Datum & Uhrzeit
07.08.2025 - 20.08.2025
0:00
Veranstaltungsort
City 46 Kino
Birkenstr. 1
28195 Bremen
Weitere Informationen
Veranstalterinnen: City 46
Barrierefrei: ja
Kosten: Eintritt
Kino: Milch ins Feuer
Termine: Do. 7.8., Sa. 9.8., Mo. 11.8. + Mi. 13.8. / 17:30
Fr. 8.8., So. 10.8. + Di. 12.8. / 20:00
Do. 14.8., Sa. 16.8., Mo. 18.8. + Mi. 20.8. / 20:30
Fr. 15.8., So. 17.8. + Di. 19.8. / 18:00
Mi. 20.8. / 15:00
Trailer
Katinka wächst mit ihrer Mutter, ihrem älteren Bruder und zwei Schwestern auf einem Bauernhof im Hohenlohekreis in Baden-Württemberg auf. Sie möchte Bäuerin werden, doch der Hof soll traditionell an den ältesten Sohn gehen. Während die Mutter ihr nahelegt, lieber im Schlachthof oder bei Aldi zu arbeiten, hält Katinka einen Sommer lang an ihrem Traum fest. Es ist heiß und trocken, die Felder müssen bestellt, die Kühe gemolken werden. Katinka und ihre Freundinnen verbringen die Wochen mit Feldarbeit, Gesprächen im Stall, dem Melken der Kühe und Baden im Fluss. Katinka trägt unter Bluse und Jeans immer Bikini oder Badeanzug, um ins Wasser springen zu können, wenn sie gerade Lust hat.
„Milch ins Feuer“ ist in der oberdeutschen Mundart Hohenlohisch gedreht. Die Rollen sind überwiegend mit Laiendarstellerinnen aus der Region besetzt. Der Film feierte 2024 Premiere beim Filmfest München und wurde dort mit dem Förderpreis „Neues Deutsches Kino“ ausgezeichnet. Zudem erhielt er den Nachwuchspreis MFG Star. In der Jurybegründung von Doris Dörrie heißt es “Mit ihrer besonderen Mischung aus dokumentarischen und fiktionalen Elementen erzählt Justine Bauer komisch und tragisch, anrührend und gewaltig vom Leben von Frauen auf dem Land.“
Über Justine Bauer: Sie ist eine deutsche Drehbuchautorin und Regisseurin, die auf einer Straußenfarm aufwuchs. Sie studierte Kunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und anschließend Spielfilmregie an der Kunsthochschule für Medien Köln. Milch ins Feuer, ihr erster Film und Abschlussfilm, gewann 2024 den Förderpreis Neues Deutsches Kino auf dem Filmfest München. (LUX Filmfest)
„Milch ins Feuer“ blickt wie durch ein Brennglas in die reale Lebenswelt eines kleinen Bauerndorfes, ohne beschönigende Überhöhung, aber mit poetischer Wucht. Es gibt keine Handlung im dramaturgischen Sinne, sondern ein 80-minütiges Gesamtbild des Dorf- und Bauernlebens. Und das hat man selten, vielleicht nie so wahrhaftig, in einem Spielfilm dargestellt gesehen. In authentischem Hohenloher Dialekt, mit Laiendarstellern, die scheinbar sich selbst spielen, mit der Arbeit auf dem Hof, die getan wird, wie sie immer getan wurde, und nicht, wie sie für eine Filminszenierung gelernt wird… Das Frausein, die Mutterschaft, das Leben unter dem Radar des tölpelhaft machistischen Patriarchats, das am Rand fast karikaturesk aufscheint: Das ist das Thema des Films, geschickt eingeflochten in die realitätsnahe Darstellung, und keinesfalls aufgesetzt, sondern in sonderbar poetischer Weise verwoben mit der Wirklichkeit. (Harald Mühlbeyer, www.kino-zeit.de)
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