Datum & Uhrzeit
20.06.2026 - 21.06.2026
0:00
Veranstaltungsort
Tabakquartier – Zentrum für Kunst
Hermann-Ritter-Straße 108 E
28197 Bremen
Weitere Informationen
Veranstalterinnen: Katrin Bretschneider & Co / Zentrum für Kunst
Barrierefrei: nein
Kosten: € 20,- / 15,- / 10,- Solieintritt
Schall und Rauch: Inszenierter Live-Audiowalk
Anmeldung
Termine:
- Sa., 20. Juni, 19:30 Uhr
- So., 21. Juni, 16:00 Uhr
- Fr., 26. Juni, 19:30 Uhr
- Sa., 27. Juni, 16:00 Uhr
- Sa., 27. Juni, 19:30 Uhr
- So., 28. Juni, 16:00 Uhr
Dritter Teil der Reihe Bremer Orte im radikalen Wandel.
Mit dem inszenierten Live-Audiowalk „Schall und Rauch“ setzen Katrin Bretschneider & Company ihre künstlerische Auseinandersetzung mit Schauplätzen der jüngeren Bremer Geschichte fort. Im Zentrum der Reihe stehen einstmals identitätsstiftende Orte, an denen heute nur noch wenig an die Vergangenheit erinnert. Das partizipative Format des Audiowalks beschwört die Geschichte dieser Orte herauf, schafft Überlagerungen zu Gegenwart und Zukunft und stellt sie in den aktuellen gesellschaftlichen Diskurs.
Die beiden bisherigen Teile erzählten von der AG Weser und vom Überseehafen. Der dritte Teil führt nun über das Gelände der ehemaligen Zigarettenfabrik Martin Brinkmann AG im Bremer Stadtteil Woltmershausen. Das Unternehmen war einer der größten Zigarettenhersteller Europas. Zeitweise arbeiteten hier mehrere tausend Menschen, darunter überdurchschnittlich viele Frauen. Heute stehen die Maschinen still. Teile des Areals stehen unter Denkmalschutz, während sich der Stadtteil in einem tiefgreifenden Transformationsprozess befindet.
Aktuell entwickelt das Immobilienunternehmen Justus Grosse das ehemalige Fabrikgelände zum sogenannten Tabakquartier weiter. Neben Wohnen und Arbeit soll insbesondere die Kunst künftig eine identitätsstiftende Rolle im Quartier übernehmen.
Der Titel „Schall und Rauch“ verweist bildhaft auf den gegenwärtigen Zustand des Ortes. Schall und Rauch sind flüchtig, schwer greifbar, ständig in Bewegung – wie der Prozess des Erinnerns. Der Tabakrauch steht für die industrielle Vergangenheit des Geländes, der Schall für die die künstlerische Intervention, die die fluide Beziehung von Geschichte, Gegenwart und Zukunft auf sinnliche Weise erfahrbar macht. Zwischen dem Gehörten und dem heute Sichtbaren – oder Nicht-mehr-Sichtbaren – entsteht eine produktive Lücke. Der Ort erscheint als ein Raum des Dazwischen: nicht mehr das, was er war, und noch nicht das, was er sein könnte.
Der Audiowalk beginnt im Foyer des Zentrums für Kunst.
Solidarischer Eintritt: 20,-/ 15,-/ 10,- Euro
HINWEIS: Diese Veranstaltung ist aufgrund der fehlenden Barrierefreiheit von einigen Stationen des Audiowalks nicht geeignet für Besuchende mit Mobilitätseinschränkung. Bitte tragen Sie wetterfeste Kleidung, da es sich um eine Veranstaltung im Außenbereich handelt.
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