Poster der Woche: bunt ist schöner


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Veranstaltungsort
Bremische Bürgerschaft

Datum + Uhrzeit
05.03.2018 - 18.03.2018
8:00 - 18:00
Weitere Informationen
Veranstalterinnen: Menschenrechtsaktivistin Kassandra Ruhm
barrierefrei: ja
Kosten: frei

Kassandra Ruhm (c)

Ausstellung „Poster der Woche“

Unter dem Titel „Respekt für Vielfalt“ hat die Menschenrechtsaktivistin und Fotografin Kassandra Ruhm über ein Jahr wöchentlich ein Poster gestaltet. Ihr Poster zum Internationalen Frauentag setzt sich aus intersektionaler Perspektive gegen alltägliche Grenzüberschreitungen ein.

Jeden Sonntag erscheint ein neues Poster online und montags heißt es dann von der Bürgerschaft bis zur Studierwerkstatt: „Poster wechseln!“.

Auf den Postern kommen Menschen zu Wort, die sich in einem oder mehreren Merkmalen von der Mehrheit unterscheiden. Die Modelle leben mit Behinderungen oder sind zum Beispiel schwarz, schwul, lesbisch oder muslimisch. Auf den Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen Gruppen baut das Projekt auf.

Organisatorin und Fotografin der Poster-Serie ist die feministische Menschenrechtsaktivistin Kassandra Ruhm aus Bremen, die mit vielen anderen Betroffenen zusammen die Inhalte der unterschiedlichen Poster erarbeitet hat. Es ist ihr ein Anliegen, dass betroffene Menschen selbst zu Wort kommen. Ziel des Projektes ist, Vorurteile abzubauen und das Zusammenleben gleichberechtigter, leichter und bunter zu machen.

Kassandra Ruhm lebt selbst offen lesbisch und ist Rollstuhlfahrerin. Sie arbeitet als Dipl.-Psychologin an der Universität Bremen.

Zum Internationalen Frauentag 2018 erscheint ein Poster zum Thema „Grenzen wahren“. Es thematisiert aus intersektioneller Sichtweise die Erfahrung von schwarzen und behinderter Frauen, im Alltag unerwünscht angefasst zu werden.
Erschreckend oft wird afro-deutschen Menschen ungefragt in die Haare gegriffen. Von Fremden. Oder von entfernten Bekannten oder Kolleg_innen, bei denen es heikel sein kann, sie zurück zu weisen.
Als ob die allgemein üblichen Körpergrenzen ihnen gegenüber nicht eingehalten werden müssten.
Genauso werden sichtbar behinderte Menschen häufig ungefragt angefasst. Zum Beispiel am Rollstuhl, auf den sich andere aufstützen oder sie wohin schieben.
Auch dass Fremde völlig ohne Zusammenhang ihre Körper, ihre Hilfsmittel oder eben die Haare kommentieren oder persönliche Fragen stellen zur Herkunft der Eltern oder Großeltern, zur Krankengeschichte, zu sexuellen Fähigkeiten usw. ist eine Parallele im Umgang mit afro-deutschen und behinderten Frauen.
Respekt bedeutet, Grenzen einzuhalten. Auch wenn jemand anders aussieht als man selbst.
Das Modell des Posters zum Frauentag, eine afro-deutsche Rollstuhlfahrerin, kennt all dies aus eigener Erfahrung. Und sagt laut Nein.

Zu sehen sind die Werke an 30 verschiedenen Orten in Bremen. Infos auf Poster Kassandra Ruhm

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