Datum & Uhrzeit
16.07.2026
0:00
Veranstaltungsort
City 46 Kino
Birkenstr. 1
28195 Bremen
Weitere Informationen
Veranstalterinnen: City 46
Barrierefrei: ja
Kosten: Eintritt
Kino: The New West
(mit 15 Terminen bis 29.7.)
Termine:
THE NEW WEST | offizieller Trailer OmU | ab 04.06.26 im Kino – YouTube
Nach dem Tod ihres Mannes muss Tabatha Zimiga die Pferde-Ranch in den Badlands in South Dakota alleine bewirtschaften. Neben ihrer Teenager-Tochter Porshia und einer Menge Pferden leben dort eine Reihe von jungen aufsässigen Menschen aus der Gegend, die bei ihnen Zuflucht gefunden haben. Die rebellische Tabatha hat sich den halben Kopf rasiert, um wie eine Kriegerin auszusehen, ist stark geschminkt und trägt Tattoos. Die Verantwortung für ihre Patchwork-Familie lastet schwer auf ihren Schultern, das Geld ist immer knapp. Oft ist Tabatha alles zu viel, doch obwohl sie sich kaum selbst versorgen kann, finden auf ihrer Farm weiterhin Teenager in Not einen Platz. Tabatha hat selbst noch ein Kleinkind, dessen Sprachverzögerung ihre Gefühle der Unzulänglichkeit nur noch verstärkt.
Kate Beecrofts Film ist vom Leben der Pferdetrainerin Tabatha Zimiga inspiriert. Beecroft verbrachte drei Jahre bei ihr in South Dakota. Im Film spielt Newcomerin Tabatha Zimiga zusammen mit ihrer echten Tochter Porshia. Für beide handelt es sich um die erste Schauspielerfahrung.
Regisseurin Kate Beecroft stammt aus Los Angeles und absolvierte die Royal Central School of Speech and Drama in London. East of Wall – The New West ist ihr Debütfilm und feierte seine Weltpremiere beim Sundance Filmfestival 2025 und gewann den renommierten Publikumspreis. Die Deutschlandpremiere fand im Rahmen des Filmfest Hamburg statt. (www.filmfesthamburg,de)
Beecroft entschied sich für eine doku-fiktionale Erzählweise, in der die Grenzen zwischen Realität und Fiktion fließend verlaufen und die porträtierten Familienmitglieder gleichzeitig zu Laiendarsteller*innen werden, die sich selbst spielen.
Besonders eindrücklich sind die – ungeskriptete – Szene am Lagerfeuer, in der Frauen, u. a. Tabathas Mutter sehr offen über eigene Erfahrungen mit männlicher Gewalt sprechen, die sie erlebt und überlebt haben, sowie die Momente, in denen Tabatha über den Suizid ihres Mannes redet, der sie sehr erschüttert hat. Auch die Erinnerungen ihrer Tochter Porshia an John, die Beecroft mit der Geschichte der Badlands verbindet, die durch beeindruckende Landschaftsaufnahmen fester Bestandteil der Story sind, berühren.
Tabathas Geschichte ist eine von tiefer Trauer, aber auch von beachtlicher Resilienz und Stärke und von Zusammenhalt – vor allem unter Frauen… Als Gegenerzählung zum klassischen Western überzeugt die Mischung aus dokumentarischen und fiktionalen Elementen, für die Kate Beecroft beim renommierten Sundance Film Festival 2025 den Publikumspreis gewann, und bleibt vor allem dank seiner kämpferischen und dennoch weichen Protagonistin im Gedächtnis. (Stefanie Borowsky, www.kino-zeit.de)
Interview mit Kate Beecroft anlässlich der Deutschlandpremiere beim Filmfest Hamburg
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