Datum & Uhrzeit
26.02.2026 - 03.03.2026
0:00
Veranstaltungsort
City 46 Kino
Birkenstr. 1
28195 Bremen
Weitere Informationen
Veranstalterinnen: CIty 46
Barrierefrei: ja
Kosten: € 9,- / 5,50 / 4,-
Kino: Dreamers
GB 2025, Buch, Regie: Joy Gharoro-Akpojotor, mit Ronkẹ Adékọluẹ́jọ́, Harriet Webb, 78 Min., OmU
Do. 26.2. + Sa. 28.2. / 17:30
So. 1.3. + Di. 3.3. / 20:00
Weitere Termine im März folgen
Nachdem sie zwei Jahre ohne Papiere in England gelebt hat, wird die Nigerianerin Isio in das Abschiebezentrum von Hatchworth eingewiesen. Sie hofft, dass ihr Asylantrag schnell bewilligt wird und sie ihr altes Leben wieder aufnehmen kann. In Nigeria wurde Isio als lesbische Frau verfolgt, eingesperrt und in der Haft vergewaltigt. Ihre Zimmergenossin Farah im Zentrum hat weniger Vertrauen ins System und schmiedet deshalb mit ihren Freundinnen einen Fluchtplan. Im Chaos der Abschiebeeinrichtung verlieben sich Farah und Isio in einander und genießen ihr kleines Stück Glück. Die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft wächst – bis Farahs Asylantrag abgelehnt wird.
Beim International Queer Film Festival in Hamburg 2025 wurde Joy Gharoro-Akpojotors „Dreamers“ als Bester Spielfilm ausgezeichnet.
Der Film zeigt, wie quälend das Warten auf gerichtliche Entscheidungen und die immer plötzlich auf die Frauen einbrechende Abschiebung ist. Die Liebe in den Zeiten der Deportation bringt keine Hoffnung, sondern nur noch größere Ängste, aber auch wenige Momente des Glücks. Und Joy Gharoro-Akpojotor gelingt es mit den Mitteln des Gefühlskinos diese tragische Romanze als eine politische Anklage zu inszenieren, die zornig macht. (Wilfried Hippen, www.taz.de)
Joy Gharoro-Akpojotor über ihren Debütfilm „Dreamers“:
Es ist ein Film, der mich schon viele Jahre begleitet. Er handelt von meinem Leben und dem Leben anderer Menschen, die ich kenne. Als ich 24 war, beantragte ich Asyl und musste im Zuge dessen meine queere Identität beweisen. Ich war damals eine jener, die Glück gehabt haben. Mein Akzent und die Tatsache, dass ich in Dagenham lebte – demselben Ort, aus dem mein Sachbearbeiter stammte – halfen. Der Mann, der über meinen Fall entschied, hatte sich weder meinen Pass, meine Akte, noch meine Beweismittel oder meine schriftliche Erklärung angesehen. … Ich war nicht daran interessiert, eine Geschichte über ein System und dessen Versagen zu erzählen, denn darüber kann man in jeder Zeitung lesen. Worüber wir selten sprechen und was wir selten sehen, sind die Individuen, die von diesen Systemen in Gruppen zusammengefasst und entmenschlicht werden. Ich wollte einen Film machen, der es den Zuschauer:innen ermöglicht, sich in ein Individuum hineinzuversetzen und über das Versagen des Systems Frustration zu empfinden. (Verleih Salzgeber)
Neue Kommentare