Datum & Uhrzeit
18.06.2026
20:00
Veranstaltungsort
City 46 Kino
Birkenstr. 1
28195 Bremen
Weitere Informationen
Veranstalterinnen: City 46
Barrierefrei: ja
Kosten: Eintritt
Sirens Call
D/NL 2025, Regie: Miri Ian Gossing, Lina Sieckmann, mit Gina Rønning, Moth Rønning-Botel, 121 Min.
Do. 18.6. / 20:00 ★ mit Einführung: Janna Schmidt
- Fr. 19.6., So. 21.6. + Di. 23.6. / 17:30
- Sa. 20.6., Mo. 22.6. + Mi. 24.6. / 20:00
- Do. 25.6., Sa. 27.6., Mo. 29.6. + Mi. 1.7. / 18:00
- Fr. 26.6., So. 28.6. + Di. 30.6. / 20:30
- Mi. 1.7. / 15:00
TRAILER
Una ist eine wiedergeborene Sirene und weder Mensch noch Fisch. Sie versteht sich als eine Mermaid, ein hybrides Wesen, das einst dem Wasser entstiegen ist. Auf der Suche nach sich selbst und dem Gefühl der Zugehörigkeit, reist sie quer durch die USA. Auf dem Weg begegnet sie Moth, einem non-binären Teenager, der sich ihr anschließt. Während sie auf ihrem Roadtrip Fragen der Identität bewegen, sind im Autoradio Stimmen aus Trumps Amerika zu hören. Den verdorrten Landschaften, durch die sie fahren, fehlt das Wasser ebenso wie Unas Körper, der langsam austrocknet. Das Atmen an Land fällt ihr zunehmend schwerer und sie sehnt sich nach dem Meer. In Oregon an der Westküste treffen die beiden endlich auf Gleichgesinnte der Merfolk-Community. Diese Gruppe von Menschen lebt in einer Welt zwischen Gegenwart und Mythologie, zwischen allen denkbaren Identitäten und Geschlechtern. Ihr schillerndes Dasein jenseits aller Normen stellt gleichermaßen ein politisches Statement dar. Wie die Merfolk-Community lassen die Regisseurinnen Kategorien verschwimmen und mäandernd zwischen Science-Fiction und Dokumentation.
Über die Regisseur*innen:
2017 gewannen die Regisseurinnen Miri Ian Gossing und Lina Sieckmann für ihr Projekt „Freetime Mermaid“ den Wim Wenders Grant. Mithilfe dieses Stipendiums konnten sie während der folgenden Jahre für ihren experimentellen Dokumentarfilm recherchieren und ihn unter dem Titel „Sirens Call“ realisieren.
Aus der Begründung der Jury (Zusammenfassung):
„’Freetime Mermaid’ wirft einen künstlerischen, essayistischen Blick auf das Phänomen des ‚Meerjungfrauen-Seins’ – Frauen, die aus den unterschiedlichsten Gründen in die Rolle der Meerjungfrau schlüpfen. Was auf den ersten Blick wie die extravaganten Aktionen einer Randgruppe wirkt, entpuppt sich als popkulturelles Spiel mit der Identität und bietet eine ideale Grundlage für Reflexionen über Inszenierung, Geschlechterverhältnisse und Massenkultur (www.wimwendersstiftung.de)
Das Prinzip der Merfolk deckt sich mit einer filmischen Methode, die die klare Grenze zwischen Subjekt und Objekt fluide macht und damit selbst als Film flüssig wird. Fließend in den Zeiten und Orten, mäandernd zwischen politischen Realitäten und Mythen, wabernd zwischen digitalem Glitsch und analogem Korn, oszillierend zwischen dokumentarischen, fiktionalen, experimentellen und performativen Formen kann man als Zuschauer*in sich selbst beim Loslassen des kategoriengeleiteten Denkens beobachten (Mitch-al Boch, www.dokumentarfilminitiative.de)
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