Das neue Semester startet bald an der Bremer Universität und wir möchten euch heute einen Ort vorstellen, den sich jede*r anschauen sollte. Oben in der Glashalle, wo sich auch das AStA befindet, findet ihr das Autonome Queerfeministische Referat (kurz FemRef). Mit gemütlichen pinken Stühlen, einem Vulva Museum, netten Menschen und einer großen Auswahl an queerer und feministischer Literatur sowie Filmen und Comics ist das FemRef eine zusätzliche Möglichkeit, um neben der Uni-Bibliothek in die Welt der Bücher einzutauchen.
Wenn ihr Literatur für eure Hausarbeit benötigt oder an feministischen und queeren Themen interessiert seid, ist das FemRef ein toller Ort, um neue Informationen zu sammeln und sich inspirieren zu lassen.
Förderung und Unterstützung

Das FemRef gibt es schon seit den 80er Jahren und wird von Student*innen betrieben. Momentan gehören zu den Mitgliedern zehn bis 15 Personen, die sich um die Organisation und Leitung des FemRefs kümmern. Sie arbeiten daran, neue Bücher auszusuchen und ihr monatliches queeres Treffen zu planen. Zusätzlich unterstützen sie Workshops, vernetzen sich mit anderen politischen Gruppen und organisieren aktuell ihre bald anstehende Filmreihe. Dabei handelt es sich um eine History Filmreihe in Zusammenarbeit mit dem Kommunalkino City 46. Durch aktuelle und ältere Dokumentationen sowie Spielfilme sollen verschiedene queere Perspektiven unter die Zuschauer*innen gebracht werden.
Am Dienstag, den 07.10.2025 um 20:30 Uhr beginnt die erste Vorstellung mit dem Film „Futur Drei“ im City 46. Für weitere Informationen schaut gerne auf die offizielle Instagramseite des FemRefs.
Falls ihr selbst Ideen für neue Bücher oder Filme habt, die zur Thematik des FemRefs passen, werden Wünsche hier gerne entgegengenommen und umgesetzt. Wenn euch ein Buch also zu teuer ist oder es euch unmöglich scheint, dieses Buch zu beschaffen, versucht es mal beim FemRef. So kann die Auswahl dort weiter steigen und mehr Menschen können sich an der feministischen und queeren Literatur erfreuen.
Queer Treff
Der Queer Treff findet jeden ersten Donnerstag im Monat von 15 bis 17 Uhr im Raum des FemRefs statt und ist eine Möglichkeit, um neue Menschen kennenzulernen, sich über Themen auszutauschen und die Zeit gemeinsam mit Literatur zu verbringen.

Charlies Favoriten
Bei wem das Interesse fürs FemRef geweckt wurde und etwas Inspiration benötigt, kann sich hier durch Charlies Empfehlungen klicken und Ideen für den eigenen Buchwunsch sammeln. Charlie ist seit circa drei Jahren Teil des FemRef Teams und hilft euch gerne bei der Suche nach neuer und spannender Literatur.
Abgewertet, vergessen, wiederentdeckt von Nicole Seifert
Das Buch von Nicole Seifert, ebenfalls bekannt für Unlearn Patriarchy 2, befasst sich mit der Misogynie im Literaturbetrieb und der oft schnellen Kritik an jungen Autorinnen. In ihrem Werk kritisiert sie die Bevorzugung männlicher Autoren und regt dazu an, sich vor Literatur von Autorinnen nicht zu verschließen.
Mehr als binär von Alok Vaid-Menon
Alok Vaid-Menon befasst sich in diesem Werk mit der Tatsache, dass es mehr als nur Mann und Frau gibt und welche Vorurteile und Vorwürfe nicht-binäre Personen ausgesetzt sind. Hierbei im Fokus sind das binäre Geschlechtersystem und das Finden der eigenen Identität.
Drei Kameradinnen von Shida Bazyar
Der Roman erzählt die Geschichte von Hani, Kasih und Saya. Die drei sind Freundinnen seit ihrer Jugend und durch eine tiefe Freundschaft verbunden. Nach Jahren treffen sie sich wieder und können nicht leugnen, dass ihr Leben nach all der Zeit nun von Hass und rechtem Terror geprägt ist.
Die Zahl der Teilnehmer*innen variiert mit jedem Semester, also wenn auch ihr Lust habt, euch an einer studentischen Organisation zu beteiligen, ist das FemRef dafür ein toller Ort.
Wer noch mehr übers FemRef erfahren möchte, wir haben es vor einigen Jahren in unserer Rubrik Kennst du schon… das FemRef? porträtiert.
Lana Corzelius



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