Datum & Uhrzeit
24.07.2025 - 06.08.2025
0:00
Veranstaltungsort
City 46 Kino
Birkenstr. 1
28195 Bremen
Weitere Informationen
Veranstalterinnen: City 46 Kino
Barrierefrei: ja
Kosten: Eintritt
Kino: Shambhala
Termine: Do. 24.7., Sa. 26.7., Mo. 28.7. + Mi. 30.7. / 20:00
Fr. 25.7., So. 27.7. + Di. 29.7. / 17:30
Do. 31.7., Sa. 2.8., Mo. 4.8. + Mi. 6.8. / 18:00
Fr. 1.8., So. 3.8. + Di. 5.8. / 20:30
Mi. 6.8. / 15:00
Trailer
Ein abgelegenes Dorf hoch im nepalesischen Himalaya. Hier gibt es keine Bäume, keine Pflanzen, keine Elektrizität, nur Berge und harte klimatische Bedingungen. Die junge Pema ist frisch verheiratet mit Tashi und außerdem noch mit dessen zwei jüngeren Brüdern Dawa sowie Karma, der auch Mönch ist. Bald nach der Hochzeit geht Tashi auf eine lange Handelsreise. Dabei erreicht ihn die Nachricht, dass Pema schwanger ist, aber nicht er der Vater des Kindes sei, sondern der Dorflehrer, der seinem Bruder Nachhilfe gibt. Der gekränkte Ehemann bleibt in den Bergen, und Perma macht sich auf die lange Reise durch den Himalaya, um ihm die Wahrheit zu erzählen. Die Suche durch die Dörfer und Landschaften auf einer Höhe von vier- bis sechstausend Metern wird für Perma zu einer inneren Reise, während der sie sich über die Zwänge, die ihr auferlegt werden, und andere existenzielle Fragen klarwerden muss.
„Shambhala“ ist der erste Film aus Nepal, der im Wettbewerb der Berlinale gezeigt wurde und der nepalesische Beitrag der Oscar-Verleihung 2025. Shambhala bezeichnet im tibetischen Buddhismus ein mythisches Königreich, das denen, die es finden, inneren Frieden verspricht.
Die Suche nach dem verschollenen Ehemann, das stellt sich mit zunehmender Dauer heraus, wird zu einem spirituellen Weg. Es geht irgendwann gar nicht mehr so sehr darum, ob Pema Tashi wiederfinden wird, ob sie ihn davon überzeugen kann, den Platz an ihrer Seite wieder einzunehmen. Sie findet vor allem zu sich selbst – zu der Stärke, sich alleine den Herausforderungen des Lebens zu stellen und sich zu emanzipieren von den archaischen Ritualen ihrer Gesellschaft.
Auch Karma macht eine Entwicklung durch – vom vergeistigten, etwas unbeholfenen Mönch zu einem Mann, der reiten lernt, der sich Konflikten stellt und der irgendwann sogar (fast) bereit dazu ist, seine Rolle als Pemas Ehemann einzunehmen. Dann allerdings kommt es doch wieder ganz anders, denn in seinen insgesamt zweieinhalb Stunden bietet der Film eine Menge an überraschenden Wendungen. (Carsten Dreyer, www.rbb-radiodrei.de)
Die Lebensbedingungen drosseln alle Bewegungen und Gefühle und verleihen ihnen zugleich eine Klarheit, die jede Geste kostbar erscheinen lässt. (…) Die Kamera von Aziz Zhambkiev umfängt die Szenen in langen ruhigen Einstellungen. Das Sammeln gelber Blütenblätter zum Färben, das Meißeln von Namen in flache Steinplatten, das Musizieren auf hölzernen Saiteninstrumenten oder das Stricken eines leuchtend orangefarbenen Pullovers werden da zelebriert. Nur selten brechen ungestüme Gefühle durch. Zunächst mag das gewöhnungsbedürftig sein, hat man sich aber erst mal darauf eingelassen, ist es ein kostbares Geschenk.
(Anke Sternborg, Süddeutsche Zeitung)
Das mag schließlich auch das Verdienst dieses weitgereisten, spektakulären und zugleich ganz bescheidenen Films sein: dass er uns die spirituelle Praxis, die ihn bis zum Bersten erfüllt, nicht aufdrängt, sondern auf schlichte Weise verständlich und plausibel macht. „Shambhala“ ist eine Arbeit an der großen Gemeinsamkeit der Menschheit auf Erden, fast schon ein Anachronismus.
(Alexandra Seitz, www.epd-film.de)
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