexuelle Selbstermächtigung zu werben, sie möchte auch einen Safe-Space für Flinta* Personen und queere Menschen schaffen.
Aber nicht nur in Berlin gibt es mittlerweile Slut-Tech/Ghetto-Tech-Events, je nach Programm finden seit den letzten Jahren immer mehr Flinta* (only) Veranstaltungen in Clubs statt, die ideal sind für ein Party Wochenende mit ausgelassener Stimmung im Club.
Huila de Ceitas



Angelika de Ceitas meint
Dieser Artikel hat mir sehr gut gefallen und mir neue Einblicke in diese Szene gegeben.
Ich kannte diese Künstlerin noch nicht, aber dieser Bericht hat mich neugierig gemacht mich mit diesem Thema zu beschäftigen.