Datum & Uhrzeit
02.06.2026
18:00 - 19:30
Veranstaltungsort
Online
Weitere Informationen
Veranstalterinnen: Böll-Stiftung
Barrierefrei: ja
Kosten: frei
Konfliktbezogene sexualisierte Gewalt im Kosovo, in Bosnien und Herzegowina und der Ukraine
Lehren aus den 1990er Jahren und heute
Präsenz und Livestream
Konfliktbezogene sexualisierte Gewalt (CRSV) ist in Kriegen keine Ausnahme, sie ist eine Konstante. In nahezu jedem bewaffneten Konflikt der Geschichte bis heute dokumentiert, zählt sie zu den am meisten verschwiegenen und tabuisierten Folgen von Krieg. Vergewaltigung ist kein zufälliges Nebenprodukt von Konflikten, sie ist eine Waffe, die Einzelpersonen, Familien und ganze Gemeinschaften zerstört. Diese Gewalt wird durch den Zusammenbruch von Institutionen und Rechtsstaatlichkeit begünstigt und wurzelt in patriarchalischen Strukturen und Normen, die jeden Konflikt überdauern. Das Leid endet nicht, wenn die Kämpfe aufhören: Jahrzehnte später prägen langfristige psychologische, physiologische und soziale Folgen das Leben der Überlebenden, und damit ihren Bedarf an umfassender, traumainformierter Versorgung. Es sind Frauen- und Menschenrechtsorganisationen, die eine zentrale Rolle dabei gespielt haben, diese Verbrechen beim Namen zu nennen, und die diese Versorgung bis heute leisten, während sie gleichzeitig für politischen Wandel eintreten.
Diese Diskussion fragt anhand dreier Länderbeispiele: Bosnien und Herzegowina, Kosovo und die Ukraine, wie von konfliktbezogener sexualisierter Gewalt betroffene Gesellschaften heute auf die Bedürfnisse der Überlebenden reagieren. Was über rechtliche Anerkennung hinaus ist für eine überlebendenorientierte Unterstützung notwendig?
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