Datum & Uhrzeit
23.10.2025
18:00 - 19:30
Veranstaltungsort
Künstler*innenhaus am Deich
Am Deich 67
28199 Bremen
Weitere Informationen
Veranstalterinnen: Künstler*innenhaus
Barrierefrei: eingeschränkt
Kosten: frei / Spende
Elisa Giardina Papa – “U Scantu”: A Disorderly Tale
Ausstellung bis 30.11.2025
Am 23.10. wird die in Bremen lebende Künstlerin Elfin Açar in türkischer Sprache durch die aktuelle Ausstellung “U Scantu”: A Disorderly Tale führen und auf die Hintergründe und Konzeption der Ausstellung eingehen
Eintritt ist frei! Anmeldung unter: galerie@kh-bremen.de
23 Ekim’de Bremen’de yaşayan sanatçı Elfin Açar güncel sergi “U Scantu”: A Disorderly Tale hakkında Türkçe bir tur düzenleyecek ve serginin arka planı ile konsepti üzerine bilgi verecektir.
Giriş ücretsizdir! Kayıt için: galerie@kh-bremen.de
Mit “U Scantu”: A Disorderly Tale zeigt das Künstler:innenhaus Bremen die erste institutionelle Einzelausstellung der italienischen Künstlerin Elisa Giardina Papa (*1979 Medicina, IT, lebt und arbeitet in New York und Sant’Ignazio, Sizilien) in Deutschland. Die Künstlerin arbeitet mit Film, Zeichnung und Keramik und beschäftigt sich mit den Mechanismen hegemonialer Macht – insbesondere damit, wie gesellschaftliche Anforderungen auf Ordnung und Lesbarkeit Wissen, Begehren und Körper marginalisieren oder unsichtbar machen.
Ihre Werke, darunter großformatige Video-Installationen, skulpturale Objekte und KI-basierte Projekte, schaffen Räume, in denen über die Gestaltung und Reglementierung kollektiver Erinnerung und Geschichte reflektiert werden kann. Ausgangspunkt von “U Scantu”: A Disorderly Tale ist der sizilianische Mythos der donne di fora: ambivalente, übernatürliche Frauenfiguren, die sowohl traditionelle Heilmethoden als auch Geschichten von Verfolgung, Magie und Widerstand in sich tragen.
Giardina Papa inszeniert diese mythologischen Figuren als queere Allegorien für eine fluide Identität, die reich an transformativem Potenzial jenseits starrer Kategorien ist. Die Ausstellung verwebt persönliche Erinnerungen, spekulative Geschichte und Archivforschung zu einem poetisch-politischen Raum, in dem das Magische und das Unordentliche als kreative Kräfte zum Vorschein kommen. Inmitten von geflochtenem Keramikhaar, schimmligen Zitronen und subversiven Fahrrad-Tuner:innen in einer utopischen verlassenen sizilianischen Stadt beschwört die Ausstellung Erinnerungen an Widerstand und neue Perspektiven auf Geschichte, Zugehörigkeit und mögliche Zukünfte herauf.
Kuratorin: Marie Oucherif
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