Weibliche Genitalverstümmelung – Beratung für Fachkräfte

Auf dem Foto ist ein alt-bremer Haus zu sehen, welches über einen Turm verfügt. Davor ist eine Ampel zu sehen, die auf grün steht

(c) Svenja Steenken – pro familia – Bremen Mitte

Die Beschneidung von Frauen und deren Folgen bleiben weiterhin ein Thema. Das gilt insbesondere für Fachpersonal in medizinischen und sozialen Bereichen. Fragen dazu ergeben sich besonders im Zusammenhang mit der medizinischen Versorgung geflüchteter Frauen, meldet die Organisation pro familia. Deswegen bieten die Beratungsstellen der pro familia in Bremen-Mitte und Bremen-Nord aktuell neue Informationen und Beratungen für Fachleute und von FGM (Female Genital Mutilation, engl. für weibliche Genitalverstümmelung) betroffene Frauen an.

Female Genital Mutilation/Cutting: Das sind die Fakten

  • Weibliche Genitalverstümmelung (FGM/C) beinhaltet Verfahren, die die weiblichen Genitalorgane aus nicht-medizinischen Gründen absichtlich verändern und/oder verletzen.
  • Das Verfahren hat keine gesundheitlichen Vorteile für Mädchen und Frauen. Die Verfahren können schwere Blutungen, Probleme beim Wasserlassen und später Zysten, Infektionen, sowie Komplikationen bei der Geburt und ein erhöhtes Risiko für den Tod von Neugeborenen verursachen.
  • Mehr als 200 Millionen Mädchen und Frauen, die heute leben, wurden weltweit beschnitten.
  • FGM wird meist an jungen Mädchen zwischen dem Säuglingsalter und 15 Jahren durchgeführt. FGM ist eine Verletzung der Menschenrechte von Mädchen und Frauen.

Was das Beratungsangebot von pro familia bietet

  • Information und Qualifizierung zu FGM/C für Fachkräfte aus sozialen und medizinischen Arbeitsfeldern
  • Information und Weitervermittlung für von FGM/C betroffene Frauen
  • Berücksichtigung des Themas in sexualpädagogischen Informationsveranstaltungen

pro familia geht es zum einen um eine adäquate medizinische Versorgung von Frauen, zum anderen um den Gedanken der Prävention: Indem Frauen neue Perspektiven aufgezeigt werden, sich und ihre Töchter existenziell zu versorgen, kann verhindert werden, dass weiterhin Mädchen und junge Frauen dem Ritual der Genitalverstümmelung unterzogen werden.

Bitte zur Beratung anmelden unter:

pro familia Bremen-Mitte: 0421 340 60 30, bremen@profamilia.de
pro familia Bremen-Nord: 0421 65 43 33, bremen-nord@profamilia.de
Die Beratung ist kostenlos.

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