Datum & Uhrzeit
07.10.2025
20:30
Veranstaltungsort
City 46 Kino
Birkenstr. 1
28195 Bremen
Weitere Informationen
Veranstalterinnen: Femref / queeraspora / City 46
Barrierefrei: ja
Kosten: Eintritt
Film: Futur Drei – mit Queeraspora
D 2019, Regie: Faraz Shariat, mit Hadi Khanjanpour, Knut Berger, Maryam Zaree, 92 Min., teilw. farsi OmU
Trailer
Parvis wächst in Hildesheim in komfortablem Wohlstand auf, den sich seine aus dem Iran eingewanderten Eltern hart erarbeitet haben. Das langweilige Provinzleben versucht er sich durch Popkultur, Grindr-Dates und Raves bunter zu machen. Nach einem Ladendiebstahl muss Parvis Sozialstunden als Übersetzer für geflüchtete Menschen leisten. Dort freundet er sich mit den iranischen Geschwistern Banafshe und Amon an, durch die er sich und seine Vergangenheit neu entdeckt.
In seinem queeren und autobiografischen Regiedebut erzählt Faraz Shariat vom Aufwachsen und Zusammenleben mehrerer Generationen im Einwanderungsland Deutschland.
Der Film erzählt mit einer visuellen und erzählerischen Leichtigkeit von queeren migrantischen Lebensrealitäten in Deutschland und scheut sich dabei nicht schwere Themen zu behandeln oder sexuelle Realitäten zu zeigen. Mit Selbstverständlichkeit und Verspieltheit erzählt Futur Drei
selbstbestimmt von Sexualitäten und Identitäten und nimmt sich den Raum,
der von anderem vor ihm erkämpft wurde. Ausgezeichnet auf der Berlinale 2020 mit zwei Teddys, u.a. BesterSpielfilm, und als bester Nachwuchsfilm bei den First-Steps-Awards 2019.
„Futur Drei, entstanden außerhalb des deutschen Filmfördersystems, ist eine kleine große Perle, ein Unikum im deutschen Kino: nie wurde so selbstverständlich und selbstbewusst von migrantischen Lebensrealitäten und vor allem auch von queeren Lebensentwürfen erzählt.“ (www.artechock.de)
„Gegen einen Alltag aus unsicherem legalen Status, Diskriminierung und sexueller Selbstverleugnung – was Shariat wie nebenbei, aber sehr präzise einfängt – setzt der Film auch ein Utopia im lilaSonnenuntergang.“ (www.kunstundfilm.de)
Im Rahmen der Reihe Queere Filmgeschichte:
Queeres Leben in Deutschland ist zurzeit so sichtbar wie lange nicht mehr, und gleichzeitig starker Diskriminierung von rechts ausgesetzt. Das zeigt sich in Angriffen auf CSDs und der Einschränkung von queeren Rechten in vielen Lebensbereichen. Diese Herausforderungen sind aber nicht neu und wurden in der queeren Geschichte immer wieder bewältigt und vor allem auch filmisch festgehalten. Wir wollen einen Blick in die Vergangenheit werfen, um die Kämpfe, den Alltag und das Feiern queerer Menschen sichtbar zu machen und von ihrer Hoffnung zu lernen – von Klassikern bis zu vergessenen Schätzen. Dabei zeigen wir monatlich einen Film, der von Gäst*innen aus dem queeren Aktivismus und der Wissenschaft eingeführt wird.
Veranstaltet wird die Reihe vom femref, dem Queerfeministischen Autonomen Referat der Universität Bremen, in Kooperation mit dem City 46.
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Die Termine:
Futur Drei (D 2019): Di. 7.10. / 20:30
Fremde Haut (D 2005): 4.11. / 20:30
Coming Out (DDR 1988/89): Di. 2.12. / 20:30
Mädchen in Uniform (D 1931): 6.1.26 / 20:30
Anders als die Anderen (D 1919): 3.2.26 / 20:30
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