Datum & Uhrzeit
15.09.2025
18:00
Veranstaltungsort
Zentralbibliothek Bremen (Wall-Saal)
Am Wall 201
28195 Bremen
Weitere Informationen
Veranstalterinnen: Stadtbibliothek
Barrierefrei: ja
Kosten: frei
Nora Kelschebach spielt & liest Texte von Irmgard Keun
Denk dich aufs Papier. Träum dich aufs Papier.
Anmeldung
Die Schriftstellerin Irmgard Keun gilt als herausragende Vertreterin der Neuen Sachlichkeit. Sie debütierte 1931 mit ihrem Roman „Gilgi, eine von uns“ und veröffentlichte bereits ein Jahr später ihren bis heute populärsten Roman „Das kunstseidene Mädchen“. Sie schrieb Kurzgeschichten und Romane aus weiblicher Sicht, auf den ersten Blick naiv und humorvoll, auf den zweiten Blick eine satirische Entlarvung patriarchalischer Machtverhältnisse. Die Sehnsucht nach einem selbst bestimmten und eigenständigen Leben sind dort ebenso präsent wie die deutliche Kritik am aufziehenden Nationalsozialismus und die Forderung nach Mitmenschlichkeit und Empathie. Ihre Romane und Geschichten, insbesondere aus der Zeit der ausgehenden Weimarer Republik und des Exils, gelten als wichtige Zeitdokumente. 1933/34 wurden ihre Bücher von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und als „Asphaltliteratur mit antideutscher Tendenz“ verboten. Irmgard Keun, 1905 in Berlin geboren, begann nach einer kurzen Bühnenlaufbahn mit 21 Jahren zu schreiben. Sie emigrierte 1935. Von 1940 bis 1945 lebte sie illegal in Deutschland. Nach dem Krieg veröffentlichte sie noch zwei Romane, Bilder und Gedichte aus der Emigration sowie eine Erzählung. Außerdem arbeitete sie für Rundfunk und Zeitungen. Sie starb 1982 in Köln.
Die Schauspielerin Nora Kelschebach, geboren 1997 in Oldenburg, erlernte nach einem Studium für Nachhaltiges Management an der TU Berlin und zwei längeren Auslandsaufenthalten in Kolumbien, ihren Beruf an der Berliner Schule für Schauspiel und an der Hochschule der Künste in Bern.
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