Datum & Uhrzeit
24.04.2026
20:00
Veranstaltungsort
City 46 Kino
Birkenstr. 1
28195 Bremen
Weitere Informationen
Veranstalterinnen: www.sissymag.de & City 46
Barrierefrei: ja
Kosten: Eintritt
queerfilmnacht: Love Me Tender
LOVE ME TENDER Trailer Deutsch | German [HD] – YouTube
Die Pariser Rechtsanwältin Clémence ist seit kurzem geschieden und teilt sich auf freundschaftliche Weise die Sorge für ihren gemeinsamen kleinen Sohn mit Exmann Laurent. In dieser neuen Lebensphase beendet sie zuerst ihre Karriere, um Schriftstellerin zu werden, und einige Zeit später auch ihr bisher heterosexuelles Liebesleben. Als sich nach einigem Ausprobieren ihre lesbische Identität festigt, erzählt sie Laurent davon. Das hat zur Folge, dass ihr ehemaliger Partner sich plötzlich von seiner schlechtesten Seite zeigt. Da der unmoralische Lebenswandel von Clémence seiner Meinung nach die seelische Gesundheit des siebenjährigen Paul gefährde, beginnt er ein
Sorgerechtsverfahren. Und Laurent bekommt vorerst Recht: Sie darf Paul nur noch unter Aufsicht treffen. Die Sorgerechtsprozesse ziehen sich hin und aus Monaten werden Jahre. Wer Pauls neue Freunde sind, was er gern mag – Clémence weiß es nicht mehr. Und Laurent tut alles, um die Verbindung zwischen Mutter und Sohn endgültig zu zerstören. Clémence versucht, im Schreiben Worte zu finden, die später eine Brücke zu ihrem Sohn bilden können. Verfilmung des Romans von Constance Debré, die vorher ebenfalls Rechtsanwältin war.
Selbst in angeblich aufgeklärten Gesellschaften hält sich die Ansicht, dass die Identität einer Frau als Mutter alle ihre anderen Identitäten überlagern muss. Nicht nur das: Jede Frau, die nicht bereit ist, alles in ihrem Leben für die Liebe ihres Kindes zu opfern, ist eine Abweichung und das ultimative Tabu: eine schlechte Mutter. Anna Cazenave Cambets weitreichendes, bewegendes Drama „Love Me Tender“, basierend auf dem halbautobiografischen Roman von Constance Debré, zielt auf diese allgegenwärtige Ideologie der Heuchelei und der unerreichbar hohen Erwartungen und trifft vor allem dank einer fesselnd strahlenden Vicky Krieps mit schmerzlicher Genauigkeit. (Jessica Kiang, www.variety.com)
Die queerfilmnacht vereint die beiden bisherigen Filmprogramme – die rein lesbisch ausgerichtete L-Filmnacht und die schwule Gay-Filmnacht – und öffnet sich zugleich gegenüber Filmen, die auch andere sexuelle Identitäten wie Bisexualität, Transgender, Intersexualität usw. thematisieren.
Die queerfilmnacht wird präsentiert vom Online-Magazin www.sissymag.de und zeigt deutschlandweit sowie in Österreich in gut 30 Kinos die besten Filme, die das queere Weltkino aktuell zu bieten hat. Jeder Film wird von sissy in einer ausführlichen Rezension besprochen.
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