Jeden zweiten Donnerstag erscheint eine neue Folge „Von Boom bis Z“ und auch heute ist es wieder so weit! Für die heutige Folge hat sich unsere Praktikantin Hannah mit zwei Personen vom Feminine Fabric Kollektiv getroffen.

Feminine Fabric
Über das Kollektiv
Annik Ahrens, Caroline Papendieck und Tonia Nacke bilden zusammen das Feminine Fabric Kollektiv. Feminine Fabric ist ein Theaterkollektiv aus Bremen und besteht seit 2021. Die drei verfolgen das Ziel, Menschen aus den verschiedensten Ecken miteinander zu verbinden, indem sie eigene Erlebnisse künstlerisch verarbeiten.
„Was passiert, wenn wir uns kollektiv sehen und auf der Bühne erleben in einer Thematik, mit der wir sonst alleine sind?“
Die erste gemeinsame Arbeit des Kollektivs war „SO WIE IHR UNS WOLLTET“. Ausgangspunkt ist, dass wir alle von Kindesbeinen an gelernt haben, nach den Regeln zu spielen und uns anzupassen. Was aber passiert, wenn das Eigene einem vollkommen abhanden kommt? In dem Stück wird das innere Verlangen in den Fokus gerückt. Es geht sowohl um die innere Suche als auch um die damit verbundenen Coping-Mechanismen, um gesellschaftsfähig zu bleiben.
Feminine Fabric arbeitet ausgehend von ihren eigenen Erfahrungen und ihrem Erleben. Insbesondere die Schnittstelle von gesellschaftlichen Konventionen, Rollenbildern und mentaler Gesundheit beschäftigt sie. Genauer: „Wie ist die Verbindung vom Hyperobjekt „Gesellschaft“ und dem Lebendigen, dem Mensch hinter der Theorie des Systems?“
Darum geht es in der neuen Podcastfolge
Annik Ahrens und Caroline Papendieck erzählen von ihrer Motivation, das Theaterstück „SO WIE IHR UNS WOLLTET“ zu entwickeln. Sie beschreiben Theater als Art kollektive Therapie. Für sich, aber auch für die Zuschauenden, da ihr Stück universelle Aspekte einer Mutter-Kind-Beziehung behandelt. Im besten Fall können alle Leute Teile des Gesehenen nachempfinden.
Außerdem geben Annik Ahrens und Caroline Papendieck einen Einblick in die Gründung des Kollektivs sowie in den zweijährigen Schaffungsprozess ihres ersten Theaterstücks. Sie berichten, dass anfangs noch ziemlich unklar war, wohin sich das Projekt entwickelt und sie auch viele Ideen wieder verworfen haben. Der rote Faden sei erst auf dem Weg entstanden. Hervorzuheben ist, dass sie alles zu dritt gemacht haben. Von der Textentwicklung bis zum tatsächlichen Schauspielen. Annik Ahrens, Caroline Papendieck und Tonia Nacke sind ein eingespieltes Team und ergänzen sich da perfekt.
Am Ende sprechen sie über die Reaktionen, die sie auf ihr Theaterstück bekommen haben. Ihr Ziel, bei den Menschen etwas auslösen zu wollen, ist ihnen auf jeden Fall geglückt. Tränen in den Augen des Publikums und positives Feedback spiegeln das wider. Das Thema Mutter-Kind-Beziehung ist emotional sehr aufgeladen, da so gut wie jede Person ihre eigene Geschichte zu dem Thema hat. Das Stück bietet die Möglichkeit, dass man sich mit seiner Geschichte gesehen fühlt.
Ihr merkt, reinhören lohnt sich allemal – Ihr findet die aktuelle Folge und auch alle anderen Folgen überall da, wo es Podcasts gibt.
Awa K. und Jana K.



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