Datum & Uhrzeit
17.07.2025 - 30.07.2025
0:00
Veranstaltungsort
City 46 Kino
Birkenstr. 1
28195 Bremen
Weitere Informationen
Veranstalterinnen: City 46
Barrierefrei: ja
Kosten: Eintritt
Kino: Ein Tag ohne Frauen
Termine: Do. 17.7., Sa. 19.7., Mo. 21.7. + Mi. 23.7. / 20:00
Fr. 18.7., So. 20.7. + Di. 22.7. / 17:30
Do. 24.7., Sa. 26.7., Mo. 28.7. + Mi. 30.7. / 18:00
Fr. 25.7., So. 27.7. + Di. 29.7. / 20:30
Mi. 30.7. / 15:00
Was wäre, wenn alle Frauen einfach für einen Tag ihre Arbeit niederlegen würden? An einem schicksalhaften Herbstmorgen im Jahr 1975 geschah genau dies in Island. 90 Prozent aller isländischen Frauen weigerte sich an diesem Tag, ihrer Lohnarbeit nachzugehen, zu kochen, zu putzen und sich um die Kinder zu kümmern. Sie kämpfen mit dieser Aktion für gleichwertige Bezahlung, gesellschaftliche Teilhabe und Gleichberechtigung. Binnen kürzester Zeit kommt das ganze Land mit circa 200.000 Einwohnern zum Stillstand. Unter den vielen Demonstrierenden, die sich während des Frauenstreiks in Reykjavik versammeln, finden sich tatsächlich auch einige Männer ein. Der legendäre Streik der Isländer*innen ist erfolgreich und geht in die Geschichte ein. Bis heute ist der sogenannte Gender Pay Gap international in keinem Land so niedrig wie in Island. 1980 wurde Vigdís Finnbogadóttir als erste Frau weltweit zur Präsidentin eines Landes gewählt.
Zum 50. Jubiläum des Frauenstreiks erzählen erstmals die damals beteiligten Frauen in dieser Dokumentation von den Ereignissen am 24. Oktober 1975.
Anmerkung: Am 24.10.2023, also 48 Jahre später erlebte der Protest in Island eine Wiederauflage. Etwa 100.000 Frauen haben für ganze 24 Stunden ihre Arbeit niedergelegt, insgesamt etwa jede vierte Einwohner*in des nordeuropäischen Landes. Aufgerufen dazu hatte Katrín Jakobsdóttir, Regierungschefin Islands: „Wir haben es im Jahr 2023 immer noch mit einem geschlechtsspezifischen Lohngefälle zu tun.“
Der EU-Statistikbehörde zufolge lag Islands unbereinigte Lohnlücke 2022 bei knapp zehn Prozent – deutlich niedriger als in Deutschland. Hierzulande verdienen Frauen im Schnitt etwa 18 Prozent weniger als Männer. (Maxi Beigang, taz)
Wie es dazu kam zeichnen Pamela Hogan und Hrafnhildur Gunnarsdóttir in ihrem Dokumentarfilm „Ein Tag ohne Frauen“ auf mitreißende, humorvolle Weise nach. Archivmaterial liefert spannende Einblicke, dazu wurden zahlreiche der damaligen Protagonistinnen interviewt, oft auch die Kinder der damaligen Aktivistinnen, die sich mit leuchtenden Augen an den Protest erinnern. Der in den letzten Jahren vergleichbare Aktionen in der Schweiz, Spanien oder Argentinien inspirierte, was bedauerlicherweise nicht zuletzt zeigt, dass trotz aller Fortschritte noch in vielen Ländern Fortschritte in Sachen Gleichberechtigung notwendig sind. (Michael Meyns, www.programmkino.de)
Der Film „Ein Tag ohne Frauen“ setzt den mutigen und humorvollen Frauen, die durch ihr Handeln diese Entwicklung in Gang gesetzt haben, ein eindrucksvolles Denkmal. (Beitrag im NDR Kultur Journal, www.NDR.de)
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