Datum & Uhrzeit
09.07.2026
0:00
Veranstaltungsort
City 46 Kino
Birkenstr. 1
28195 Bremen
Weitere Informationen
Veranstalterinnen: City 46
Barrierefrei: ja
Kosten: EUR 12,- / 7,- / 3,-
Kino: Etwas ganz Besonderes
Termine:
Do. 9.7., Sa. 11.7., Mo. 13.7. + Mi. 15.7. / 20:00
Fr. 10.7., So. 12.7. + Di. 14.7. / 17:30
Do. 16.7., Sa. 18.7., Mo. 20.7. + Mi. 22.7. / 18:00
Fr. 17.7., So. 19.7. + Di. 21.7. / 20:30
Mi. 22.7. / 15:00
ETWAS GANZ BESONDERES I Trailer HD I Ab 09.07.2026 im Kino – YouTube
Die siebzehnjährige Lea hat sich heimlich bei einer Gesangs-Castingshow beworben und es bis ins Finale geschafft. Nun ist ein TV-Team ins thüringische Greiz gekommen ist, um ein Porträt der Finalistin zu drehen. Auf die Frage des Redakteurs: „Wer Bist Du und was macht Dich aus?“ weiß Lea keine Antwort und beginnt, in ihrem Umfeld nach einem passenden Ich zu suchen. Leas Familie, das sind ihre Eltern Matze und Rieke, frisch getrennt, jedoch noch recht ungeübt in den neuen Familienverhältnissen, und Rieke ist schwanger von einem anderen Mann; dann sind da noch Leas Großeltern, die ebenfalls genug Probleme miteinander haben, denn ihr altes Waldhotel in der abgelegenen Region verschlingt mehr Geld als es einbringt; und ihre Tante Kati, die für Lea ein Vorbild ist, weil sie als Museumsleiterin in der ostdeutschen Provinzstadt scheinbar souverän ihr Leben lebt. Scheinbar, denn die mit EU-Mitteln geförderte Sanierung ihres Museums sorgt für Unmut. Und Leas beste Freundin Bonny ist anderweitig beschäftigt, denn sie ist frisch verliebt in Leas aktivistischen Cousin Edgar. Wer also ist die Kandidatin Lea?
„Ivo“, der zweite Film von Eva Trobisch, lief 2024 in der Sektion Encounters der Berlinale, woraufhin Trobisch von der „Variety“ 2024 auf die Liste der „10 Directors to Watch“ gewählt. Etwas ganz feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb der 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin.
Es sind nie die ganz großen Dramen, die wirklich schlimmen Tragödien, von denen Eva Löbau erzählt, sondern eher die Geschichten, die einem oder einer eben so widerfahren, während alles eigentlich ganz anderes geplant war. Diese Beiläufigkeit, die viele kleine Beobachtungen enthält, viel Sinn für Details, mag auf den ersten Blick ein wenig unfokussiert erscheinen und doch verbirgt sich unter den hingetupften Episoden und Storylines, dem umherschweifenden Schauen des Films mehr, als man zunächst glaubt. Das Ende einer Ehe und die Verletzungen, die damit verbunden sind, aber auch noch die noch vorhandene gegenseitige Zuneigung, die Sorge der älteren Generation um den Fortbestand ihres Lebenswerks, Lea suchendes Streben hinaus in die Welt jenseits von Greiz, Katis Rückkehr dorthin: Etwas ganz Besonderes steckt voller kleiner Dramen und konfrontiert sein Ensemble immer wieder mit der Frage nach dem eigenen Sein und Wollen, danach, was diesen Menschen wirklich ausmacht und ob er glücklich und angekommen ist in der Lage, in der er oder sie sich gerade befindet. (Joachim Kurz, www.kino-zeit.de)
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