Datum & Uhrzeit
11.12.2025 - 23.12.2025
0:00
Veranstaltungsort
City 46 Kino
Birkenstr. 1
28195 Bremen
Weitere Informationen
Veranstalterinnen: City 46
Barrierefrei: ja
Kosten: Eintritt
Kino: Danke für nichts
Termine: Do. 11.12., Sa. 13.12., Mo. 15.12. + Mi. 17.12. / 17:30
Fr. 12.12., So. 14.12. + Di. 16.12. / 20:00
Do. 18.12., Sa. 20.12. + Mo. 22.12. / 20:30
Fr. 19.12., So. 21.12. + Di. 23.12. / 18:00
Katharina, Ricky, Victoria und Malou leben in einer betreuten Wohngruppe für psychisch auffällige Jugendliche mitten in Berlin. Gemeinsam verbringen sie ihre Tage in einem abgerockten Altbau und verweigern sich den Erwartungen der Gesellschaft. Eltern, Schule, Regeln – all das lehnen sie konsequent ab. Malou zum Beispiel hat seit Jahren nicht mehr geredet; Katharina hat mehrere Suizidversuche hinter sich. Ballack, ihr zuständiger Betreuer vom Jugendamt, zeigt wenig Durchgriffskraft angesichts diverser Krisen und wird von den jungen Frauen ziemlich verarscht. Eigentlich geht es ihnen ganz gut in ihrer kleinen Bubble. Doch als Katharinas 18. Geburtstag näher rückt, gerät die anarchische Utopie ins Wanken. Denn Katharina hatte nie vor, volljährig zu werden und das bleibt nicht ohne Konsequenzen. Nach mehreren Suizidversuchen droht das Jugendamt, die Wohngemeinschaft aufzulösen. Mehr denn je müssen die Außenseiterinnen jetzt zusammenhalten und sich gegenseitig schützen.
Stella Marie Markert, Studentin an der Filmuniversität Babelsberg gewinnt für ihr Spielfilmdebüt DANKE FÜR NICHTS den Big Audience Award beim FIRST STEPS Award 2025.
… DANKE FÜR NICHTS ist (im Gegensatz zu so vielen anderen Genrevertretern) nicht nur ein Film über sondern vor allem für junge Menschen. Auf Augenhöhe begleitet man die vier Protagonistinnen durch ihr Leben in einer betreuten Wohngruppe in Berlin. Jede von ihnen mit ihren eigenen Besonderheiten, Schwächen und Geschichten. Es geht um Victoria, Riki, Katharina und Balou. Um Charakterschwächen, Traumata, Liebe, Suizidgedanken und alles andere was den Vieren noch so vor dir Füße fällt.
Die Geschichte und Lebenssituation der Freundinnen ist zugleich überzeichnet, andererseits geht der Film aber sehr respektvoll mit den Emotionen und Problemen der Vier um. Das schafft eine unterhaltsame aber auch bewegende Mischung von Handlungssträngen, welche einen mitfiebern und leiden lässt und trotzdem ungezwungen leicht und natürlich wirkt. Immer mit einer Prise dunklem Humor.
Somit erkennt man sich als Jugendlicher in diesem Film wieder. WIR haben uns wiedererkannt, in dem Frust und der Hilflosigkeit einer Generation, die sich übergangen fühlt. … wir haben DANKE FÜR NICHTS nicht nur gesehen, sondern uns gesehen gefühlt. (Jona Lieblang, 20 Jahre, FBW Jugendfilmjury)
Mitunter geht die Filmmontage auf coolen Rasanzkurs, mitunter sprechen die Figuren direkt in die Kamera – diese Stilmittel werden allerdings nicht konsequent durchgezogen, wirken daher etwas beliebig. Manchmal kommt Danke für nichts auch in die Nähe des Stereotypen, aber Debütregisseurin Markert weicht geschickt aus, denn sie hat einen Blick für ihre Figuren, für ihre Nöte und für ihre Wünsche, und wie sich diese Nöte und Wünsche durchkreuzen können. So dass Danke für nichts mit dieser Mädchen-WG im unteren sozialen Milieu unterhaltsam und schön gerät, und zugleich nicht doof ist. (Harald Mühlbeyer, www.kino-zeit.de)
„Man muss nicht die Wirklichkeit abbilden, um etwas Wahres zu erzählen“, sagt Regisseurin und Drehbuchautorin Stella Marie Markert, die an der Filmuniversität Babelsberg Spielfilmregie studiert und mit Danke für Nichts ihr Langfilmdebüt vorlegt. Dabei ist der Titel Programm, bezeichnet der Sager doch die – durchaus zynische – Haltung, mit der im vorliegenden Fall die heranwachsende Generation der älteren gegenübertritt. … Großes Lob gebührt in diesem Kontext den vier jungen Schauspielerinnen, die dafür Sorge tragen, dass ihre Figuren ein Bollwerk der Glaubwürdigkeit bilden. (Alexandra Seitz, www.epd-film.de)
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