Datum & Uhrzeit
29.06.2026
18:00
Veranstaltungsort
Bremische Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau (ZGF)
Faulenstraße 14-18
28195 Bremen
Weitere Informationen
Veranstalterinnen: ZGF Bremen
Barrierefrei: ja
Kosten: frei
Bro, komm mal klar: Frauenfeindlichkeit im Netz entgegenwirken – mit Maya Götz
In der Reihe #ERROR – Digitalisierung. Fehlermeldung bei der Geschlechtergerechtigkeit.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist erforderlich, bitte nutzen Sie hierfür folgenden Link: Anmeldung #ERROR 7
Beim Verständnis der Geschlechterrollen zeichnet sich aktuell eine besorgniserregende Trendwende ab: Insbesondere Männer sind zunehmend empfänglich für frauenfeindliche Botschaften und für ein Männlichkeitsbild, das von Dominanzansprüchen, Abwertung und Aggressivität geprägt ist. Befeuert wird der Trend über die Sozialen Medien, wo bereits Jugendliche und junge Männer mit frauenverachtenden Botschaften geflutet werden. Im Netz hat sich in den vergangenen Jahren eine antifeministische Szene unterschiedlicher Akteure etabliert, deren Botschaften bis in die Mitte der Gesellschaft verfangen. Um dem zu begegnen, benötigen wir neben Gesetzen und Regulatorien auch Gegenstrategien wie beispielsweise die Vermittlung von Medienkompetenz und Maßnahmen, die die Mechanismen und Dynamiken des digitalen Raums aufgreifen. Bei der Veranstaltung wollen wir konkrete Handlungsmöglichkeiten vorstellen und mit den Teilnehmenden dazu ins Gespräch kommen.
Zu Gast ist die Medienwissenschaftlerin Dr. Maya Götz. Sie berichtet über ihre aktuellen Erkenntnisse zu Geschlechterrepräsentation in den Sozialen Medien und darüber, wie auf der Plattform Tiktok veröffentlichte Video-Clips Geschlechterbilder verändern können: zum Negativen, aber auch zum Positiven. Mit über 200 jungen Menschen testete sie hierfür unter anderem eigens produzierte Tiktok-Clips, die frauenfeindlichen Inhalten ein demokratisches und geschlechtergerechtes Weltbild entgegensetzen. Zudem analysierte sie die auf Tiktok agierenden Beziehungscoaches – die sogenannten Pickup-Artists – und legt die von der Szene genutzten Mechanismen, Narrative und Geschäftsmodelle offen.
Die Veranstaltung thematisiert zudem, wie wir Mädchen und Frauen im Netz stärken können. Zum Beispiel mit der Veröffentlichung von feministischen Inhalten und der Schaffung von virtuellen Räumen für Mädchen und Frauen, die Solidarität und Selbstermächtigung ermöglichen. Wie ein solches Modell in der Praxis aussehen kann, stellt die Bremer Online-Plattform frauenseiten.bremen.de vor.
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